Tag der offenen Tür

Einblick in Realschulalltag: Wissen und Technik mit Spaß vermitteln

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Kieselalgen, Hüpferlinge und Adlerfarm wurden mit Hilfe von Mikroskopen beobachtet.

Plettenberg – Volle Klassenzimmer und Gewusel auf den Gängen: am Samstag hatte die Geschwister-Scholl-Realschule (GSR) zum Tag der offenen Tür eingeladen und viele Viertklässler waren gekommen, um sich einen Einblick zu verschaffen.

Während die Eltern einer Infoveranstaltung beiwohnten, erkundete der Nachwuchs die Schule in kleinen Gruppen, jeweils begleitet von einem Mitglied der Schülervertretung – denn wer könnte besser aus dem Schulalltag berichten, als die jetzigen Schüler? Auf dieser Tour erhielten die Viertklässler einen ersten Einblick in verschiedene Fächer und durften sich stets in kleinen Aufgaben versuchen.

Im Informatikraum wurde den Kindern gezeigt, wie man programmiert. Ein Männchen im Raum war der Ausgangspunkt. Ein paar Textbefehle und schon ging das Männchen nach vorne, legte Ziegel auf den Weg und stapelte sie zu einem Turm auf. Mehr war in Anbetracht der Kürze der Zeit – pro Station waren gut zehn Minuten vorgesehen – nicht möglich.

Im Musikraum lagen Instrumente bereit. Das Schlagzeug hatte es den Kindern besonders angetan: Einmal ordentlich Krach machen lautete die Devise. „Das hat Spaß gemacht“ rief ein Schüler begeistert, als die Zeit zum Musizieren um war.

Austoben am Schlagzeug – diese Chance nutzten die Schüler im Musikraum.

Die Möglichkeit, alles auszuprobieren war nicht nur im Musikraum gegeben: Auch in der Biologie waren Objekte aufgebaut worden, um den Kindern die Vielfältigkeit des Fachs zu verdeutlichen. Ein Blick ins Mikroskop zeigte Kieselalgen, Hüpferlinge und Adlerfarm; anhand von Schauobjekten wurden die Kinder gewahr, wo sich Leber, Nieren und Milz im menschlichen Körper befinden.

Und mit der Lupe ging es auf Spurensuche: Wo finden sich Wirbel, Schleifen und Bogen? Klar, im Fingerabdruck. Einmal den Finger in Farbe tauchen und dann den eigenen Abdruck analysieren; fast wie bei CSI.

Dass Mathe mehr ist als Subtraktion und das kleine Einmaleins erfuhren die Kinder ebenfalls. Übungen am Nagelbrett, Schätzaufgaben und das Bestimmen von Körpern machten den Kindern deutlich mehr Spaß als Päckchenrechnen.

Auch der praktische Unterricht kam nicht zu kurz: Techniklehrer Uwe Göckeler wusste nicht nur für sein Fach zu begeistern, sondern auch die Kinder zu motivieren, sich selbst daran zu versuchen, einen kleinen Holzwürfel rundherum zu feilen: erst die Flächen, anschließend die Kanten.

Beim Einspannen, dem Halten der Feile und beim richtigen Stand („Ganz wichtig: stehen dabei, bloß nicht hinsetzen“) – standen er und einige Schüler den Viertklässlern zur Seite. „Das sieht super aus“, lobte Göckeler die Nachwuchsschreiner, die ihr selbstgefeiltes Objekt mit nach Hause nehmen durften.

In der Bücherei wurden gleich zwei Fächer vorgestellt: Erdkunde und Geschichte. Wo liegt der Unterschied? Während in der Grundschule diese und weitere Fächer unter dem Sammelbegriff Sachkunde unterrichtet werden, wird in der weiterführenden Schule differenziert. Um zwischen den Fächern abzugrenzen, sollten die Kinder verschiedene Fachbücher zuordnen. Mitunter gar nicht so leicht, beispielsweise das Buch „Was ist was: Deutschland“ – Erdkunde, Geschichte oder beides?

Eine Mischung aus Geschichte und Kunst war hingegen die Aufgabe, den eigenen Namen in Hieroglyphenschrift zu schreiben. Schließlich stand noch Englisch auf dem Stundenplan. Dabei ging es darum, das „Little English Certificate“ zu erwerben. Dafür mussten Sätze vervollständigt, Tiere im Buchstabensalat gefunden und Wörter zugeordnet werden.

In der Mensa kamen die Kinder wieder mit ihren Eltern zusammen. Nach der Infoveranstaltung hatten auch sie sich auf einen Rundgang durch die Schule begeben, bei dem sie von einem Lehrer begleitet worden waren.

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