Zurück in Inzidenzstufe 1

Coronazahlen steigen, Regeln werden schärfer – wie Plettenberger Händler und Dienstleister damit umgehen

Esther Saalborn von der Buchhandlung Plettendoff hat am Montag das Schild am Eingang gewechselt – maximal zehn Kundendürfen aktuell noch rein.
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Esther Saalborn von der Buchhandlung Plettendoff hat am Montag das Schild am Eingang gewechselt – maximal zehn Kundendürfen aktuell noch rein.

Seit Montag (26. Juli) befindet sich NRW in der „Inzidenzstufe 1“. Damit kommen wieder mehr Einschränkungen – teilweise bis hin zur 3G-Regel. Wir haben uns in Plettenberg einen Überblick verschafft.

Plettenberg – Über mehrere Wochen lag die Sieben-Tage-Inzidenz unter 10. Damit galt „Inzidenzstufe 0“, die weitere Lockerungen erlaubte. Diese sind nun, da die Inzidenz wieder zweistellig ist, zum Teil wieder zurückgenommen worden und es gelten wieder strengere Regeln.

Maskenpflicht drinnen

Im Innenbereich besteht nun wieder die Pflicht zum Tragen einer Maske. Dazu gehören der Einzelhandel, Bus und Bahn beziehungsweise Taxis sowie Arztpraxen und ähnliche Einrichtungen. Nun muss auch in anderen Innenräumen, beispielsweise in Bildungseinrichtungen, Museen, Kinos, beim Friseur oder im Gottesdienst wieder eine Maske getragen werden. Zuletzt galt diese Pflicht nur noch für Einrichtungen, die auch von nichtimmunisierten Personen genutzt werden müssen. Allerdings kannten viele Bürger diese Regel nicht und zogen in den Innenbereichen ohnehin die Maske auf. Zudem machten viele Einrichtungen von ihrem Hausrecht Gebrauch und verlangten einen Mund-Nase-Schutz.

Einzelhandel

Für den Einzelhandel greift wieder eine Personenbegrenzung: Pro 10 Quadratmeter Verkaufsfläche darf ein Kunde ins Geschäft. Für die Buchhandlung Plettendorff am Umlauf heißt das zum Beispiel: Maximal zehn Kunden können gleichzeitig rein. Dazu hatte Inhaberin Esther Saalborn am Montag auch das Schild am Eingangsbereich geändert. Denn: „In den letzten Wochen war es egal, wie viele Kunden im Laden waren.“ Auf Abstand sei natürlich auch da immer geachtet worden. Auch in anderen Läden in der Plettenberger Innenstadt sind Schilder zu sehen, die auf die wieder eingeführte Quadratmeter-Regel hinweisen. Unverändert bleibt es bei der Mundschutzpflicht.

Friseur

Bei Friseuren müssen Kunden jetzt wieder eine medizinische Maske tragen. „Noch geht es“, meint Sarah Weißpfennig, Inhaberin vom Salon Wunderb(h)aar an der Grünestraße, zur Verschärfung der Regeln. Gut zwei Wochen konnte sie vorher Haare scheiden, stylen, färben – und das komplett ohne Maske. „Das war richtig schön“, erzählt sie. Die Inhaberin hofft, dass die Testpflicht nicht wiederkommt, die es vor einigen Monaten mal gab – und viele Kunden von einem Besuch abgehalten hatte. Die neuen Regeln gelten sowohl bei Friseuren als auch bei anderen körpernahen Dienstleistungen, wie zum Beispiel Massagen.

Seit Montag ist wieder Maskenpflicht angesagt beim Haareschneiden – so auch im Friseursalon Wunderb(h)aar von Sarah Weißpfennig an der Grünestraße.

Kino

Maskenpflicht im Foyer und am Platz gilt ab sofort wieder in den Kinos. „Die Maske darf nur zum Essen und Trinken abgenommen werden“, erklärt Melanie Jeismann vom Kino Weidenhof. Wieder da ist auch die Regelung, dass Zuschauer ihre Kontaktdaten angeben müssen, damit im Infektionsfall nachverfolgt werden kann. Nach wie vor sitzen Gäste in den Kinosälen im Schachbrettmuster, also mit reichlich Abstand dazwischen. „Wir haben in den Kinos ein Drittel der normalen Belegung“, verdeutlicht Jeismann. Unterm Strich sei diese Verschärfung der Maßnahmen für das Kino noch relativ entspannt. „Ich hoffe, es bleibt entspannt“, wünscht sich die Kinomitarbeiterin.

Freizeitbad

Eine deutliche Änderung gibt es im AquaMagis. Seit dem 9. Juli konnten Gäste das Freizeitbad ganz normal besuchen – seit Montag (26. Juli) haben nur noch die „3Gs“ Eintritt. Besucher müssen also nachweislich geimpft oder genesen sein oder einen negativen Corona-Test (Schnelltest oder PCR-Test) dabei haben, der maximal 48 Stunden alt ist. Gäste werden gebeten, den entsprechenden Nachweis bei Einlass bereitzuhalten. „Kinder unter 6 Jahren sind von der Nachweispflicht ausgenommen“, heißt es auf der Facebook-Seite des AquaMagis.

Gastronomie

Auch nach dem 26. Juli gilt: Die Innen-und Außengastronomie darf weiterhin ohne Negativtestnachweis genutzt werden. Allerdings müssen Kunden nun wieder ihre Kontaktdaten hinterlassen, um die einfache Rückverfolgbarkeit sicherzustellen, zum Beispiel über die Luca-App oder mit einem Kontaktformular. Die Maskenpflicht entfällt nur noch am Platz. Zwischen den Tischen muss der Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten werden oder eine bauliche Abtrennung vorhanden sein. Gastronomen müssen ihren Gästen einen festen Sitzplatz zuweisen. In der Innengastronomie ist außerdem ein dauerhaftes oder mindestens regelmäßiges Lüften vorgeschrieben.

Das Personal in der Gastronomie ist verpflichtet, mindestens zweimal in der Woche einen Negativtestnachweis vorzulegen. Mitarbeiter, die mit Kunden in Kontakt kommen, müssen eine medizinische Maske tragen. jw/jiz

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