Besucher müssen erst in einen Anmeldecontainer vor der Klinik

Mit diesen Maßnahmen wappnet sich das Krankenhaus gegen Corona

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Das Krankenhaus ist für die Öffentlichkeit nicht mehr ohne weiteres zugänglich.

Plettenberg – Im Plettenberger Krankenhaus bereitet man sich auf den Tag X vor, wenn plötzlich massenhaft Patienten mit dem Coronavirus behandelt werden müssen. Noch dazu hat man im Rahmen des Infektionsschutzes ab Freitag, 20. März, folgende Regelung getroffen: Das Krankenhaus ist für die Öffentlichkeit nicht mehr ohne weiteres zugänglich. Die Besuchszeiten sind ausgesetzt.

Hinter den Kulissen wird der- zeit einiges vorbereitet: „Wir arbeiten an einem gestuften Maßnahmenkatalog, damit eine Massenaufnahme koordiniert werden kann“, erklärt Barbara Teichmann, Geschäftsführerin des Radprax-Krankenhauses. Ein Chefarzt habe dabei den Hut auf, so Teichmann. Ungeachtet dessen laufe der normale Krankenhausbetrieb weiter. Allerdings gebe es keine Gruppenangebote und Rehasport-Programme mehr. Zudem wurden die Wartebereiche entzerrt, um Mindestabstände zu gewährleisten.

Spätestens ab Freitag geht man noch einen Schritt weiter und wird im Außenbereich einen beheizten Container aufstellen, in dem sich alle vor dem Besuch des Krankenhauses anmelden müssen und dann einzeln in die jeweiligen Abteilungen gelotst werden.

Für die Besucher der Praxen von Dr. Trompeter und der Radiologie steht vor dem Haupteingang ein externes Wartezimmer in Form des besagten Containers zur Verfügung.

Die Patienten werden in dem Container aufgerufen und durch das Haus geleitet. Patienten für die Praxen Dr. Kauert und Friese werden gebeten, am Seniorenzentrum zu parken und der Beschilderung Richtung Innenhof zu folgen.

Bei aller Hysterie rund um das Coronavirus bleibt laut Teichmann festzuhalten, dass noch kein einziger Covid-19-Infizierter (es gibt bislang vier Plettenberger mit dem Virus) im heimischen Krankenhaus behandelt wurde. Und auch von den hunderten Tests, deren Bearbeitung sich derzeit verzögert, war bislang keiner mit positivem Ergebnis.

Anders als in den ersten Tagen wird aktuell immer sowohl auf Influenza und auf den Sars-CoV-2-Virus getestet. „Wir testen lieber einmal zu viel als zu wenig“, sagt Teichmann, die froh ist, noch über ausreichend Tests zu verfügen. Engpässe habe man bei den Desinfektionsmitteln, die man aber mit Unterstützung der heimischen Apotheken beheben könne. So seien mehrfach Desinfektionsmittel im Krankenhaus entwendet worden.

Für die interne Versorgung des medizinischen Personals mit Atemschutzmasken habe man eine Alternativlösung gefunden. Teichmann sprach alles in allem von einem gut vorbereiteten Team: „Unsere Mitarbeiter sind alle informiert und wir haben die Zuständigkeiten festgelegt.“

Nachdem man in der letzten Woche noch annähernd eine Vollbelegung gehabt habe, ging die Patientenzahl jetzt zurück. „Wir operieren aber weiterhin“, so Teichmann, die abschließend voll des Lobes war über die Einsatzbereitschaft des Radprax-Teams: „Das Personal geht sehr souverän mit der Situation um. Die Bevölkerung kann sich darauf verlassen, dass das Krankenhaus für die Leute da ist.“

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