Ärztemangel in Plettenberg

Petition gestartet: Hilferuf der Kinderärzte

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Michael Achenbach (rechts) möchte seinen Job so gut wie möglich machen, dennoch braucht er dringend Unterstützung.

Plettenberg – Der Ärztemangel hat auch in Plettenberg enorme Auswirkungen. Das Thema ist bei Weitem nicht neu, aber unglücklicherweise immer noch hochaktuell. „Das Problem ist, dass sich nichts ändert“, ist der Kinderarzt Michael Achenbach sauer.

Seine Praxis platzt täglich aus allen Nähten und er bekommt keine Unterstützung, da sich kein weiterer Kinderarzt in Plettenberg niederlassen möchte. Deshalb appelliert der heimische Mediziner jetzt an die Plettenberger, die bundesweite Petition zu unterschreiben, um politische Hilfe einzufordern. Die Petition wurde am 2. Januar veröffentlicht und kann online mitgezeichnet werden. 

Die Forderung: Der Deutsche Bundestag möge zeitnah Reformen diskutieren und beschließen, die die Benachteiligung von Kindern und Jugendlichen in der medizinischen Versorgung beenden und sicherstellen. Die medizinische und pflegerische Betreuung von Kindern und Jugendlichen solle den Vorgaben der UN-Kinderrechtskonvention gerecht werden.

 „Ich kann mittlerweile keine Patienten mehr aufnehmen und auch die anderen Kinderärzte in der Umgebung sind maßlos überlastet. Wo soll das denn hinführen?“, ist der heimische Mediziner Michael Achenbach verzweifelt. Kinder seien unsere Zukunft – aber gerade die seien es auch, die unter dem Ärztemangel leiden würden, stellt Achenbach klar. Deshalb setzt er sich schon seit Jahren dafür ein, dass den Medizinern Gehör geschenkt wird. 

In der Petitions-Begründung heißt es wörtlich: „Wir erleben jeden Tag, dass Eltern aufgrund einer verfehlten Bedarfsplanung keine Kinder- und Jugendärzte mehr finden oder nicht selten wochenlang auf einen Termin warten müssen. Die Versorgungsqualität in den Kinder- und Jugendarztpraxen, Kliniken für Kinder- und Jugendmedizin sowie im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie und der Kinderchirurgie ist akut gefährdet. 

Deswegen fordern wir den Gesetzgeber auf, zeitnah Maßnahmen zu ergreifen, die Benachteiligung von Kindern und Jugendlichen beim Zugang zur medizinischen Versorgung zu beenden.“ Dabei sollten vor allem folgende Punkte und Forderungen umgesetzt werden: Unter anderem wird dazu aufgefordert, dass es mehr Studienplätze in der Humanmedizin geben soll, eine bedarfsgerechte Kinderkrankenpflege gesichert ist und mehr Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst eingesetzt werden. Der Plettenberger Michael Achenbach appelliert nicht nur an alle Eltern, sondern an alle Plettenberger, die Petition zu unterschreiben: „Bitte helfen Sie, dass sich etwas tut – davon profitieren schließlich alle!“

Hier finden Sie die Petition

Und hier weitere Infos zur Petition

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