Immer mehr Widerstand

Kita-Notlösung: Eltern starten Petition gegen den Kauf der Kirche Bonifatius

In der Kirche Bonifatius sollen die Kinder der Holthauser Kindergärten übergangsweise untergebracht werden – gegen den Kauf durch die Stadt Plettenberg startete Ute Krehmer jetzt eine Petition.
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In der Kirche Bonifatius sollen die Kinder der Holthauser Kindergärten übergangsweise untergebracht werden – gegen den Kauf durch die Stadt Plettenberg startete Ute Krehmer jetzt eine Petition.

Plettenberg – Die geplante, übergangsweise Unterbringung der Holthauser Kindergartenkinder in der ehemaligen Kirche Bonifatius, die von der Stadt Plettenberg anvisiert wird, stößt auf immer mehr Widerstand. Nachdem sich Eltern der betroffenen Kinder bereits per Leserbriefen zu Wort gemeldet hatten, startete Ute Krehmer nun eine Petition im Internet, um den Kauf der Kirche im Oestertal durch die Stadt zu verhindern.

Dabei erhebt Krehmer teilweise schwere Vorwürfe gegen die Stadt Plettenberg. Sie glaubt nicht, dass das Wohl der Kinder bei den Überlegungen zum Kauf der Oestertaler Kircheim Vordergrund gestanden hat: „Nach intensiver Recherchearbeit und diversen Rückfragen von Bürgern wurde allerdings die tatsächliche Absicht klar: Die Stadt Plettenberg will zwingend das denkmalgeschützte Gebäude [Anm. d. Red.: gemeint ist die Kirche Bonifatius] kaufen, um das Stadtarchiv dort unterzubringen.“ 

Für Krehmer sei es nicht ersichtlich, ob durch die Stadt Plettenberg tatsächlich Alternativen zur übergangsweisen Unterbringung der Kinder in anderen Gebäuden in Holthausen geprüft worden seien. Dies sei „zumindest in keinster Weise öffentlich kommuniziert worden“.

Für Krehmer sei es nicht nur unzumutbar für Eltern und Kinder, morgens aus Holthausen bis ins Oestertal fahren zu müssen: Ihrer Meinung nach könne die Stadt Plettenberg das Geld, das für den Erwerb der denkmalgeschützten Kirche im Oestertal ausgegeben werden soll, an anderen Stellen besser nutzen: „In schöner Regelmäßigkeit wird von unserem Bürgermeister mitgeteilt, wir hätten kein Geld für Maßnahmen wie zum Beispiel die Fahrradweg-Erweiterung am Siesel, die Sanierung städtischer Schulen und Gebäude oder von Dusch- und Umkleidekabinen an Sportstätten, Feuerwehr-Gerätehäusern oder Regenunterständen für Kinder und an Turnhallen.“

Viele, die die Petition bereits unterzeichnet haben, erklären in ihren Kommentaren dasselbe. Demnach sei die Kirche Bonifatius zu teuer im Unterhalt. Andere sprechen gar von „Steuerverschwendung“, wiederum andere erklären, dass es durchaus „bessere und günstigere Alternativen“ zur übergangsweisen Unterbringung der Holthauser Kita-Kinder im Oestertal gebe.

Doch die meisten Unterzeichner sehen vor allem die Kinder als die Leidtragenden der von der Stadt angedachten Lösung. So erklärt einer der Unterzeichner seine Motivation zur Teilnahme an der Petition folgendermaßen: „Damit eine nahegelegene Lösung gefunden wird, die einzig und allein das Wohl der Kinder betrifft.“ Andere erklären, dass es „unzumutbar“ sei, die Kinder aus Holthausen bis in die Oester zu schicken.

Noch acht Wochen

Noch acht Wochen können Interessierte an der am 21. Juni gestarteten Petition auf der Webseite www.openpetition.de teilnehmen.

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