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2G kommt: Kino im MK rechnet mit Besucherschwund

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Von: Johannes Opfermann, Georg Dickopf

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Eine der Kern-Maßnahmen der neuen Corona-Regelungen wird 2G im Freizeitbereich, also unter anderem in Restaurants, sein. Bei Großveranstaltungen soll 2G plus gelten. (Symbolbild)
Eine der Kern-Maßnahmen der neuen Corona-Regelungen wird 2G im Freizeitbereich, also unter anderem in Restaurants, sein. Bei Großveranstaltungen soll 2G plus gelten. (Symbolbild) © dpa

Der neue NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst möchte flächendeckend 2G im Freizeitbereich, also auch für Weihnachtsmärkte und Stadien, einführen. Die Regelung 2G plus soll für besondere Risikobereiche wie Karnevalssitzungen und Diskos gelten.

Plettenberg – Wir haben uns umgehört, was einige Plettenberger zu den Regelungen sagen.

Büsra Düs, Inhaberin des Burger-Ladens Mr. Treey, glaubt, dass es „mit 2G ganz schwer wird für die Gastronomie. Und eine Einführung von 2G plus wäre wahrscheinlich das Ende der Gastronomie.“ Die Innengastronomie habe es ohnehin schwer. „Im Sommer war es einfacher mit der Außengastronomie.“

Dass ein Lockdown kommt, glaubt die Plettenbergerin nicht, auch wenn die Inzidenz gerade stark angestiegen sei. Sie findet, „dass sich auch die Geimpften testen lassen müssten.“ Sie selbst ist noch ungeimpft. „Da ich mein Kind erst vor zweieinhalb Monaten entbunden habe, bin ich noch nicht geimpft, werde das aber direkt nach der Stillzeit nachholen“, so Büsra Düs.

Susanne Vohwinkel, Inhaberin des Weidenhof-Kinos, kann sich mit 2G für den Freizeitbereich und 2G plus für größere Veranstaltungen gut arrangieren. „Für uns im Kino heißt das, dass wir ab nächster Woche nur noch Einlass mit 2G gewähren können. Bis jetzt geht das auch mit 3G. Ich hoffe allerdings sehr, dass Kinder und Jugendliche davon ausgenommen werden.“

Grundsätzlich hält Vohwinkel die neuen Regelungen für richtig. „Für das Kino ist das völlig in Ordnung. Wir bekommen das schnell umgesetzt und müssen das nur auf unseren Kanälen mitteilen. Es werden aber wahrscheinlich rund 20 bis 25 Prozent Besucher weniger kommen, die bislang ein Testergebnis vorgelegt haben.“

Aufgrund der ansteigenden Zahlen entschloss sich Bürgermeister Ulrich Schulte, das für den 16. Januar 2022 geplante Neujahrskonzert für die Ehrenamtler erneut abzusagen. Dem Musikzug der Feuerwehr habe er die Entscheidung bereits mitgeteilt. Zu den neuen Regelungen betonte er folgendes:

„Es ist verständlich, dass das Ganze wieder ein bisschen angezogen werden muss – bei den Zahlen und Entwicklungen. Wie sich das auswirkt, wird man sehen. Für mich war es ein Fehler mit den kostenlosen Tests aufzuhören und auch die Impfzentren einzustellen. Ich glaube, da hätten wir in den letzten zwei Monaten noch viel mehr erreichen können, was uns jetzt aufs dicke Butterende fällt.“

Zu den zahlreichen Vorschlägen, die in der Diskussion sind – 3G am Arbeitsplatz und im öffentlichen Nahverkehr, 2G im Freizeitbereich oder sogar 2G plus – kann Allgemeinmediziner Dr. Martin Dillenberger im Einzelnen nichts sagen, hält die Richtung, in die diese Maßnahmen zielen, aber für die richtige: „Ich halte das für vernünftig, dass jetzt vermehrt auf 3G und 2G gesetzt wird“, sagt er.

„Das ist sicherlich der Schlüssel dafür, dass die Zahlen zurückgehen und man die Situation unter Kontrolle bekommt.“ Es sei ebenso zu begrüßen, dass die Bürgertests wieder kostenlos seien. Das wichtigste Instrument, um die Pandemie zu bekämpfen, bleibe aber weiterhin das Impfen, sagt Dillenberger.

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