Motorenlärm durch Tuning-Szene

Kann der Plettenberger Maiplatz für den Verkehr gesperrt werden?

Den Maiplatz für den Straßenverkehr sperren? Geht es nach vielen Anwohnern der Innenstadt, wäre dies wünschenswert. Schließlich würden vor allem abends und nachts die Motoren hier immer wieder aufheulen.
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Den Maiplatz für den Straßenverkehr sperren? Geht es nach vielen Anwohnern der Innenstadt, wäre dies wünschenswert. Schließlich würden vor allem abends und nachts die Motoren hier immer wieder aufheulen.

Lautes Aufheulen von Motoren, deutlich überhöhte Geschwindigkeiten selbst in den ausgewiesenen 30 km/h-Zonen – und das vor allem in den Abend- und Nachtstunden, wobei die Wochenenden von den Rasern bevorzugt werden. Viele Anwohner der Innenstadt haben es satt.

Plettenberg – Und so verwundert es auch nicht, dass manche Bürger eine Sperrung des Maiplatzes für den Verkehr fordern. Die Idee der Sperrung wurde bereits im vergangenen Jahr andiskutiert, so erinnerte sich sofort Bürgermeister Ulrich Schulte im Gespräch mit unserer Zeitung. Denn nicht nur die Anwohner des Maiplatzes haben genug vom sogenannten Car-Posing (Zurschaustellung von Pkw).

Auch Anlieger der Offenbornstraße, des Lindengrabens, der Grünestraße, des Umlaufes, der Kaiserstraße und des Grafwegs haben der Redaktion von vor allem abendlichem Motorenlärm berichtet. So scheint die Innenstadt bei Rasern und Tuning-Fans besonders beliebt zu sein – obwohl dafür ein Bußgeld droht (20 bis 100 Euro).

Vielfach wurde an den Fahrzeugen auch noch unzulässig manipuliert, was den Lärmpegel erheblich ansteigen lässt. Die Thematik ist Bürgermeister Schulte nicht neu: „Bei den regelmäßigen Treffen mit unserem Wachleiter Wolfgang Klein stehen dieses Rasen und die damit verbundene Lärmbelästigung immer ganz oben an. Unsere Polizeiwache verfügt sogar über ein Schallpegelmessgerät, mit dem der Motorenlärm festgestellt werden kann.“ Aber anscheinend seien diese Auto-Poser gut vernetzt. Geht einer von ihnen der Polizei ins Netz, herrsche erstmal schlagartig Ruhe.

„Eine Sperrung des Maiplatzes muss jedoch mit allen Konsequenzen durchdacht werden“, mahnt das Stadtoberhaupt. „Eine Sperrung bedeutet, dass der Umlauf zur Sackgasse würde. Die Einrichtung eines Wendehammers ist wegen der räumlichen Enge direkt vor dem Maiplatz nicht möglich.“

Dass der Maiplatz nur noch vom ÖPNV, Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst befahrbar sein soll, ist aber noch nicht vom Tisch. Bürgermeister Schulte regte an, das Thema beim Bürgerforum zu besprechen: „Das passt gut in die Planung zur anstehenden Umgestaltung des Maiplatzes.“

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