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Abschluss an der Zeppelinschule: „Ihr seid für mich alle Champions“

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Von: Johannes Opfermann

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42 Schülerinnen und Schüler der Zepplinschule feierten am Freitag ihren Abschluss. Der Jahrgang hatte sich das Motto „Die Champions räumen das Feld!“ ausgewählt.
42 Schülerinnen und Schüler der Zeppelinschule feierten am Freitag ihren Abschluss. Der Jahrgang hatte sich das Motto „Die Champions räumen das Feld!“ ausgewählt. © Opfermann, Johannes

Die Zeppelinschule verabschiedete am Freitagvormittag ihren zehnten Jahrgang. 42 Schülerinnen und Schüler verlassen die Schule mit einem Abschluss, und das nach einer durch Corona alles andere als einfachen Zeit.

Plettenberg – Schon die Einlaufmusik „Eye of the Tiger“ passte zum Motto, das sich der Abschlussjahrgang gegeben hatte: „Die Champions räumen das Feld!“ Nachdem alle ihre Zeugnisse und passend zum Thema auch eine kleine Medaille erhalten hatten, kamen noch einmal alle Schüler zusammen auf die Bühne. Zu „We are the Champions“ ließen sie sich feiern und feierten auch sich selbst. Und das zurecht, wie die Redner an diesem Vormittag in der Böddinghauser Aula befanden.

„Ihr habt es vielleicht noch mehr verdient als die anderen Jahrgänge vor euch, denn ihr habt es durch Corona noch schwieriger gehabt“, brachte es Karin Gabriel, die erst vor einem Jahr die Klasse 10a übernommen hatte, in ihrem Schlusswort auf den Punkt. Mit ein paar Notizen ihrer Vorgängerinnen Mechthild Sondermann und Almut Müller erinnerte sie an die Schulzeit ihrer Zehner, an Ausflüge und die Klassenfahrt an den Sorpesee. Auch Dia-Shows zeigten Fotos aus sechs Jahren an der Zeppelinschule, die manchen in Erinnerungen schwelgen ließen.

Emotionale Abschiedsworte

Für Larissa Karl, die ihre 10b die ganzen sechs Jahre begleitet hatte, war der Abschied von den Schülern eine besonders emotionale Angelegenheit. Sie griff das Motto des Abschlussjahrgangs auf und versicherte den Schülern: „Ihr seid für mich alle Champions.“ Wie eine Mannschaft habe die Klasse sechs Jahre zusammengearbeitet, mit ihr als harter Trainerin, aber auch – zusammen mit den anderen Lehrern – einem Riesen-Fanclub. In der Rückschau wurden selbst schlaflose Nächte auf Klassenfahrten zu schönen Erinnerungen: „Es war schön, nicht zu schlafen, immer nur herumzugehen, Zimmer zu kontrollieren und zu schimpfen.“ Die Trennung von ihrer Mannschaft werde ihr schwerfallen. „Ihr bleibt in meinem Herzen, ich werde euch immer vermissen, ihr bleibt immer meine Nummer eins.“

Eine Medaille zum Abschlusszeugnis dazu gab es für den Champions-Jahrgang.
Eine Medaille zum Abschlusszeugnis dazu gab es für den Champions-Jahrgang. © Opfermann, Johannes

Auch Schulleiterin Sandra Noltsch bezog sich in ihrer Abschlussrede auf das Champions-Motto und erinnerte an die Tugenden, die einen Champion ausmachen, nämlich Respekt, Toleranz, Teamfähigkeit und Fairness, egal ob bei Sieg oder Niederlage. „Ein guter Gewinner oder Verlierer zu sein, ist im Sport, aber auch im Beruf ein ständiger Lernprozess“, so die Schulleiterin. Nicht immer führe der gerade Weg zum Ziel, auch auf Umwegen sammle man nützliche Erfahrungen. „Seid mutig, ruht euch nicht auf dem Schulabschluss aus, nehmt euer Leben in die Hand und macht das Beste daraus“, sagte Noltsch den Schulabgängern, die andererseits nicht zu stolz sein sollten, sich an Familie, Freunde, vielleicht auch ehemaligen Lehrer zu wenden, wenn sie Unterstützung bräuchten.

Ähnlich ermutigende Worte wählte Adrian Viteritti in seinem Grußwort als stellvertretender Bürgermeister: „Ich könnt und müsst jetzt selbst Entscheidungen treffen.“ Dabei würden auf die Wahl des Berufs noch viele weitere Entscheidungen folgen. Diese Freiheit bedeute aber zugleich, Verantwortung zu übernehmen. Auch von Rückschlägen solle man sich nicht entmutigen lassen. „Hürden sind Möglichkeiten, um zu wachsen“, sagte Viteritti, der die Schulabgänger aufforderte, ihr ganzes Leben lang neugierig auf Neues zu bleiben.

Humorvolle Rede des Schülersprechers

Eine humorvolle Note schlug dagegen Schülersprecher Benjamin Rzepa in seiner Abschlussrede an: „Die Lehrer haben es nicht leicht mit uns Schülern. Sie können sich nicht konzentrieren und wissen nicht, worum es geht. Ich meine nicht die Schüler, sondern die Lehrer.“ Damit hatte er bereits die Lacher auf seiner Seite – ebenso, als er im kurzen Rückblick auf die zehn aufregenden Schuljahre bemerkte: „Wir haben viele Songs gesungen, bei denen wir den Text nicht verstanden haben, weil wir in Englisch nicht aufgepasst haben. Und wir hatten kein Geld in der Tasche, weil wir auch in Mathe nicht aufgepasst haben.“ Zum Schluss sagte er stellvertretend für den „coolsten und attraktivsten Abschlussjahrgang aller Zeiten“ gerichtet an Lehrer und Eltern: „Danke für alles.“

Der Abschlussjahrgang der Zeppelinschule

Klasse 10a, Klassenlehrerin Frau Gabriel: Mara Ricarda Benner, Niklas Bruns, Vincenzo Cusumano, Emre Demiral, Muhammed Demirpolat, Finn Hedderich, Lea Kernast, Medina Morina, Enrico-Luca Mularczyk, Kelly Samara Musketa, Fabian Etiénne Noack, Leon Papazi, Benjamin Rzepa, Marlon Schröder, Enisa Sherifi, Celina Tusch, Zehra Uzun, Diego Vigneri, Michelle Zofia Winkler, Isabelle Nathalie Wohlfarth, Kebire Yaman, Noemi Zappala.

Klasse 10b, Klassenlehrerin Frau Karl: Mounira Ali, Charlotte Bachmann, Daniel Ballon Garcia, Kevin Beck, Anastasija Bernhardt, Marcel Biryukov, Marwan Chehade, Lena Dreisbach, Rana Melisa Eryilmaz, Sevilay Günay, Emir Ibraimi, Leonie Jakubowski, Tobias Juraszczyk, Sandor Krisztian Kelemen, Lukas Kohzer, Anoul Moumin, Tugba Öz, Nils-Hendrik Raumschüssel, Isabel Salgado Wojciechowska, Bastian Saure, Leon van Bracht

Als beste Schüler geehrt wurden Leon Papazi und Isabelle Nathalie Wohlfarth (Klasse 10a) sowie Bastian Saure und Daniel Ballon Garcia (Klasse 10b).

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