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„Erfreuliche Entwicklung“: Vergnügungs- und Gewerbesteuer stabil

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Von: Johannes Opfermann

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Geldscheine
Laut aktuellem Finanzbericht rechnet Plettenberg mit Gewerbesteuereinnahmen von 17,7 Millionen Euro. © Monika Skolimowska / DPA

Auch wenn es seit dem letzten Finanzbericht im April wenig Veränderungen gegeben habe, so hatte Kämmerer Jens Groll den Ratsmitgliedern am Dienstag (21. Juni) doch Positives mitzuteilen.

Plettenberg – „Wir haben eine erfreuliche Entwicklung bei der Gewerbesteuer“, sagte Groll. Aktuell liege Plettenberg bei 17,7 Millionen Euro, gegenüber dem Stand vom April (17 Millionen Euro) also ein Plus von rund 700.000 Euro und damit auch leicht über dem Haushaltsansatz von 17 Millionen Euro. „Wir sind anderes gewohnt, wir müssen in diesen Zeiten aber damit zufrieden sein“, so der Kämmerer mit Verweis auf die Einnahmesituation vor Corona. Er sei mit den Gewerbesteuereinnahmen, so wie sie sich aktuell darstellten, jedenfalls zufrieden. „Wenn wir das am Ende des Jahres erreichen, können wir uns gratulieren.“ Denn Fakt sei: Mehr Einnahmen aus der Gewerbesteuer bedeuten auch liquide Mittel.

Vergnügungssteuer steigt „peu á peu“

Wenig bis gar keine Veränderung zeigten sich bei der Grundsteuer A – unverändert bei 38.700 Euro wie schon im April – und der Grundsteuer B – um 6000 Euro gestiegen auf 5.963.000 Euro seit dem letzten Finanzbericht. Beide sind knapp unter den Haushaltsansätzen.

Bei der Hundesteuer rechnet der Kämmerer nun mit 149.000 Euro an Einnahmen, 1000 Euro weniger als noch im April. Die Wettaufwandsteuer spielt mit prognostizierten 4000 Euro (Haushaltsansatz 8000 Euro) eine eher untergeordnete Rolle auf der Einnahmeseite.

„Bei der Vergnügungssteuer geht es peu à peu nach oben“, konnte Groll berichten. Aktuell werden Einnahmen von 238.000 Euro prognostiziert, wobei der Kämmerer zuversichtlich ist, den Haushaltsansatz von 300.000 Euro zu 100 Prozent zu erreichen.

Während bei Einkommens- und Umsatzsteuer im April noch der Bescheid für das erste Quartal ausstand, liegen die Zahlen nun vor: 3,8 Millionen wird die Stadt voraussichtlich an Einkommenssteuer einnehmen, eine Million aus der Umsatzsteuer. Hochgerechnet auf den Haushaltsansatz von 13,9 Millionen bei der Einkommenssteuer „sind wir mit 3,8 Millionen im ersten Viertel schon ganz gut in der Spur“, so Groll. Mehr Klarheit werde es dann im zweiten und dritten Quartal geben.

Entwicklung hin zu höheren Zinssätzen

Beim Thema Liquidität konnte der Kämmerer Entwarnung geben: War man mit 6,9 Millionen Euro an Startkapital ins Jahr gestartet, so war der Großteil bis vor dem Steuertermin am 15. Mai fast aufgebraucht: In der Kasse waren noch 400.000 Euro an liquiden Mitteln. Der Steuertermin spülte dann 6,9 Millionen Euro in die Kassen, von denen auch ein großer Anteil wieder ausgegeben sei. Der aktuelle Kassenbestand beläuft sich demnach auf 2,9 Millionen Euro. Momentan sei die Lage so, dass man Auszahlungen bedienen könne, ohne weitere Kredite aufnehmen zu können.

Bei einem Kredit über 500.000 Euro, der bei der KfW-Bank aufgenommen wurde, zeige sich allerdings der Trend hin zu höheren Zinssätzen, wie der Kämmerer mitteilte. Der dabei gezahlte Satz von 2,5 Prozent – zu Jahresbeginn lag er noch unter eins – mache deutlich, wo die Entwicklung hingehe. „Das wird uns weiter beschäftigen“, so der Kämmerer, der mindestens bis zum 15. August mit keiner weiteren Kreditaufnahme rechnet. „Ende des Jahres mag das anders aussehen“, so Groll.

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