Der Planungsausschuss befürwortet eine Ansiedlung am Grafweg

Grünes Licht für den Action-Markt

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Sollte der Rat der wahrscheinlichen Entscheidung des Planungsausschusses folgen, könnte am Grafweg schon bald ein Action-Markt eröffnen. Das Bild zeigt die Eröffnung eines solchen Marktes in Battenberg (Eder). 

Plettenberg - Einer Ansiedlung des Action-Marktes, eines nach eigener Aussage „Non-Food-Discounters“, am Grafweg steht nichts mehr im Wege – zumindest aus der Sicht des Planungs- und Umweltausschusses. Dieser plädiert für die nötige Änderung des Einzelhandelskonzeptes und des Bebauungsplanes.

Die niederländische Kette trägt sich bereits seit Längerem mit dem Gedanken, einen Markt in Plettenberg zu eröffnen. Erst im November vergangenen Jahres konnte die Heimatzeitung vermelden, dass bereits ein Mietvertrag unterschrieben und die Eröffnung des Marktes für diesen Sommer geplant sei. 

Doch das bisher noch gültige Einzelhandelskonzept schließt die Ansiedlung eines solchen Marktes am Standort der alten Ziegelei aus. Um die Eröffnung des Marktes am Grafweg doch zu ermöglichen, befürwortet die Verwaltung eine Änderung der seit 2013 gültigen Version des Konzeptes. Dieses schließt bisher die Ansiedlung zentren- und nahversorgungsrelevanter Sortimente in diesem Bereich aus. 

Wichtig ist in diesem Zusammenhang, ob eine Eröffnung des Action-Marktes die bestehenden Geschäfte in der Innenstadt schädigen würde. Die Analyse der BBE-Handelsberatung kommt zu dem Ergebnis, dass der Action-Markt am Grafweg kaum Auswirkungen auf die Innenstadt haben würde. Es würden zwar Umsatzverteilungen zu den vorhanden Märkten im Zentrum erfolgen, es sei aber „keine Gefährdung für bestehende Betriebe zu befürchten“, heißt es in der Analyse. 

Der Action-Markt besitze mit rund 6 000 Artikeln ein sehr breites Sortiment, das in der Mehrheit nur als zeitlich begrenzte Postenware angeboten würde. „Ein umfassendes Angebot kann in den einzelnen Teilsegmenten demnach nicht vorgehalten werden.“ Denn auch zentren- und nahversorgungsrelavante Sortimente würden überwiegend als Postenware angeboten. Die Risiken für die bereits bestehenden Geschäfte in der Innenstadt werden also als gering bewertet, als groß werden dagegen die Chancen einer Ansiedlung gesehen: Bisher in Plettenberg unterrepräsentierte Sortimente würden verstärkt angeboten und eine „problematische Immobilie“ könnte wiederbelebt werden. 

Neben der Änderung des Einzelhandelskonzeptes würde auch eine Änderung des Bebauungsplans Grafweg nötig werden. Der Planungs- und Umweltausschuss, der am Mittwoch, 14. Februar (17.00 Uhr), tagt, wird die Ansiedlung des Action-Marktes oder einer „ähnlichen Betriebsform“ aller Voraussicht nach befürworten. 

Eine abschließende Entscheidung muss dann der Plettenberger Rat am Dienstag, 27. Februar, treffen müssen.

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