1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Plettenberg

Erweiterung auf 1000 Quadratmeter: Aldi-Filiale im MK plant Neubau

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Georg Dickopf

Kommentare

Als es um die neue Nutzung des Real-Kaufhauses am Maiplatz ging, warf nach Informationen unserer Zeitung auch Aldi Nord seinen Hut in den Ring und hätte sich einen Discounter im heutigen Modepark Röther vorstellen können. Letztlich wurde nichts aus den Plänen, doch nun ist nach dem Neu- bzw. Umbau in Ohle auch ein Neubau in Plettenberg geplant.

Plettenberg – Allerdings nicht auf der grünen Wiese, sondern am bisherigen Standort an der Herscheider Straße. Dort soll ein Neubau mit einer Verkaufsfläche von dann 1000 Quadratmetern entstehen – 200 Quadratmeter mehr als bisher.

Da der geltende Bebauungsplan Nr. 644 – Aldi-Markt Herscheider Straße – eine Verkaufsflächenbegrenzung von 800 Quadratmeter aufweist, soll nun im Planungs- und Umweltausschuss am 24. November eine Neuaufstellung beschlossen werden. Laut Stadtverwaltung ist in Verbindung mit dem Neubau der Filiale auch „eine Überplanung der Verkehrsführung unumgänglich.“ Um die städtebauliche Entwicklung zu steuern, müsse der bestehende vorhabenbezogene Bebauungsplan überplant werden.

Die Verkehrsführung im Kreuzungsbereich des Aldi-Marktes soll noch einmal überdacht werden.
Die Verkehrsführung im Kreuzungsbereich des Aldi-Marktes soll noch einmal überdacht werden. © Dickopf

Nicht notwendig ist für das angestrebte Bebauungsplanverfahren eine sogenannte Auswirkungsanalyse wie sie beispielsweise vom Modepark Röther gefordert wurde.

Untersucht werden sollen die möglichen wettbewerblichen, städtebaulichen und versorgungsstrukturellen Wirkungen des Vorhabens in der Stadt Plettenberg und im Umland. So sei dabei auch zu prüfen, welche Umsatzverteilungen durch das Vorhaben auf die Betriebe in Plettenberg ausgelöst werden können.

An der Herscheider Straße soll der einst nach den Vorstellungen von Architekt Helmut Teichert gestaltete Aldi-Markt demnächst durch einen Neubau ersetzt werden.
An der Herscheider Straße soll der einst nach den Vorstellungen von Architekt Helmut Teichert gestaltete Aldi-Markt demnächst durch einen Neubau ersetzt werden. © Dickopf

Eine durch die Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH (GMA) erstellte Auswirkungsanalyse liegt der Stadtverwaltung bereits vor. Laut der Analyse sind „keine betriebsgefährdenden Wirkungen auf einzelne Lebensmittelbetriebe festzustellen, demnach sind auch weder städtebauliche noch versorgungsstrukturelle Auswirkungen durch das Erweiterungsvorhaben zu konstatieren.

Laut Stadtverwaltung kann der Bebauungsplan im beschleunigten Verfahren aufgestellt werden, wenn die Größe der möglichen Grundfläche weniger als 20.000 Quadratmeter beträgt. Da der Grenzwert von 20.000 Quadratmeter versiegelter Fläche durch den Bebauungsplan nicht erreicht werde, es sich aber um ein „großflächiges Einzelhandelsvorhaben handelt“, müsse eine allgemeine Vorprüfung des Einzelfalls erfolgen.

Im vereinfachten Verfahren kann aber laut Vorlage von einer Umweltprüfung und von einem Umweltbericht abgesehen werden. Eine frühzeitige Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und der Öffentlichkeit ist laut Stadtverwaltung nicht notwendig, weshalb man dem Ausschuss empfiehlt, die Verwaltung mit der Fortführung des Bauleitplanverfahrens zu beauftragen.

Auch interessant

Kommentare