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Max Otte: "Ich bin und bleibe Christdemokrat"

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Von: Georg Dickopf

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Plettenberg – Der gebürtige Plettenberger Max Otte steht einmal mehr in den Schlagzeilen. Otte äußerte sich in einem Tweet zum Fall des getöteten Kasseler CDU-Regierungspräsidenten Walter Lübcke.

Nachdem bekannt wurde, dass der Tatverdächtige aus der rechtsextremen Szene stammt, schrieb Otte: „#Lübcke – endlich hat der #Mainstream (sic!) eine neue #NSU-Affäre und kann hetzen. Es sieht alles so aus, dass der #Mörder ein minderbemittelter #Einzeltäter war, aber die #Medien hetzen schon jetzt gegen die ‘rechte Szene’, was immer das ist. #Rechtsextremismus.“

Mittlerweile hat der in Plettenberg aufgewachsene Otte den Eintrag gelöscht und sich wie folgt geäußert: „Aufgrund der vielen Reaktionen möchte ich klarstellen: Ich entschuldige mich, wenn ich im Mordfall #Lübcke Gefühle verletzt habe und spreche der Familie mein tief empfundenes Beileid aus.“

Der „Spiegel“ zitiert den Werteunion-Chef Alexander Mitsch nun mit Blick auf die ursprüngliche Äußerung Ottes: „Solche Gedanken schockieren uns.“ Sie hätten unter den Mitgliedern seiner Organisation „eine Welle des Entsetzens ausgelöst“. Auf Twitter hatte sich die WerteUnion zuvor „in aller Form“ von Ottes „unerträglichen Äußerungen“ distanziert.

Auch in Plettenberg gibt es Reaktionen auf die Äußerungen Ottes. Adrian Viteritti, Vorsitzender der heimischen CDU, gab zu verstehen, dass Otte nicht mehr Mitglied im heimischen Stadtverband sei. „So ein Parteiausschlussverfahren durchzuziehen, ist schwierig, deshalb finde ich es gut, dass Gespräche darüber geführt werden, ob er sich in der Union noch heimisch fühlt.“ Die WerteUnion an sich sei ja schon mit Vorsicht zu genießen, sagte Viteritti. Otte habe sich nie offen gegen die CDU ausgesprochen, allerdings in der Flüchtlingskrise seine Sympathie zur AfD deutlich bekundet, was Viteritti übel aufgestoßen sei.

Auf Anfrage der Heimatzeitung erreichte uns die folgende Antwort von Max Otte: "Mir ist kein von der CDU angestrebtes Ausschlussverfahren bekannt. Ich gehe davon aus, dass die im Spiegel abgedruckten Zitate auf eine Kurzschluss- oder Panikreaktion zurückzuführen sind. Es gibt keinerlei Grund, ein solches Verfahren anzustreben. Ich bin und bleibe Christdemokrat."

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