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Corona und Quarantäne: Angespannte Situation in manchen Kitas

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Von: Johannes Opfermann

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Coronafälle und Quarantäne: Manche Kitas in Plettenberg sind derzeit leerer als gewohnt.  (Symboldbild)
Coronafälle und Quarantäne: Manche Kitas in Plettenberg sind derzeit leerer als gewohnt. (Symboldbild) © Symbolbild: Wiesrecker

Von den allgemein steigenden Infektionszahlen bleiben auch die Kindertageseinrichtungen in Plettenberg nicht verschont. Während manche Kitas sich glücklich schätzen können, dass sie aktuell keine Quarantänefälle haben, sind andere wesentlich stärker betroffen.

Evangelisches Familienzentrum Mittendrin

Plettenberg – 18 Coronafälle bei Kindern und sechs bei Erzieherinnen zählt das Evangelische Familienzentrum Mittendrin; es ist allerdings nicht offiziell geschlossen. Reguläre Betreuung finde allerdings nicht statt, wie Kreissprecher Alexander Bange mitteilt. Nur einige immunisierte Mitarbeiter hätten Bereitschaft, falls doch ein Kind betreut werden müsste. Bis Mittwoch waren noch einzelne Kinder in der Einrichtung, am Donnerstag dann kein einziges, erklärt Sandra Becker, Leiterin des Familienzentrums.

Denn aufgrund der hohen Infektionszahlen erhielt das Familienzentrum die Anweisung, alle nicht vollständig immunisierten Kontaktpersonen in häusliche Quarantäne zu schicken. Stichtag zur Bestimmung, wer noch in Quarantäne muss, war der 12. Januar. Wer davor zuletzt in der Kita war, zum Beispiel am 10. oder 11. Januar, musste nicht offiziell in Quarantäne. Viele Eltern schickten ihre Kinder aufgrund der Situation trotzdem nicht.

Theoretisch hätten die ersten Kinder, die vor dem 12. Januar zuletzt in der Kita waren, schon am Donnerstag wiederkommen können, was in der Praxis aber nicht der Fall war. Sandra Becker rechnet damit, dass am Montag wieder einige Kinder in die Kita zurückkehren werden.

DRK-Familienzentrum Am Saley

„Quarantäne-Fälle gibt es, aber Gruppenschließungen nicht“, teilt Claudia Stahlhacke, Leiterin des DRK-Familienzentrums Am Saley mit. Es gebe mehrere Corona-Fälle bei Kindern. „Es ist noch vereinzelt, wir haben aber auch noch Verdachtsfälle“, so die Kita-Leiterin. „Man merkt aber schon, dass es mehr wird.“ Die Betreuung der Kinder sei allerdings noch gewährleistet und man hoffe, dass dies auch so bleibt.

Die Kinder müssen sich dreimal in der Woche testen und die Eltern den negativen Test per Unterschrift bestätigen. „Manche Kinder sind auch zuhause, weil ihre Eltern das Risiko einer Ansteckung nicht eingehen wollen“, erklärt Stahlhacke.

Städtische Kitas

Was die städtischen Kitas und Familienzentren angeht, sei man bisher noch verschont geblieben, sagt Jugendamtsleiter Michael Schröder. „Wir haben – toi, toi, toi – keine großen Belastungen durch Corona.“ Es sei bekannt gewesen, dass nach den Ferien Kinder in die Einrichtungen zurückgekehrt wären, deren Angehörige Corona-Symptome hatten. Aber diese Kinder seien nach entsprechenden Tests direkt zuhause geblieben und nicht in die Einrichtungen geschickt worden. Vereinzelt würden Mitarbeiter fehlen, die ihre eigenen schulpflichtigen Kinder zuhause betreuen müssten, wenn diese aufgrund der Ergebnisse von Pooltestungen zuhause bleiben müssten, so Schröder.

Anordnungen zu Gruppenschließungen und Quarantäne gibt es in den städtischen Kitas momentan nicht, sagt der Jugendamtsleiter; er betont aber, dass die Lage sich schnell ändern könne.

Kita St. Laurentius

In der katholischen Kita St. Laurentius sei die Lage noch ruhig, berichtet Leiterin Karin Florath. Eine Kollegin, die sich in Quarantäne befunden habe, kehre am Montag zurück. Sorgen bereitet die Corona-Situation aber trotzdem. „Man hat das Gefühl, dass es näher an einen heranrückt“, so Florath.

An den Schulen gebe es immer wieder positive Tests in den Pool-Testungen, bei denen man warten müsse, ob auch Geschwisterkinder von Kita-Kindern betroffen sind. Die Kindertagesstätte selbst treffe alle nötigen Schutzvorkehrungen, unter anderem mindestens drei Testnachweise in der Woche.

Kita Junior

Glücklich schätzen könnten sich auch die Junior-Kitas in Ohle und Köbbinghausen. „Aktuell haben wir keine Schließungen aufgrund von Corona und auch keine Beeinträchtigung der Betreuung“, teilt Geschäftsführer Thomas Junior mit, betont aber, dass solch eine Aussage nur für den Moment gelte. Froh ist er darüber, dass die Kitas in der Vergangenheit zwar auch vereinzelt Corona-Fälle gemeldet hätten, aber bisher noch nicht schließen mussten.

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