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„Babbo Natale“ auf der Vespa: Plettenberger verteilen Nikolaustüten an Kinder

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Von: Johannes Opfermann

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Der Vespa-Club Plettenberg plant eine Nikolausfahrt: Am 4. oder 5. Dezember – das Datum steht noch nicht endgültig fest – werden Tommaso Catalano (von links), Mike Dinter und Emanuele Catalano mit ihren Clubkollegen in Plettenberg Schokonikoläuse an Kinder verteilen.
Der Vespa-Club Plettenberg plant eine Nikolausfahrt: Am 4. oder 5. Dezember – das Datum steht noch nicht endgültig fest – werden Tommaso Catalano (von links), Mike Dinter und Emanuele Catalano mit ihren Clubkollegen in Plettenberg Schokonikoläuse an Kinder verteilen. © Opfermann

Rentierschlitten war gestern. In diesem Jahr kommt der Nikolaus motorisiert in die Vier-Täler-Stadt. Denn die Mitglieder des Vespa-Clubs Plettenberg wollen – natürlich in passender Verkleidung – Schokonikoläuse verteilen.

Plettenberg – „Ich hab viele lustige Ideen“, sagt Tommaso Catalano vom Vespa-Club Plettenberg. „Bei der Spendenfahrt im August kam mir die Idee, eine Nikolausfahrt zu machen.“ Anfang August hatte der Vespa-Club eine große Spendenfahrt durch Plettenberg und weiter zum Sorpesee veranstaltet. Die Aktion zugunsten des Vereins „Strahlemaennchen.de – Herzenswünsche für krebskranke Kinder e.V.“ war ein voller Erfolg. Gut 100 Teilnehmer waren mit ihrer Vespa und anderen motorisierten Fahrzeugen dabei und kamen zum Teil von weit her.

Die Nikolausfahrt soll allerdings eine Nummer kleiner ausfallen und ist nur als Aktion der Vereinsmitglieder, also mit etwa zehn Fahrern angedacht, erklärt Catalano. „Wir möchten einfach Kindern eine Freude machen und, weil wir ja alle Plettenberger sind, diesmal speziell den Plettenberger Kindern.“

Anonymer Spender sponsert Tüten

Mit im Boot ist ein Kneipenbesitzer aus der Vier-Täler-Stadt, der allerdings anonym bleiben möchte. Er hat für die Nikolausfahrt 100 Tüten gespendet, die jeweils einen Schokonikolaus und noch ein paar Schokoladenkugeln enthalten werden. 100 weitere Schokonikoläuse steuern Emanuele Catalano und Tim Allenstein von der Firma CA Großhandel bei und noch einmal 50 hat der Vespa-Club besorgt. Alles zusammen soll dann auf einer Rundfahrt durch Plettenberg verteilt werden. „Wir fahren querbeet durch die Stadt“, so Catalano.

Stattfinden soll die Fahrt kurz vor Nikolaus, entweder am 4. oder 5. Dezember, je nach Wetterlage, sagt Catalano. An welchem Tag letztendlich gestartet wird, soll sich also kurz vorher entscheiden. „Es soll so ablaufen, dass die Leute während unserer Fahrt Zeit haben, uns zu suchen und zu finden“, sagt Catalano. „Sie können uns dann zuwinken und dann bekommen die Kinder eine Nikolaustüte.“

Verkleidet als „Babbo Natale“

Die passende Aufmachung darf dabei nicht fehlen. „Wir verkleiden uns auf unserer Vespa natürlich als Nikolaus“, sagt Catalano. Dabei wird in Italien am 6. Dezember kein Nikolaus gefeiert, erklärt er. Die Rolle, die guten Kinder zu beschenken und die bösen zu bestrafen, hat dort traditionell Befana, eine Hexe. Die fliegt aber erst am 6. Januar von Haus zu Haus. Darum verkleiden sich die Plettenberger Vespa-Fans zu ihrer Nikolausfahrt auch nicht als Hexen, sondern als „Babbo Natale“ – so der italienische Name des Weihnachtsmanns – was Nikolaus am nächsten kommt. Auch die Vespas sollen geschmückt werden.

„Wir haben uns kleine Lichterketten besorgt, mit denen wir unsere Vespas verschönern wollen“, sagt Catalano. Doch es müsse mit der Stadt noch geklärt werden, ob dies möglich sei und die Vespas so gefahren werden dürften. Sollte das Wetter am 4. oder 5. Dezember keine Fahrt zulassen, werde man sie am überdachten Eingang der Schützenhalle verteilen. Klar ist aber schon, das auch der Verein Strahlemännchen etwas von der Fahrt haben soll. „Was nach der Fahrt übrig bleibt, bringen wir dann ins Rabaukenland – das Feriendorf des Vereins.“

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