Coronakrise

Zusammensein trotz Kontaktsperre per App

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Bis zu acht Teilnehmer können mit der Houseparty-App gleichzeitig konferieren.

Plettenberg – In diesen Tagen bleibt viel Zeit für die eigene Familie – mehr aber auch nicht. Ein Treffen mit der Mädelsclique oder die Stammtischrunde mit den Männern – es gab sicherlich in diesen Tagen nichts, was uns mehr fehlt, als der regelmäßige Kontakt zu wichtigen Menschen in unserem Leben.

Den Entwicklern der App Houseparty dürften die letzten Monate jedoch angesichts ihrer Nutzer-Zahlen gefallen haben, denn kaum eine App wurde so oft in der Coronakrise neu geladen wie Houseparty – zumindest unter den jungen Erwachsenen. Houseparty ist ein Videochat per Tablet oder Smartphone mit bis zu acht Personen, zwischenzeitlich kann man während des Chats gemeinsam über den Bildschirm spielen. 

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Die Vorteile der App 

Es handelt sich eigentlich um nichts anderes als die normale Video-Chat-Möglichkeit, die auch Skype oder WhatsApp anbieten, allerdings kann man mit Houseparty mit bis zu acht Personen gleichzeitig chatten und so einen Mädelsabend oder ein spontanes Familientreffen ganz einfach über den Bildschirm organisieren. Mal eben die Neuigkeiten kommunizieren, seinen Familienangehörigen das Neugeborene frisch aus dem Krankenhaus zu präsentieren oder mal kurz im Standesamt live dem Brautpaar die Glückwünsche zu übermitteln – die App lässt viel Raum für kreative Ideen, die vor Corona nur kaum zum Vorschein kamen. 

Die Nachteile der App 

Auch wenn zwar viele Freunde gleichzeitig miteinander sprechen können, ist es auch in Zeiten von Corona nicht gerade einfach, acht Personen gleichzeitig unter einen Hut zu bekommen. Aber auch wenn man es schafft, ein Video-Treffen mit bis zu acht Freunden auf einmal zu organisieren, so ist es schwierig, sich zu unterhalten, geschweige denn zu Wort zu kommen. Am besten übernimmt jemand die Moderatorenrolle, damit nicht alle durcheinanderreden. Mit vier Personen geht das deutlich einfacher als zu acht. Ein weiterer Nachteil ist der extreme Akku-Verbrauch, den die App auch im Stand-By-Modus mit sich bringt. Außerdem wird das Thema Datenschutz nicht gerade großgeschrieben.

 Die App greift automatisch auf die eigenen Kontakte zu und verifiziert und zeigt an, wer sie nutzt. Dementsprechend kann jeder sehen, wer gerade online ist und mit wem telefoniert bzw. in einem Raum chattet. Somit kann sich auch jemand in einen Chat-Raum dazuschalten; diejenigen, die dort schon zusammen sind, müssen dies nicht gesondert zulassen und können diejenigen, die dazustoßen, nicht einfach wieder rauswerfen. Wie bei einer modernen Hausparty eben, da bringt jeder irgendwen mit und es wird zusammen gefeiert. 

Fazit 

Die App ist ein guter Zeitvertreib in diesen Tagen, kommt aber definitiv nicht an das persönliche Treffen heran und die Nutzung wird sicherlich nach dieser Krise wieder zurückgehen. Die Euphorie ist meist an den ersten Tagen groß, ebbt aber von Tag zu Tag ab und vor allem das Chatten mit mehreren Personen gleichzeitig wird erfahrungsgemäß weniger. Es ist dennoch schön, in bestimmten Momenten trotz Coronakrise irgendwie mit dabei und vor allem trotz Distanz vereint zu sein. Das Gemeinschaftsgefühl ist auf jeden Fall da und macht zufrieden. Auch das Gläschen Wein schmeckt in einer Video-Gemeinschaft immer noch besser als allein vor dem Fernseher. Man hat sich halt trotzdem kurz gesehen – auch wenn es nur über den Bildschirm war. Die Trauung per Livechat mitzuverfolgen, zum Geburtstag virtuell anstoßen – all das ist in diesen Tagen noch besonderer als sonst und gerade jetzt tut es gut, die Gemeinschaft zu spüren und zu erfahren, dass alle an einem Strang ziehen und zusammen durch diese ungewöhnliche Phase müssen.

Die App:

Die App Houseparty ermöglicht einen Chat über das Smartphone oder den Laptop/ Computer in Gruppen (bis zu acht Personen) per Videotelefonie.

 Der Nutzer bekommt Nachrichten, wer gerade online ist und kann sich zu bereits telefonierenden Gruppen einfach dazugesellen, es sei denn, es handelt sich um gesperrte Gruppen, zu der nur ausgewählte Personen Zugang haben.

Die App wurde eigentlich schon 2016 entwickelt, der Durchbruch gelang aber erst 2019, als sie schließlich für Android und iOS verfügbar wurde.

 Während der Coronakrise Ende 2019 und 2020 erfuhr sie weltweit ein großes Wachstum und verbreitete sich immer mehr.

Quelle: Wikipedia

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