Positive Entwicklung in Plettenberg

Coronafrei: Dieses Krankenhaus im MK hat keine Covid-Patienten mehr

Das Plettenberger Krankenhaus ist aktuell coronafrei.
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Auf der Intensivstation des Plettenberger Krankenhauses befindet sich mittlerweile kein Corona-Patient mehr.

Die Zahl der Infizierten und die Sieben-Tage-Inzidenz im Märkischen Kreis sind in den vergangenen Wochen deutlich gesunken. Somit hat sich auch die Corona-Lage im Radprax-Krankenhaus entspannt. Bei anderen Erkrankungen beobachtet die heimische Klinik dagegen vermehrt Komplikationen bei Patienten, die aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus trotz Beschwerden zu Hause bleiben.

Plettenberg – Doch erst zur guten Nachricht: Was die Pandemie anbelangt, kann Dr. Andrzej Ploch, Ärztlicher Leiter des Radprax-Krankenhauses, eine äußerst positive Entwicklung mitteilen. „Wir sind seit ein paar Tagen coronafrei“, sagt er. „Wir haben keine Corona-Patienten und auch keine Verdachtsfälle mehr im Haus.“ Das entspreche dem allgemeinen Trend im Märkischen Kreis.

Diese deutliche Entspannung der Corona-Situation im Radprax-Krankenhaus führt Ploch auf die massive Impfkampagne zurück. „85 Prozent des Personals sind schon geimpft“, sagt Ploch.

Hinzu kämen diejenigen Leute, die nicht aufgrund der Impfung vor Corona geschützt sind, sondern weil sie selbst eine Corona-Erkrankung durchgemacht haben.

Die große Impfbereitschaft der Mitarbeiter zeige, dass sie sich verantwortungsbewusst verhielten, um sich selbst und die Patienten zu schützen. „Auch viele Patienten sind schon geimpft“, so Ploch, was ebenfalls zur Entspannung der Lage im Krankenhaus beitrage.

„Daran sieht man, wie wichtig das Impfen ist, um aus der Pandemie wieder herauszukommen“, sagt Ploch. „Wir freuen uns, dass wir die dritte Welle überwunden haben und schauen positiv in die Zukunft.“

Schutzmaßnahmen bleiben bestehen

Die bisherigen Schutzmaßnahmen sollen allerdings erst einmal bestehen bleiben, um Mitarbeiter und Patienten weiter zu schützen. „Wir versuchen langsam in Richtung Normalität zu kommen, aber die Pandemie ist noch nicht vorbei.“

So bleibt die Coronastation im Krankenhaus bestehen, um weiterhin Corona-Patienten und Verdachtsfälle dort aufnehmen und versorgen zu können. Die Maskenpflicht gilt ebenfalls weiter und auch die regelmäßigen Schnelltests der Mitarbeiter, um auf Nummer sicher zu gehen. „Das Personal wird ein- bis zweimal pro Woche getestet, ein Test ist Pflicht, ein weiterer ist freiwillig“, so Ploch. Bei allen Patienten wird bei der Aufnahme ein PCR-Test gemacht sowie während des weiteren Krankenhaus-Aufenthalts alle drei Tage ein weiterer Test. „Wir wollen den Patienten maximale Sicherheit geben“, betont Ploch.

Angestrebt wird auch eine Änderung der Besuchsregeln. „Wir werden am 1. Juni mit dem Gesundheitsamt und den anderen Krankenhäusern im Märkischen Kreis Gespräche führen, denn wir wollen es einheitlich machen“, so der Ärztliche Leiter weiter.

Komplikationen aus Angst vor Corona

Dem positiven Trend bei der Entwicklung der Corona-Infektionen gegenüber steht allerdings eine negative Entwicklung, die Dr. Andrzej Ploch Sorgen bereitet: „Wir beobachten, dass Leute, die Beschwerden haben, damit zu lange zu Hause warten und nicht zum Arzt oder ins Krankenhaus gehen.“

Der Grund sei die Angst vieler Menschen vor einer Ansteckung mit Covid-19. Doch dieses Hinauszögern kann ernste gesundheitliche Folgen haben. „Es ist mit einem großen Risiko von teils schwerwiegenden Komplikationen verbunden“, berichtet Ploch. Dies betreffe sowohl chirurgische als auch internistische Notfälle, mit denen Patienten erst spät in Behandlung begeben.

„Wir haben schon einige Fälle gehabt, bei denen die lange Zeit, die die Patienten zu Hause geblieben sind, Einfluss auf den Behandlungserfolg gehabt hat“, erklärt Dr. Andrzej Ploch und appelliert daher an Patienten, mit der Untersuchung von Beschwerden nicht zu warten: „Es ist immer besser, den Kontakt zum Arzt zu suchen, das ist sehr wichtig.“

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