Maskenpflicht in NRW-Schulen fällt am 2. November

Geteilte Meinung bei Schulleiterinnen: Ohne Maske in den Unterricht?

Die Maskenpflicht an den Plettenberger Schulen (hier das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg) soll nach den Herbstferien abgeschafft werden.
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Die Maskenpflicht an den Plettenberger Schulen (hier das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg) soll nach den Herbstferien abgeschafft werden.

Aufatmen – das können Schüler und Lehrer ab dem 2. November wieder wortwörtlich im Klassenzimmer. Denn die Landesregierung stellt den Schulen in NRW eine Lockerung der Maskenpflicht in Aussicht. Schüler sollen dann keine Maske mehr am Sitzplatz tragen müssen. Die Meinungen der Plettenberger Schulleiterinnen gehen hierbei auseinander.

Plettenberg - Dass die Regierung die richtigen Entscheidungen trifft, darauf vertraut Monika Storm, Rektorin der Geschwister-Scholl-Realschule: „Ich finde es gut, dass wir noch eine Woche nach den Herbstferien die Maske tragen müssen.“

Die Herbstferien enden am Freitag, 22. Oktober, die Lockerungen würden also die von Experten empfohlenen 14 Tage unterschreiten. Die Erfahrungen nach den Sommerferien zeigen, dass vor allem Reiserückkehrer die Corona-Zahlen ansteigen ließen. Auch Schüler mussten in Quarantäne. Durch die verzögerte Lockerung soll der Präsenzunterricht an den Schulen nicht gefährdet werden. Monika Storm hofft derweil auf die Erfahrungen aus Bayern und Berlin, wo die Maskenpflicht teilweise beziehungsweise schon ganz abgeschafft wurde.

Über einen weiteren Schritt in Richtung Normalität freut sich auch Ursula Wortmann-Mielke, Schulleiterin am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg. Denn die Berufsschüler hätten die Möglichkeit, sich impfen zu lassen. Ganz zufrieden ist die Schulleiterin aber nicht mit dem Zeitpunkt der angekündigten Masken-Lockerung: „Irgendwann müssen wir uns wieder ohne Maske begegnen können, aber wir sollten wegen der Reiserückkehrer die 14 Tage nach den Herbstferien abwarten“, sagt Ursula Wortmann-Mielke.

Wenn es nach ihr ginge, sollten diese Lockerungen mit Vorsicht und Augenmaß in Kraft treten. „Wir leben von einem Miteinander und von der Begegnung. Das ist ohne Maske natürlich deutlich angenehmer“, so Ursula Wortmann-Mielke. Dennoch sollte das aktuelle Infektionsgeschehen nicht aus den Augen verloren werden.

Etwas skeptischer ist Sandra Noltsch, Schulleiterin der Zeppelin-Hauptschule: „Ich finde den Zeitpunkt nach den Herbstferien unglücklich gewählt.“ Die Erkältungszeit habe erst begonnen, das Immunsystem der Schüler und Lehrer sei durch die Schutzmaßnahmen heruntergefahren. Dass der Präsenzunterricht dann aufrechterhalten werden kann, sieht sie daher kritisch. Bis die Lockerungen in Kraft treten, gilt in den Klassenräumen, an den Sitzplätzen und in den Gängen der Schulen Maskenpflicht. Lediglich auf dem Pausenhof gilt diese Pflicht nicht mehr.

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