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Käfer und Pilze: Kirchen-Dachstuhl benötigt unbedingt Sanierung

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Von: Christos Christogeros

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Unter anderem der Dachstuhl der Ohler Kirche muss dringend saniert werden. An den Kosten beteiligt sich der Bund mit 130 000 Euro.
Unter anderem der Dachstuhl der Ohler Kirche muss dringend saniert werden. An den Kosten beteiligt sich der Bund mit 130 000 Euro. © MEYER

Sehr erfreuliche Nachrichten gibt es aus Berlin für den Evangelischen Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner Sitzung vom 10. November Mittel aus dem Denkmalschutzsonderprogramm freigegeben. Auch die Ohler Dorfkirche wird mit Mitteln bedacht.

Plettenberg – So gibt es für die Sanierung des spätromanischen Gotteshauses 130 000 Euro aus dem Förderprogramm. Damit folgt der Haushaltsausschuss dem Antrag der Kirchengemeinde vollumfänglich.

„Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, die Kollegen im Haushaltsausschuss von der Notwendigkeit der Sanierungsmaßnahmen zu überzeugen“, erklärt die heimische Bundestagsabgeordnete Bettina Lugk (SPD). Die Fördergelder würden nicht nur dazu beitragen, die altehrwürdige Kirche wieder instand zu setzen, sondern seien auch ein Zeichen von Wertschätzung für die ehrenamtlich engagierten Kirchenmitglieder vor Ort.

Mit den Fördergeldern und den erheblichen Eigenmitteln, die der Evangelische Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg und die Kirchengemeinde für die Sanierung des Gebäudes aufbringen, soll der durch Käfer- und Pilzbefall geschädigte Dachstuhl des Kirchenschiffes und die Holzbalkendecke des Kirchenturms erneuert werden. Dies soll unter größtmöglichem Erhalt der Originalsubstanz des Dachstuhls wie auch der Verschieferung erfolgen.

Des Weiteren sollen die Regenwassergrundleitung ergänzt beziehungsweise erneuert und fünf Grabsteine aus dem 17. und 18. Jahrhundert gefestigt werden. Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf etwa 305 000 Euro.

„Unsere Kirchengemeinde hat in ihrer langen Geschichte immer viel in den Erhalt und die Renovierung der Kirche investiert und auch für die jetzt anstehenden Baumaßnahmen ist es uns gelungen, eine beträchtliche Summe an Spendengeldern einwerben. Dennoch würden die Gesamtkosten des Projektes trotz erheblicher Eigenmittel und Spenden die Kirchengemeinde finanziell überfordern. Wir sind überaus glücklich über die Nachricht, dass unser Antrag auf Förderung angenommen wurde. Unser Ziel ist es nun, die Baumaßnahmen schnellstmöglich zu beginnen und bis Anfang 2024 abzuschließen“, sagt Dr. Christof Grote, Superintendet des Kirchekreises.

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