Neue Behälter neben den Abfalleimern

Damit Pfandsammler in Plettenberg nicht mehr im Müll wühlen müssen

Leere Pfandflaschen und Dosen können in die Pfandhalter gelegt werden. So müssen Pfandsammler nicht mehr die öffentlichen Mülleimer durchwühlen.
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Leere Pfandflaschen und Dosen können in die Pfandhalter gelegt werden. So müssen Pfandsammler nicht mehr die öffentlichen Mülleimer durchwühlen.

Mike Waller und Daniel Paschke haben es in Plettenberg öfters beobachtet: Menschen durchwühlen die Mülleimer auf der Suche nach Flaschen und Dosen, um später vom Pfand ein paar Euros mehr im Portemonnaie zu haben. Daraufhin kam ihnen eine Idee...

Plettenberg - Weil sie das für gefährlich halten, weil man nie wissen könne, was sich sonst noch in den Abfalleimern befindet, wollten die beiden Jugendvertreter Waller und Paschke etwas verändern. Und das ist ihnen jetzt gelungen.

Seit gut einer Woche hängen an mehreren Mülleimern im Stadtgebiet Ablagen für Pfandflaschen. Hier können Passanten das Leergut einfach hineinstellen und Bedürftige können sich die Dosen oder Flaschen nehmen, ohne mit ihren Händen in den Abfalleimern fischen zu müssen.

Zwei Mülleimer an der Waterkant, die Abfalleimer am Jugendzentrum, an der Wiedenbrücke zur Königstraße und der am Spielplatz Grünestraße sind schon mit den Pfandbalken ausgestattet. „Je nach Resonanz würden wir auch noch weitere montieren“, erklärt Bauamtsleiter Sebastian Jülich, der die Vorteile noch einmal verdeutlicht: „Sammler können sich einfach an den Behältern bedienen und die gesammelten Flaschen an einer Sammelstelle abgeben, ohne entwürdigend den Müll durchsuchen zu müssen. Dadurch läuft das Sammeln hygienischer ab, die Verletzungsgefahr sinkt und es wird ein wertvoller Beitrag zum Umweltschutz geleistet, in dem mehr Pfandflaschen dem Kreislauf zugeführt werden.“

Als die Idee aufkam

Die Pfandhalter sind durch eine Idee der Jugendvertreter der Stadt Plettenberg, Mike Waller und Daniel Paschke, entstanden. Mit Hilfe des örtlichen Politikers Klaus Salscheider haben die beiden das Thema per Antrag im Februar in den Jugendhilfeausschuss gebracht. Das Gremium befand den Vorschlag für gut, sodass das Vorhaben zur Abstimmung in den Stadtrat kam. Auch hier zeigte sich die örtliche Politik angetan von der Idee, die zum Beispiel in anderen Städten wie Lüdenscheid schon vor Längerem in die Tat umgesetzt worden ist. Fast der gesamte Stadtrat stimmte im März für die Idee, die jetzt mit den Pfandhaltern der Firma Pfandi aus Finnentrop umgesetzt worden ist.

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