Maskenpflicht

Die Maske im Unterricht ist auch in Plettenberg kein Muss mehr

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Maske oder nicht Maske im Unterricht? Diese Frage stellen sich auch die Plettenberger Schulleiter. Diese warteten am Montag noch auf die offizielle Verordnung des Landes.

Plettenberg – Der Wegfall der Maskenpflicht im Unterricht wird an den weiterführenden Schulen zwar begrüßt, aber darin mischt sich auch Sorge um ein höheres Infektionsrisiko.

Die Ankündigung vor wenigen Tagen, dass ab dem heutigen Dienstag (1. September) die Maskenpflicht im Unterricht wegfallen soll, habe unterschiedliche Reaktionen im Kollegium hervorgerufen, wie zum Beispiel Sandra Noltsch, Leiterin der Zeppelinschule, erklärt: „Es war durchaus sehr gemischt. Auf der einen Seite war das Gefühl der Erleichterung, auf der anderen Seite überwiegt aber das Gefühl der Angst.“

Ob die Schule trotz der angekündigten Lockerung weiter an der Maskenpflicht festhalten wolle, war am Montagvormittag zunächst noch unklar. Man warte noch auf die entsprechende offizielle Mitteilung des NRW-Schulministeriums zur Umsetzung. „Im Moment haben wir gar keine offiziellen Rahmenbedingungen, wie es weitergeht“, so Noltsch. Auch im Laufe des Tages gab es noch keine Mitteilung von offizieller Seite. „Wir empfehlen aber Schülern und Lehrern weiterhin das Tragen einer Maske auch im Unterricht, sowohl zum Eigenschutz, als auch zum Schutz der anderen“, sagt Noltsch. Damit folge man auch den Empfehlungen, die Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Montagnachmittag auf einer Pressekonferenz gegeben hatte.

Sie teile die Sorge nicht, dass die Infektionszahlen mit dem Wegfall der Maskenpflicht im Unterricht ansteigen könnten, hatte Gebauer erklärt. Die wöchentliche Abfrage in den Schulen werde zeigen, ob sich die Zahlen verändern. Dass einzelne Schulen die Masken im Unterricht weiter tragen lassen wollen, unterliege der Freiwilligkeit. „Ich zolle jeder Entscheidung meinen Respekt. Aber sie ist eine freiwillige Entscheidung, weil es die Maskenpflicht nicht mehr gibt“, so Gebauer. Im Klartext: Ja, Schulen können von sich aus die Maskenpflicht im Unterricht ab Klasse 5 fortsetzen.

Ein anderes Beispiel von den weiterführenden Plettenberger Schulen ist die Geschwister-Scholl-Realschule: Hier soll die Lockerung der Maskenpflicht im Unterricht gleich ab heute greifen. „Die Schüler dürfen die Maske im Unterricht abnehmen, müssen es aber nicht“, sagt Schulleiterin Monika Storm. „Sie müssen allerdings die Maske aufsetzen, wenn ein Lehrerwechsel stattfindet, zum Beispiel in den kleinen Pausen.“ Auch die Lehrer würden an der Realschule weiterhin eine Maske tragen, wenn sie im Unterricht den Mindestabstand nicht einhalten können.

Dazu, wie der Wegfall der Maskenpflicht im Unterricht im Kollegium der Realschule aufgenommen wurde, wollte sich Storm nicht äußern. Von der Maskenpflicht im Unterricht abgesehen soll dort aber das bisherige Hygienekonzept so weiterverfolgt werden wie bisher. Denn von diesem ist man an der Realschule überzeugt. Bei dem Coronafall in der Schule hätten dank dieses Konzepts nur wenige Kontaktpersonen in Quarantäne gemusst – die Tests waren allesamt negativ – und nicht eine ganze Klasse, sagt Storm: „Das Konzept hat sich bewährt.“ An diesem soll solange festgehalten werden, bis es eine neue Verordnung vom Schulministerium gebe und man dazu ein neues tragfähiges Konzept entwickelt habe.

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