Angebot für Kinder in Plettenberg

Osterferien ohne Ferienspaß: Jugendzentrum hat sich eine Alternative zum Mitnehmen überlegt

Für die Kinder, die zum Ferienspaß angemeldet waren, gibt es Basteltüten.
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Für die Kinder, die zum Ferienspaß angemeldet waren, hat Panagiota Vasiliou von Jugendzentrum Basteltüten gepackt, die am Juz abgeholt werden können.

Eigentlich sollte am Montag im Jugendzentrum an der Alten Feuerwache der zweiwöchige Osterferienspaß losgehen, doch wegen Corona musste das Angebot abgesagt werden. Trotzdem hat sich das Juz-Team ein kleines Alternativ-Angebot überlegt.

Plettenberg – „Wir haben bis zuletzt gehofft, dass es noch in irgendeiner Form stattfinden darf“, sagt Panagiota Vasiliou vom Team des Jugendzentrums, die den Ferienspaß organisiert hatte. Am vergangenen Donnerstag stand das Aus für den diesjährigen Osterferienspaß für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren allerdings fest. Nach der Absage für Mitarbeiter und Honorarkräfte habe man auch die Eltern informiert. „Die hatten eigentlich schon damit gerechnet und waren nicht überrascht. Die meisten hatten auch schon einen Plan B.“

Enttäuschung über Absage ist groß

Dennoch sei die Enttäuschung groß, nicht nur bei den Juz-Mitarbeitern, sondern vor allem bei den Kindern. „Für die, die nach den Osterferien 13 Jahre alt werden, wäre es die letzte Möglichkeit gewesen, den Ferienspaß zu besuchen. Die sind schon traurig“, sagt Vasiliou. Auch die Kinder, die gerade erst sechs geworden und das erste Mal dabei gewesen wären, seien enttäuscht.

„Es war fast ausgebucht, es gab nur noch wenige freie Plätze“, sagt Panagiota Vasiliou. Dass das Angebot selbst in Pandemiezeiten so gut angenommen wurde, zeigt den Stellenwert des Jugendzentrums für Kinder und Jugendliche. „Die Kinder hätten ein wenig Abwechslung gehabt und hier eine schöne Zeit verbringen können.“

Wie schon in Sommer- und Herbstferien erprobt, sollten wieder acht Kinder zusammen mit zwei Betreuern in festen Gruppen sein. Insgesamt hätten sich bis zu 40 Kinder auf fünf Gruppen verteilt. „Die Kinder hätten dann auch die Maske abnehmen können, weil sie in festen Gruppen gewesen wären.“ Ob backen, basteln oder spielen, zur Eisdiele oder auf den Spielplatz gehen – das hätten die Gruppen frei entscheiden können. Ursprünglich war auch ein Kinobesuch angedacht.

Online spielen und backen

Das Juz-Team hat sich aber eine Alternative überlegt. „Wir packen große Basteltüten für die Kinder, die zum Ferienspaß angemeldet waren“, sagt Vasiliou. Was genau in der Tüte ist, wird noch nicht verraten. Die Tüten können zusammen mit den Teilnehmerbeiträgen (pro Woche und Kind 20 Euro), die zurückerstattet werden, am Jugendzentrum abgeholt werden, und zwar täglich zwischen 8 und 14 Uhr, außer an Feiertagen und am Wochenende. „Den Eltern, die sehr schnell waren und sich die Beiträge bereits abgeholt hatten, bringen wir die Tüten vorbei und legen sie an der Haustür ab“, so Vasiliou.

Auch online gibt es Möglichkeiten sich zu treffen. Über die Plattform Jitsi-Meet treffen sich Mitarbeiter des Jugendzentrums an diesem und dem darauffolgenden Mittwoch von 14 bis 15 Uhr, um gemeinsam mit den Kindern zu spielen, zum Beispiel Stadt, Land, Fluss, das beim Ferienspaß immer sehr beliebt ist. Nächste Woche Dienstag ist geplant, gemeinsam zu backen, ebenfalls von 14 bis 15 Uhr über die Online-Plattform.

Abgesehen vom Ferienspaß sind die Mitarbeiter des Jugendzentrums als Ansprechpartner für Jugendliche da. Sie bieten beispielsweise telefonische Unterstützung beim Schreiben von Bewerbungen an und sind auch sonst bei Problemen für Haustürgespräche am Jugendzentrum oder über die sozialen Medien erreichbar, sagt Vasiliou.

Wie belastend Corona für die Kinder ist, erfahren die Juz-Mitarbeiter häufig über die Eltern, während die Jugendlichen ihren Frust direkter äußern. „Wir sehen sie aber nur selten, sie schotten sich ab“, sagt Vasiliou. „Uns ist es wichtig, sie aus dem Trott herauszuholen und ein offenes Ohr für sie zu haben.“

Juz nutzt Ferienspaß-Ausfall zur Renovierung

Da der Osterferienspaß nicht wie geplant stattfindet, nutzt das Team des Jugendzentrums die Gelegenheit zur Renovierung. „Wir streichen die Wände komplett neu und lösen uns von den Rot- und Gelbtönen“, sagt Panagiota Vasiliou. Stattdessen werden die Wände nun grün und beige-/ bzw. cremefarben gestrichen. Schon seit Weihnachten hatte das Jugendzentrum nach und nach neue Tische, Stühle und weitere Möbel angeschafft und das Juz etwas umdekoriert – beispielsweise wurde die Sofaecke umgeräumt und neu gestaltet. „Das Streichen wird nun der letzte Schritt.“

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