Veranstaltungsprogramm für 2021 in der Planung

Die Arbeit der KulTour Gmbh in Zeiten, in denen es eigentlich keine Arbeit für sie gibt

Auch der beliebte Hüttenzauber findet in diesem Jahr nicht statt.
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Der beliebte Hüttenzauber wird in diesem Jahr nicht stattfinden können.

Plettenberg – Auch wenn der Kulturbereich coronabedingt heruntergefahren wurde, haben die Mitarbeiter der städtischen KulTour GmbH auch während des Lockdown Light einiges zu tun. Neben der Kartenrückgabe für abgesagte Veranstaltungen würde auch am Kulturprogramm für 2021 gearbeitet.

Kurzarbeit /Homeoffice

Während sich die Mitarbeiter der Stadtbücherei, die auch zur KulTour GmbH gehört und zu den vollen Öffnungszeiten erreichbar ist, nicht in Kurzarbeit befinden, sieht das bei den Mitarbeitern in der Geschäftsstelle an der Kaiserstraße anders aus. Diese sind in Kurzarbeit, und das auch schon seit Beginn der Pandemie im Frühjahr, erklärt Sylvia Eick, Geschäftsführerin der KulTour GmbH. Arbeit im Homeoffice und in der Geschäftsstelle an der Kaiserstraße würden dabei kombiniert und untereinander flexibel organisiert.

„Es ist gewährleistet, dass zu den Öffnungszeiten immer jemand da ist“, sagt Eick. Dabei würde natürlich auch auf Hygienemaßnahmen geachtet. Besucher müssten zuerst klingeln und drinnen natürlich eine Maske tragen; als zusätzlicher Schutz stehe auf dem Tisch eine Acrylglasscheibe. „Trotz der schwierigen Zeiten sind wir als Ansprechpartner für alle da.“ Das gelte für den Einzelhandel und die Gastronomie ebenso wie für Bürger, die Karten für ausfallende Veranstaltungen zurückgeben möchten.

Kartenrückgabe

„Zum größten Teil wurden die Karten zurückgegeben, etwa 80 Prozent“, sagt Eick, aber eine Rückgabe sei auch noch später möglich. Wer seine Karten noch nicht zurückgegeben hat, aber wegen Corona momentan nicht in die Innenstadt gehen möchte, müsse sich nicht unter Druck gesetzt fühlen: „Wir nehmen sie jederzeit zurück, auch noch im nächsten Jahr – das ist gar kein Problem.“

Das Foodtruck-Festival im November ist der Corona-Pandemie bereits zum Opfer gefallen.

Abgesagte Events

Während für Künstler die coronabedingten Absagen von Veranstaltungen einen erheblichen Verdienstausfall bedeuten und erst spät Hilfen für den Kulturbereich – insbesondere soloselbstständige Künstler – stärker in den Fokus der Politik rückten, hatten die Absagen für die KulTour GmbH keine finanziellen Folgen. „Einen Verlust haben wir tatsächlich nicht gemacht, weil die Veranstaltungen immer wegen Corona – also wegen höherer Gewalt – abgesagt wurden und wir so keine Storno-Gebühren zahlen mussten“, sagt Eick. Einsparungen habe man dadurch aber auch nicht erzielt, da das Geld stattdessen anderweitig investiert worden sei, beispielsweise in eine Mitmachaktion für Kinder, einen Foto-Wettbewerb und das Weihnachtsrätsel, wofür jeweils P-Schecks als Preise ausgelobt sind.

Längerer Shutdown

Durch die Verlängerung des Lockdown Light bis zum 20. Dezember stehen zumindest im letzten Monat des Jahres keine weiteren Veranstaltungen auf der Kippe. „Den Hüttenzauber hatten wir schon frühzeitig gecancelt“, sagt Eick. Inwiefern Veranstaltungen im Januar von einer möglichen weiteren Verlängerung betroffen sind, könne man noch nicht sagen. „Wir arbeiten von Woche zu Woche und von Beschluss zu Beschluss“, erklärt Eick. Dabei müsse man sich immer wieder anpassen und kreativ reagieren.

Planungen für 2021

Das spiegelt sich auch in den Planungen für das Jahr 2021 wider. „Wir planen im Moment das komplette nächste Jahr durch und sind da auch schon relativ weit“, sagt Eick. Anfang 2021 soll das Programm in der Kulturzeit-Broschüre veröffentlicht werden. Dafür, dass sich durch neue Vorgaben und Verordnungen kurzfristig etwas ändert, habe man in den Planungen ein Stückweit vorgesorgt. „Wir planen tatsächlich Events, die wir jederzeit runterbrechen können auf kleinere Veranstaltungen, damit wir auf jede Situation, die kommt, flexibel reagieren können“, erklärt Eick. „Wir haben mehrere Varianten in der Schublade, die wir je nach den geltenden Vorgaben umsetzen können.“

Neben der flexiblen Größe seien neue Veranstaltungsformen immer ein Thema für die KulTour GmbH, auch unabhängig von Corona. „Wir wollen nicht stehen bleiben, sondern immer wieder neue Formate aufnehmen und erarbeiten“, sagt Eick. Wenn sie so gut angenommen würden wie das Stadtdinner, sei es möglich, dass sie auch nach Corona weiterlaufen. Wenn die Fläche unter dem Stephansdachstuhl wieder frei ist, wolle man dort, zum Beispiel zusammen mit der Stadtbücherei, kleinere Events veranstalten. „Wir hoffen aber schon, dass wir ab Mitte nächsten Jahres auch wieder größere Veranstaltungen machen können.“

Gastro-Übersicht

Während der Corona-Pandemie wollte die KulTour GmbH auch die heimischen Gastronomen kontaktieren, um deren Informationen im Servicebereich der Webseite zu aktualisieren. „Wir sind damit schon relativ weit“, sagt Eick. Der Bereich P-Service auf der Webseite der KulTour GmbH sei quasi das digitale Branchenbuch der Stadt, in dem neben der Gastronomie auch Dienstleistungen, Einzelhandel und Handwerk aufgeführt sind. „Es soll alles beinhalten und wir möchten es immer auf dem neuesten Stand halten“, sagt Eick. Wegen der starken Beschränkungen für die Gastronomie stehe diese momentan allerdings stärker im Fokus.

Man habe Gastronomen angeschrieben, andere hätten sich von sich aus gemeldet und so bei vielen die aktualisierten Informationen in der Webseitenrubrik P-Service eingearbeitet.

Während dort noch ein paar Lücken zu füllen sind, ist parallel die Webseite „Pbergeats“ an den Start gegangen, die neben Infos über Liefer- und Abholservice der Gastronomen zusätzlich noch mit Fotos und hinterlegten Speisekarten punktet. Eick begrüßt das und sieht es nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung des eigenen Angebots. „Ich finde es klasse, dass jemand sich einsetzt und etwas für die Stadt macht“, sagt sie. Mit den Machern habe man auch schon Kontakt aufgenommen. Diese könnten ihr Angebot mit der City-App der Stadt verknüpfen, was anderen Anbietern in Plettenberg ebenso offenstehe.

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