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Wehmut und Selbstkritik: Abschied von Pfarrer Dietmar Auner

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Von: Hartmut Damschen

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Volle Kirche zur Verabschiedung: Pfarrer Dietmar Auner (vorne, rechts) konnte sich am Sonntag über zahlreiche Interessierte in der Christuskirche freuen.
Volle Kirche zur Verabschiedung: Pfarrer Dietmar Auner (vorne, rechts) konnte sich am Sonntag über zahlreiche Interessierte in der Christuskirche freuen. © Damschen

Nach über 25 Jahren ist für Pfarrer Dietmar Auner in der Evangelischen Kirchengemeinde Schluss: Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes wurde Auner am Sonntag in den Ruhestand verabschiedet. Der Geehrte zog eine zufriedene Bilanz – übte aber auch Selbstkritik.

Plettenberg - Eine überaus volle Christuskirche zeugte am Sonntag vom Interesse der Gläubigen an einem Pfarrer, der gut ein Vierteljahrhundert die Geschicke der Kirchengemeinde wesentlich mitgeprägt hat. Mit dabei: Angehörige und Freunde Auners, aber auch Superintendent Dr. Christof Grote, Pfarrerin Christine Rosner, Gemeinde- und Presbyteriumsmitglieder, Pfarrer, Pastore und Vorsitzende anderer Gemeinden in der Kirche. Der Posaunenchor, der Pop-Chor, der Kirchenchor Oestertal und das Kantoren-Quartett gaben dem Festgottesdienst den musikalischen Rahmen. Kinder des Evangelischen Familienzentrums Mittendrin zauberten mit ihrem Auftritt ein besonderes Lächeln in die Gesichter der anwesenden Festgäste.

„Heute kann ich nicht versprechen, nicht über mich zu reden“, sagte Pfarrer Auner, ehe er Rückblick, Vertiefung und Ausblick bot. So erinnerte sich Auner an die Zeit in Siebenbürgen mit der Diaspora Hermannstadt, die ersten Erfahrungen in der Gemeindearbeit in Neustadt (Siebenbürgen), der Umzug mit seiner Familie 1990 nach Deutschland und die Ankunft drei Jahre später in der Plettenberger Gemeinde von Pfarrer und Superintendent Wilhelm Ubrig. 1996 übernahm 1996 Dietmar Auner die Pfarrstelle im Oestertal von Pfarrer Ubrig, der bereits 1997 verstarb.

Auner habe viele schöne Erinnerungen an die folgenden Zeiten. Doch auch das habe es gegeben: ein Eigenleben in den Pfarrbezirken. Meinungsverschiedenheiten hätten zu Missverständnissen geführt und strukturelle Fragen seien oft auch persönlich genommen worden. „Es tut mir leid, dass auch ich dazu beigetragen habe“, erklärte Auner selbstkritisch.

Belastend hätten die Veränderungen der vergangenen Jahre gewirkt, insbesondere die Reduzierung der Pfarrstellen von ursprünglich fünf auf nur noch eine. Neue Aufgaben seien damit verbunden gewesen.

Der anschließende Empfang fand unter großer Beteiligung und mit vielen Grußworten im Dietrich-Bonhoeffer-Haus statt.

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