Revision kostete 800.000 Euro

AquaMagis nimmt nach fünfwöchiger Pause den Betrieb wieder auf - und erhöht die Eintrittspreise

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Fünf Wochen dauerte die Revision des Schwimmbads.

Plettenberg – Nachdem das AquaMagis in den vergangenen fünf Wochen für umfangreiche Sanierungsarbeiten geschlossen war, beginnt das Bad am Freitag wieder seinen Betrieb. Dabei müssen sich die Badegäste auf höhere Eintrittspreise einstellen.

Die Arbeiten sind abgeschlossen, die Becken sind größtenteils vollgelaufen, das Wasser muss aber noch einmal gereinigt werden, bevor der Schwimmbetrieb losgeht. Auch geputzt werden muss noch einmal, nachdem die Sanierung wortwörtlich viel Staub aufgewirbelt hat. Der ambitionierte Plan, das AquaMagis in einem relativ kurzen Zeitfenster zu renovieren, ist damit aufgegangen.

Dr. Uwe Allmann sprüht im Gespräch mit der Redaktion nur so vor Vorfreude und Euphorie. „Das Team hat echt super gearbeitet und es gut hingekriegt – darauf kann man stolz sein“, sagt AquaMagis-Geschäftsführer Dr. Uwe Allmann. 800.000 Euro wurden investiert. Unter anderem wurden dabei 1400 Quadratmeter Fliesen ausgetauscht. Diese Arbeiten seien erst am vergangenen Samstag abgeschlossen worden. „Dass wir das in viereinhalb Wochen schaffen, hat keiner geglaubt.“

Zufrieden mit dem Ergebnis

Besonders zufrieden ist Allmann mit dem Wellenbecken. „Das Becken ist sensationell geworden“, sagt er. Trotz der beigen Fliesen gebe es durch die Reflektion einen leichten Grünschimmer. Allmann ist hin und weg: „Das ist mega – so schön hatte ich es mir nicht vorgestellt.“

Sehr zufrieden mit der Revision ist AquaMagis-Geschäftsführer Dr. Uwe Allmann.

In den Sole- und Saunabereichen wurden die Schäden durch Chlor und Salzwasser, beseitigt. „Es war eine Mörderarbeit, die Decken fertig zu machen“, sagt Allmann. Es gelang auch, einen Schaden im Erlebnisfluss zu beheben, der erst während der Arbeiten aufgefallen war. Durch eine Beschädigung der Bodenfolie hatten sich darunter ein bis zwei Kubikmeter Wasser gesammelt. Die wahrscheinliche Entstehung des Schadens ärgert Allmann dabei besonders: „Da muss jemand mit einem Messer oder etwas anderem gezielt den Boden aufgeschnitten haben.“ Doch auch dieser Schaden konnte behoben werden: „Es wurde eine Kernbohrung gemacht, um das Wasser herauszupumpen.“

Letzter Test für die Rutschen

Bei den Rutschen wurde der Fallstart von einer Spezialfirma erneuert und dabei unter anderem die Federn ausgetauscht. Auch alle Rutschen wurden gewartet. „Bei der orangenen Stehrutsche war der Boden stumpf geworden und musste aufpoliert werden, sodass man jetzt wieder schnell herunterrutschen kann.“ Ob auch wirklich alle Gefahrenquellen in den Rutschen beseitigt wurden, überprüfen die Schwimmmeister am Donnerstag bei einem letzten Test. „Es müssen oder dürfen alle Schwimmmeister rutschen“, sagt Allmann.

In den Tagen vor Wiedereröffnung zeigten sich allerdings auch ein paar neue Probleme. So wurde zwar für 150 000 Euro der komplette Hubboden im Schwimmerbecken erneuert, bei Wiederinbetriebnahme zeigte sich aber ein Schaden an dessen Antrieb. Das müsse zu einem späteren Zeitpunkt behoben werden, erklärte Allmann, auf den Badebetrieb wirke sich das nicht aus. Man rechne damit, dass sie noch an manchen Stellen nicht reibungslos läuft. „Es kann immer sein, dass die ein oder andere Pumpe, die sonst 365 Tage im Jahr arbeitet, kaputtgeht, wenn man sie nach einer fünfwöchigen Pause wieder in Betrieb nimmt.“

An den ersten – erfahrungsgemäß noch nicht ganz so umsatzstarken – Tagen vor Weihnachten könne man noch da, wo es hakt, nachjustieren, sagt Allmann. Nach dem sanften Einstieg warten dann nämlich vom 27. bis 31. Dezember wieder die traditionell besucherstärksten Tage aufs AquaMagis: „Da müssen wir dann funktionieren.“

Die Eintrittspreise wurden angehoben.

Die Eintrittspreise

Die Eintrittspreise werden über die gesamte Bandbreite 50 Cent teurer, bei den Familientarifen steigt der Preis um einen Euro. Eine Tageskarte für einen Erwachsenen kostet dann zum Beispiel im Normaltarif 20 Euro, für Kinder zwischen 3 und 16 Jahren sind es 17 Euro; im Spartarif in der Woche kosten die Tageskarten 18 und 15 Euro. Die 3-Stunden-Karte kostet für Erwachsene 17 und für Kinder 14 Euro (Spartarif: 15 und 12 Euro). Die Tageskarten für Familien (2 Erwachsene, 1 Kind) kostet an allen Tagen 53 Euro, die 3-Stunden-Karte 43 Euro, plus 13 Euro für jedes weitere Kind. Der Tarif Sportbad/Sprinten für anderthalb Stunden zahlt man künftig 3,50 Euro. Neu oder überarbeitet sind diverse Spezialtarife, zum Beispiel montags für Schüler und Studenten, dienstags für Sparfüchse, mittwochs für Kinder und donnerstags für Senioren.

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