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Viel Liebe für alte Schätze: Oldtimer begeistern Autofans im MK (mit Galerie)

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Von: Hartmut Damschen

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Zufriedene Organisatoren beim Oldtimer-Frühschoppen: Henning Cordt, Achim Moeller und Thorolf Nimtz (von links) vor einem orangefarbenen Ford Taunus.
Zufriedene Organisatoren beim Oldtimer-Frühschoppen: Henning Cordt, Achim Moeller und Thorolf Nimtz (von links) vor einem orangefarbenen Ford Taunus. © Damschen

Bei dem Anblick schlugen Männerherzen höher: Zahlreiche Zeugen vergangener Zeiten im Fahrzeugbau konnten am Gelände der Motorsportfreunde begutachtet werden. Nostalgie pur und das Kopfkino mit allerlei Erinnerungen wurde aktiviert.

Plettenberg - US-Boliden wie ein Buick Super Eight (ein 8-Zylinder, 7,2 ltr/120 PS, Baujahr 1945), ein Oldsmobile (8-Zylinder mit 5,3 ltr/202 PS, Baujahr 1955) mit viel Chrom oder als krasses Gegenbeispiel ein Messerschmitt Kabinenroller KR 200. Oder ein Goggomobil. Autofans konnten sich kaum satt sehen.

Was mögen die alten „Schätzchen“ alles erlebt haben? Ein Ford Escort Mk II hat, geht man von den Aufklebern an der Seitenscheibe aus, 25 Rallyes überall in Europa mitgemacht. Franz Neubauer aus Attendorn ist in 14 Tagen mit seinem VW Mexico-Käfer, Baujahr 1979, zum dritten Mal auf dem Weg nach Schottland. Auf der Ablage stilgerecht mit Wackeldackel, Hut und einer Reserve-Toilettenrolle im Häkelmantel.

Neubauer hat an der Heckscheibe ein rotes „L“ befestigt. Zu seiner Sicherheit. „Mit diesem ,L‘ komme ich immer sicher durch Großbritannien. Die Einheimischen nehmen, wenn sie den Buchstaben für ,Lerner‘ sehen, immer genügend Rücksicht auf mich und auf mein vielleicht doch kontinentales Fahren“, erklärte Neubauer.

Henning Cordt (1. Vorsitzender), Thorolf Nimtz (2. Vorsitzender) und Achim Moeller (Kassenprüfer) von den Motorsportfreunden Plettenberg freuten sich als Organisatoren über die gute Beteiligung der Automobilbegeisterten, die am Sonntag die Gelegenheit des Sehens und Gesehens werden wahrnahmen. Die drei waren natürlich nicht die einzigen aktiv eingebundenen Mitglieder des Vereins. Alle halfen. Beispielsweise wendete gerade Dirk Blöser, Oldtimer-Referent und Beisitzer bei den Motorsportfreunden, die Würstchen auf dem Grill.

Für ihn stellten sich Cordt, Nimtz und Moeller an den wie aus dem Ei gepellt aussehenden orangefarbenen Ford Taunus, Baujahr 1975, von Blöser. Nach dem Restaurationsaufwand gefragt schmunzelte dieser: „An Materialkosten hatte ich circa 2 000 Euro, und mein Arbeitsaufwand? Unbezahlbar!“ Doch die vielen Arbeitsstunden hält sowieso kaum ein Autofan nach. Spaß an der Freud‘, auch am Schrauben – nur das ist wichtig und zählt als einziges.

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