Plettenberg ist kein Paradies für Burger: Auch ‘Supers’ dicht

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Seit Ende September geht nichts mehr im Burgerladen „Supers“.

Plettenberg - Einige hatten es im Vorfeld befürchtet, aber dass es so ausgeht, überrascht dann doch. Nach der Schließung des Burger-Ladens „Yummys“ im Sparkassen-Pavillon hat auch der Burger-Laden „Supers“ im neuen P-Center die Segel gestrichen. Und das nicht erst seit gestern. Burger gehen offenbar nicht in dieser Stadt...

Das Schild „Wegen Krankheit geschlossen“ hängt bereits seit Ende September an der Tür des Burger-Restaurants im P-Center, mit dem die Betreiber aus Gummersbach den Startschuss für ein Franchise-Unternehmen setzen wollten. Doch schon rund vier Monate nach der Eröffnung im Gebäude neben dem dm-Markt war gar nichts mehr „Super“ in Plettenberg.

 „Das Projekt ist leider ein bisschen ins Höschen gegangen“, sagte Mit-Geschäftsführer Frank Hewel gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. Probleme bei der personellen Bewirtschaftung gingen einher mit Krankheitsausfällen. „Und unser Konzept, Burger aus hochwertigen Zutaten und Döner aus bestem Kalbfleisch anzubieten, wurde leider auch nicht wie erwartet angenommen“, bedauerte Hewel.

 Als problematisch habe sich für einige potentielle Kunden offenbar auch das in den Hot Dogs verwendete Schweinefleisch erwiesen, das eigens auf einem separaten Grill zubereitet wurde, viele muslimische Kunden aber von einem Besuch abhielt. „Was in Gummersbach gut funktioniert und von der Kundschaft angenommen wird, läuft in Plettenberg leider nicht“, sagte Hewel, dem es nicht gelang, die für die Qualitätswaren aufgerufenen Preise erfolgreich durchzusetzen.

 „Wahrscheinlich macht es mehr Sinn, wenn jemand hier aus der Region dort ein Geschäft betreut“, fand Hewel, der in Abstimmung mit dem P-Center-Management auf der Suche nach einem Nachfolger zunächst den Herscheider Georgios Gabrelas im Visier hatte. Doch der Betreiber des „Grillhauses“ an der Wiesenstraße in Herscheid lehnte ab, obwohl er eigentlich in Plettenberg expandieren will.

 „Die Mietkonditionen waren nicht so, dass wir dort einsteigen wollten – auch wenn der Standort attraktiv ist“, erklärte Gabrelas. In den nächsten Wochen soll sich nun entscheiden, wer der Nachfolger im „Supers“ wird. Bei den beiden nun geschlossenen Burgerläden hat die Konkurrenz das Geschäft offenbar nicht belebt. Bleibt abzuwarten, wie die Burger heute beim ersten Plettenberger FoodTruckStop angenommen werden. Aber neben Burgern gibt es dort auch noch vieles mehr.

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