Club möchte Fahrradfahren fördern

ADFC-Mitglieder möchten Ortsgruppe in Plettenberg gründen

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ADFC-Mitglieder aus Plettenberg, darunter Sebastian Rittner, möchten eine eigene Ortsgruppe gründen.

Plettenberg – Um sich gezielter dafür einsetzen zu können, dass das Radfahren in der Vier-Täler-Stadt angenehmer wird, möchten Plettenberger Mitglieder des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) eine eigene Ortsgruppe gründen.

Dazu treffen sich am Samstag, 25. Januar, radbegeisterte Menschen im Café K16, um weitere Planungen zu besprechen. Alle Fahrrad-Interessierten sind herzlich eingeladen, teilt Martin Isbruch, Kreisvorsitzenden des ADFC MK, mit. Er freut sich auf den Abend: „Auch in Plettenberg möchten die Menschen mehr und häufiger Rad fahren. Es ist an uns Radfahrenden, für unsere Interessen einzutreten – gerade auch im Jahr der Kommunalwahl. Gemeinsam sind wir stark.“

Isbruch wird bei der Veranstaltung zunächst über die Arbeit des ADFC informieren, bevor Zeit zum Austausch über die Herausforderungen und Planungen vor Ort bleibt. „Natürlich fahren ADFC’ler auch gemeinsame Touren, der Spaß am Radfahren kommt nicht zu kurz. Aber wir bieten auch Service für Radfahrende und mischen uns bei Politik und Verwaltung ein, damit es voran geht“, meint der Kreisvorsitzende.

Sebastian Rittner gehört zur Gruppe der circa 15 Plettenberger ADFC-Mitglieder, von denen die Initiative zur Gründung ausging. „Wir wollen das Fahrradfahren als solches fördern“, sagt er. Es gehe darum, Dinge anzuschieben und bei geplanten Projekten nachzuhalten, dass auch tatsächlich etwas gemacht wird und Termine eingehalten werden. „Der Lenneradweg ist hier ein schönes Beispiel – da haben wir gesehen, dass 20 Jahre nichts geschehen ist.“

"Katastrophale Lücken" im Radwegenetz

Dabei sei die Radwegsituation in Plettenberg gar nicht so schlecht: „Die Radwege, die es gibt, sind richtig gut, aber es gibt katastrophale Lücken.“ Sei man mit dem Rad etwa in Richtung Hüinghausen unterwegs, fehle ein Stück Radweg, gerade wenn man mit Kindern unterwegs sei. Lücken gibt es ebenso am Radweg an der Lenne. „Nach Pasel entlang der Lenne ist es wunderbar, aber weiter in Richtung Lennestadt ist es katastrophal“, stellt Rittner fest.

Ähnlich sieht es in Richtung Werdohl aus. Dort sei der Radweg zunächst gut ausgebaut. „Bis Roller geht es wunderbar, dann ist es lebensgefährlich“, sagt Rittner. Dabei fehle dort nur ein kleines Stück bis zur Brücke über die Lenne vor Kettling, mit der man wieder auf einen Radweg kommt.

Bezüglich der noch abzustimmenden Trassenführung – ob neben der B 236, an der Lenne oder irgendwo dazwischen – ist Rittner ganz klar für einen Radweg direkt am Fluss. Dass ein Radweg nah am Wasser häufig überflutet würde, ließe sich vermeiden, indem dieser 30 Zentimeter höher gebaut werde. Dann würde er nur noch in seltenen Fällen überschwemmt. „Wenn die Lenne dann zweimal im Jahr den Radweg überflutet, fährt eh keiner Rad bei so lausigem Wetter“, meint Rittner.

Nicht nur bei Radwegen selbst, sondern auch bei der Beschilderung von Routen sieht Rittner noch Verbesserungspotenzial. „Was in Plettenberg toll ist: Es gibt einen Haufen Mountainbike-Radwege. Die sind nur alle nicht ausgeschildert.“ Auch Strecken für lange Radtouren, etwa bis zur Versetalsperre, seien nicht ausgewiesen.

Rittner betont aber, dass es ihm und den anderen ADFC-Aktiven nicht darum geht, mit den Verwaltungen in Plettenberg und gegebenenfalls auch den Nachbarstädten einen Streit zu beginnen, sondern wichtige Projekte in guter Zusammenarbeit voranzutreiben.

In diesem Jahr wolle man, abgesehen von der Gründung selbst, noch ein bis zu zwei Veranstaltungen machen, bei denen es sich beispielsweise um Touren für Familien, eine E-Bike-Tour oder auch eine Fahrraddemo handeln könne, sagt Rittner. Außerdem wird der ADFC auch beim Fahrradkauf eine fachliche Beratung unabhängig von Fahrradhändlern anbieten.

Termin

Die Gründung einer ADFC-Ortsgruppe findet am Samstag, 25. Januar, ab 18 Uhr im Café K16, Kirchstraße 16 (an der Christuskirche) statt.

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