Ohler Feuerwehr ist mit Boot bestens ausgerüstet

Elf Freiwillige Einsatzkräfte im Besitz eines Bootsführerscheins

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Links im Bild zu sehen ist der Rollstuhl, der mit der alten Dame in die Oestertalsperre gestürzt war.   

Plettenberg - Am Montagnachmittag kam es zu einer spektakulären Rettungsaktion am Ufer der Oestertalsperre: Passanten hatten eine Rollstuhlfahrerin, die eine Böschung hinuntergerutscht war, aus dem Wasser retten können, bevor die Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswache eintrafen und die schwer verletzte 90-Jährige weiter versorgten. 

Der Ohler Löschgruppenführer, Garvin Pestka, erklärte dazu Folgendes: „Bei jedem Einsatz, der mit Wasser zu tun hat, wird unsere Löschgruppe mit dem Rüstwagen standardmäßig mit alarmiert.“ Die Löschgruppe ist auf alle Einsätze spezialisiert, die mit dem Stichwort „Person im Wasser“ zu tun haben, aber sie kümmert sich auch um Fälle von Gewässerverunreinigungen. 

Auch das sogenannte „Mehrzweckboot“ der Feuerwehr wurde am Montag mit dem Rüstwagen auf dem Anhänger befestigt mitgebracht, um die verunglückte Frau aus dem Wasser retten zu können. „Wir haben in unserer Löschgruppe elf Einsatzkräfte, die einen Bootsführerschein haben. Mindestens einer muss im Besitz dessen sein, um mit dem Boot rauszufahren. Die anderen Einsatzkräfte benötigen in dem Fall nicht zwingend einen Führerschein in der Klasse, sind aber auch für Einsätze der Wasserrettung speziell geschult“, erklärte Pestka. 

Am Montag reichte es aus, nur mit den zwei Rettungswagen und zwei Notarzteinsatzfahrzeugen zur Unglücksstelle zu fahren. Die Staumauer sei aber breit genug, sodass der komplette Rüstwagen der Feuerwehr plus Anhänger mit Boot zur Stelle hätte fahren können. „Bei solchen Einsätzen würden wir das Boot dann mit einer Seilwinde zu Wasser lassen“, erklärt der Löschgruppenführer. 

Die 90-Jährige wurde am Montag mit einem so genannten „Spineboard“, einer Art Trage, zum Rettungswagen transportiert. Ein „Spineboard“ dient der besonderen Schonung der Wirbelsäule des jeweiligen Unfallopfers. „So ein Spineboard gehört auch zur Ausstattung unseres Motorbootes“, erklärt Garvin Pestka die Besonderheiten des Rettungsbootes. Da das Board auch auch auf dem Wasser schwimmt, bietet es die optimale Möglichkeit im Ernstfall, wenn eine Person droht zu ertrinken und sich nicht selbstständig an Land bewegen kann.

Beim Einsatz am Montag musste das Rettungsboot nicht benutzt werden. Zum Glück waren couragierte Passanten vor Ort, die ohne zu zögern eingriffen, um die Rollstuhlfahrerin zu retten. Es ist jedoch gut zu wissen, dass die Ohler Einsatzkräfte bestens ausgerüstet sind, falls es einmal zu einem Fall kommen sollte, bei dem keine aufmerksamen Passanten zur Stelle sind. 

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