Neuer Ablauf bei Ausgabe

Die Warenspenden bei der Tafel gehen coronabedingt zurück

Die Spenden von Supermärkten und Discountern an die Tafel gehen wieder zurück.
+
Die Spenden von Supermärkten und Discountern an die Tafel gehen wieder zurück. Die Geschäfte würden während des Shutdown die sonst gespendeten Waren abverkaufen.

Lebensmittelspenden zu bekommen ist für die Plettenberger Tafel durch die Corona-Pandemie schwieriger geworden. Der neue Shutdown macht es für das Team der Ehrenamtler nicht einfacher. Die Ausgaben müssen nun anders organisiert werden.

Plettenberg – Insgesamt sei es schwieriger geworden, Lebensmittel zu beziehen, da einige Läden in der Coronazeit Waren, die sonst häufig der Tafel gespendet wurden, selbst zu reduzierten Preisen abverkaufen würden, sagt Susanne Vollmer von der Freiwilligenzentrale. Man könne froh sein über die Spenden, die man erhalte.

Und auch den Ehrenamtlichen, bei denen es nach wie vor eine große Bereitschaft zu helfen gebe, sei man zu Dank verpflichtet, so Vollmer: „Wir haben ein tolles, treues Team von Ehrenamtlichen und die Unterstützung der Geschäfte. Ohne die wäre die Tafelarbeit nicht möglich. Das macht auch Mut, weiterzumachen.“

Waren der Aktion „Teller füllen“

Durch Spenden sei man momentan in der Lage, Grundnahrungsmittel hinzuzukaufen, sagt Schaefer. „Wir sind guter Dinge, dass wir eine gute Ausgabe schaffen.“ Außerdem erhält die Plettenberger Tafel für ihre November-Ausgabe aus der Aktion „Teller füllen“, die bis Ende voriger Woche in den Rewe-Märkten lief, Spenden an Lebensmitteln, ergänzt Susanne Vollmer. Bei dieser Aktion konnten Kunden eine Tüte mit Produkten wie Reis, Suppe, Spaghetti mit Tomatensoße, Keksen und Schokoaufstrich zu ihrem normalen Einkauf hinzukaufen und wieder an der Kasse abgeben.

„Die Tüten dienten dabei als Anschauungsmaterial, wir bekommen es dann als Palettenware.“ Dazu würden die Rewe-Märkte an der Ziegelstraße in Plettenberg sowie an der Neue Straße in Herscheid angefahren. „Das hilft uns wirklich weiter und wird in unsere Ausgabe fließen“, so Vollmer. „Es ist ein sehr toller Grundstein für unsere Taschen.“

Zudem habe man einen neuen Kontakt zur Tafel in Siegen aufgebaut und hoffe, über deren größeren Warenverteiler weitere Lebensmittel für die Plettenberger Tafel zu bekommen, möglicherweise bereits für die Ausgabe im Dezember. Diese wird, wenn die Corona-Maßnahmen nicht nochmals verschärft werden und damit auch die Ausgabe erneut angepasst werden müsste, ebenfalls nach dem gleichen Muster mit den vorgepackten Taschen ablaufen.

Taschen werden im Voraus gepackt

„Die Ehrenamtlichen der Tafel arbeiten momentan in festen Gruppen mit möglichst wenigen Personen, um die Kontakte gering zu halten“, erklärt Heike Schaefer von der Freiwilligenzentrale der Diakonie. In wenigen Fällen, wo jemand aus einer Risikogruppe nicht so mitarbeiten könne wie sonst, könne man dies im Team kompensieren. Neue Freiwillige zu integrieren gehe derzeit aufgrund von Corona allerdings schlecht. „Es ist wichtig, dass immer die gleichen Gruppen zusammen sind.“

Das gelte auch für die nächste Ausgabe am Donnerstag, 19. November, die komplett vor der „Halle für Alle“ an der Schuberstraße stattfinden soll. Kleine Teams – unter anderem geschützt durch einen Spuckschutz – geben dann Taschen an die Tafelgäste aus, die im Voraus von den Ehrenamtlichen gepackt wurden. „Sonst ist die Ausgabe ja individuell, aber das fällt jetzt leider flach“, bedauert Susanne Vollmer, ebenfalls von der Freiwilligenzentrale.

Heike Schaefer ergänzt: „Das ist Corona geschuldet und nicht optimal, aber nur so können wir einen reibungslosen und schnellen Ablauf hinbekommen ohne längere Wartezeiten. Das ist eine große Herausforderung.“

Die kontaktarme Ausgabe, mit der man aus den vergangenen Monaten schon Erfahrungen hat, soll mit den vorgepackten Taschen noch schneller funktionieren. Bei der Zusammenstellung der Taschen werde natürlich berücksichtigt, dass einige Tafelgäste Muslime seien, so Vollmer. Bei diesen werde dann beispielsweise auf Konserven, die Schweinefleisch enthalten, oder auf Süßigkeiten mit Schweinegelatine verzichtet. Neben den länger haltbaren Lebensmitteln erhalten die Tafelgäste in einer separaten Tasche auch Obst und Gemüse, sagt Schäfer.

Ausgabe

Die nächste Ausgabe der Plettenberger Tafel findet am Donnerstag, 19. November, von 13 bis 18 Uhr im Sozialzentrum Allerlei – Die Halle für alle, Schubertstraße 5, statt. Die Tafelgäste werden gebeten, nur zu den Zeitfenstern zu kommen, die ihnen schon für die vorigen Ausgaben mitgeteilt wurden, und nicht früher oder später.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare