Hallenbäder geschlossen

Corona bremst die Schwimmer der DLRG

Die Schließung von Hallenbädern stellt DLRG vor Probleme.
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Die coronabedingte Schließung von Hallenbädern stellt auch die Rettungsschwimmer der DLRG vor Probleme (hier ein Archivfoto der DLRG Herscheid): Diese können erst wieder trainieren, wenn zum Beispiel das Wasser der Oestertalsperre wieder warm genug ist.

Für das Schwimmen unter freiem Himmel ist es den meisten derzeit zu kalt und die Hallenbäder sind wegen Corona geschlossen. Dann bleibt man eben an Land, könnte man sagen. Kritisch ist die Situation für die, die im Notfall bei Wasserunfällen helfen wollen.

Plettenberg – Sven Geistert, der Vorsitzende der Plettenberger Ortsgruppe der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), sieht die Lage kritisch. Die Plettenberger betreffen die Pandemie-Auswirkungen vor allem bei den Kursen für die Schwimmfortbildung. Wie wichtig diese sind, betont Geistert anhand eines Beispiels: „Hier ist es in etwa so wie beim Autofahren. Der Führerschein macht noch keinen guten Autofahrer aus. Auch bei uns müssen die anfänglichen Fähigkeiten weiter entwickelt und vertieft werden, um dann im See oder Meer auch sicher schwimmen zu können.“

Diese Aufgabe sei deshalb so wichtig, weil das Schwimmen in den Schulen oft nicht mehr oder nur noch kurzzeitig gelehrt werde. „Deutschlandweit schließen immer mehr Schwimmbäder“, betont Geistert.

Angespannt könnte die Lage in Plettenberg im Sommer werden. Schon im vergangenen Jahr haben die DLRG-Verantwortlichen deutlich mehr Besucher an der Oestertalsperre registriert, gut möglich, dass sich dieser Trend je nach Corona-Entwicklung in wenigen Monaten wiederholt oder sogar noch verstärkt. An den Wochenenden hat die DLRG-Ortsgruppe stets für einen Wachdienst gesorgt.

Und während immer mehr Besucher kommen, „haben unsere ehrenamtlichen Helfer Probleme, diesen Wachdienst zu bestreiten“, erklärt Geistert, der aber versichert, dass die Ortsgruppe wieder versuchen werde, trotz aller Umstände an den Ferienwochenenden und je nach Wetterlage bis in den September hinein einen Wachdienst zu stellen, um das Schwimmen in der Oestertalsperre abzusichern – „je nachdem, was die Corona-Regeln in NRW zulassen und unsere Helfer in ihrer Freizeit stemmen können“, so Geistert.

Sollten Hallenbäder weiterhin geschlossen bleiben, soll für den Rettungsdienst trotzdem trainiert werden. Das hat auch im letzten Sommer funktioniert. „Dann haben wir eben in der Oestertalsperre trainiert“, erklärt Geistert. Aber bis hier die Übungsstunden wieder beginnen, müsste es erstmal ein paar Grad wärmer werden...

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