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Bis zu zehn Mitarbeiter ständig in Quarantäne: Corona hält Krankenhaus weiter auf Trab

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Von: Johannes Opfermann

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Die meisten Corona-positiven Patienten kommen eigentlich aus anderen Gründen ins Plettenberger Radprax-Krankenhaus.
Die meisten Corona-positiven Patienten kommen eigentlich aus anderen Gründen ins Plettenberger Radprax-Krankenhaus. © Schulz, Sebastian

Auch wenn viele Corona-Beschränkungen inzwischen aufgehoben wurden, ist die Pandemie damit nicht verschwunden. Die Infektionszahlen sind weiterhin hoch. Im Plettenberger radprax-Krankenhaus gibt es auch immer wieder Corona-Fälle bei Patienten und Mitarbeitern.

Plettenberg – „Im Moment haben wir sechs Corona-Patienten, aber keiner davon ist intensivpflichtig erkrankt“, berichtet Dr. Andrzej Ploch, Ärztlicher Direktor im radprax-Krankenhaus, über die aktuelle Lage. Der Anteil der Patienten, bei denen eine Corona-Infektion der Hauptgrund für die Einlieferung ins Krankenhaus ist, liege in den vergangenen drei bis vier Wochen in etwa bei 20 Prozent, schätzt Ploch. Es sind zum größten Teil ältere Patienten oder solche mit Vorerkrankungen. In den meisten Fällen müssten die Patienten aber nicht auf der Intensivstation behandelt werden.

Weiterhin sei es so, dass der überwiegende Teil der Corona-positiven Patienten aus anderen Gründen in die Klinik kommt, die Infektion sei dann ein Zufallsbefund.

„Bei Notfällen, die operiert werden müssen, nehmen wir die Patienten trotzdem auf,“ erklärt Ploch. Kommen die Patienten hingegen wegen geplanter Operationen ins Krankenhaus und würden dann positiv getestet, verschiebe man den Eingriff.

Zehn Mitarbeiter in Quarantäne

Insgesamt kämen wieder mehr Patienten ins Krankenhaus oder planen, jetzt Eingriffe vornehmen zu lassen. Zwar sei bekannt, dass die Omikron-Variante sehr ansteckend ist, aber schwere oder gar tödliche Verläufe sehr selten sind. Außerdem gehen die Menschen davon aus, dass wie in den Vorjahren zum Sommer hin das Infektionsgeschehen schwächer wird. „Wir sind gut belegt und merken, dass wieder wesentlich mehr Patienten das Krankenhaus in Anspruch nehmen“, sagt Ploch.

Neben den Patienten betrifft Corona leider auch die Mitarbeiter. Auch wenn die Zahl der vollständig Geimpften mit 98 Prozent relativ hoch liegt, befinden sich immer einige Mitarbeiter in Quarantäne. „Es ist sehr wechselhaft, aber bis zu zehn Mitarbeiter befinden sich fast immer in Quarantäne“, erklärt Ploch. In 70 bis 80 Prozent der Fälle könne man die Ansteckungen klar auf den privaten Bereich zurückführen. Im Plettenberger Krankenhaus hält man weiter an allen Schutzmaßnahmen strikt fest, auch bei Besuchen gilt weiterhin die 2G-plus-Regelung.

Nächste Impfaktion nur mit Biontech

Die fehlenden Mitarbeiter machten sich zwar bemerkbar, so Ploch. „Die Versorgung der Patienten ist aber immer zu 100 Prozent gewährleistet.“ Dadurch, dass vor geraumer Zeit wegen Corona eine Station geschlossen wurde, verfüge man über gewisse Reserven und könne Pflegekräfte zwischen den Stationen verschieben.

Leider ist die Nachfrage bei Impfungen in letzter Zeit schwächer geworden. Trotzdem findet am Dienstag, 12. April, wieder von 14.30 bis 16.30 Uhr eine Impfaktion am radprax-Krankenhaus stattfinden.

Interessierte können sich per Mail bei scolak@radprax.de anmelden. Bitte geben Sie hier folgendes an: Name, Geburtsdatum, eine Telefonnummer sowie die Angabe zu den bisherigen Impfungen oder zum Genesenenstatus.

Zur Impfung mitzubringen sind Personalausweis, Impfausweis und gegebenenfalls der ausgefüllte Anamnesebogen. Dieser kann auf der Internetseite www.stiko.de heruntergeladen werden. Verimpft wird nur der Impfstoff Biontech, da laut Ploch die Nachfrage nach Moderna sowie dem Totimpfstoff Novavax zu gering sei und wahrscheinlich wegen zu weniger Impflinge dann nicht genutzter Impfstoff weggeworfen werden müsse.

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