Warum die Schulbus-Situation problematisch ist

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ASG-Direktorin Elisabeth Minner sieht die Corona-Vorgaben an ihrer Schule gut umgesetzt. Problematischer sei allerdings die Situation an den Schulbussen.

Plettenberg – An der größten Plettenberger Schule – dem Albert-Schweitzer-Gymnasium (ASG) in Böddinghausen – hat Direktorin Elisabeth Minner die Corona-Situation bisher gut bewältigt.

Im Gespräch mit Georg Dickopf äußert sie sich zur aktuellen Situation.

Frau Minner, seit wann gibt es die Möglichkeit der Online-Krankmeldung und werden Sie dies auch nach Corona beibehalten?

Wir praktizieren diesen Weg über die Online-Krankmeldung schon seit mehreren Jahren unabhängig von der aktuellen Corona-Situation, weil der Zugriff auch für die Eltern einfacher ist und es zudem den organisatorischen Ablauf in der Verwaltung und morgens vor Schulbeginn erleichtert. Selbstverständlich ist auch weiter eine Krankmeldung per Telefon möglich, aber die Online-Variante wird zunehmend stärker genutzt. Sollten wir als Schule Nachfragen zur Krankheitsmeldung haben, fragen wir auch unsererseits bei den Eltern nach. 

Wie erst nehmen die Schüler die Maskenpflicht?

 Die Schülerinnen und Schüler nehmen die Maskenpflicht im Schulgebäude und auf dem Schulgelände wirklich ernst und gehen damit auch diszipliniert um. In den Pausen (draußen) werden die Masken während der Frühstückspausen logischerweise abgenommen und da muss auch mal der ein oder andere Schüler anschließend erinnert werden. Das sind aber Einzelfälle. Etwas anders gestaltet sich die Situation am Busbahnhof. Dort kommen Schülerinnen und Schüler aller Schulen zusammen und es ist nicht gegeben, dass sich alle an die Pflicht halten. Durch Ansprache lässt sich aber auch dort nachsteuern. Die Bussituation bleibt aber ein eigenes, nicht unproblematisches Thema, weil dort die „bunte Mischung“ aller Schülerinnen und Schüler stattfindet und Abstände nicht immer gewährleistet sind.

Wie gut klappt die Umsetzung der Vorgaben bisher am ASG? 

In der Schule setzen wir die Hygienemaßnahmen entsprechend um. Wir sind zudem froh, dass es mit entsprechendem Aufwand auch gelingt, den Mensabetrieb durchzuführen, damit gerade die Schülerinnen und Schüler, die die Hausaufgabenbetreuung besuchen, auch versorgt werden. 

Wie beurteilen Sie die aktuellen Planungen für die Schulen, die erst ab Klasse 8 geteilte Gruppen vorsehen

Sicherlich wäre es für die Schulen einfacher, wenn es Lösungen für einen versetzten Schulanfang oder auch für geteilte Gruppen gäbe, weil dann nicht gleichzeitig so viele Personen im Haus oder in den einzelnen Klassen wären. Allerdings müssten diese Lösungen auch immer unter der Frage der Ressourcen der Kollegien geklärt werden. 

Wie wollen Sie neuen Vorgaben an Ihrer Schule umsetzen?

Wir müssen jetzt erst einmal abwarten, was uns das Schulministerium an Ausführungsbestimmungen zusendet. Bislang haben wir diese noch nicht bekommen. Ansonsten sind wir sehr gut in der Organisation und können Dinge sehr schnell umsetzen. Sorgen bereiten mir vor allem die Schüler der Q2, die im nächsten Jahr vor den Abiturprüfungen stehen und schon bei der ersten Corona-Welle durch Schulausfall betroffen waren. Eine Entzerrung des Unterrichtes in Kombination mit Homeschooling sehe ich problematisch, weil uns die die nötige Anzahl an digitalen Endgeräten fehlt und nicht alle Schüler zuhause über einen entsprechenden Internetanschluss verfügen. 

Wie beurteilen Sie allgemein die Situation am ASG? 

Bei allen vorgegebenen Maßnahmen ist es unser erklärtes Ziel, soweit es geht, Normalität zu ermöglichen, auch wenn die kreativen und sozialen Elemente des schulischen Lebens im Moment leider bedingt durch die Regelungen eingeschränkt sind.

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