Frauenthal-Gruppe hat in Plettenberg besseren Ertrag erwartet

Hatten sich eine bessere Ertragslage in Plettenberg gewünscht (v.l.): Amit Bedi, Josef Hundrieser und Dieter Spitzlay.

Plettenberg - Der börsennotierte österreichische Sanitärgroßhändler und Autozulieferer Frauenthal muss aufgrund des Zukaufes der früheren Mahle Motorkompenten GmbH mit Sitz in Plettenberg außerordentliche Abschreibungen in Millionenhöhe vornehmen.

 Im März diesen Jahres hatte die Frauenthal-Gruppe die Entwicklung und Produktion von Schmiedepleuel und Ausgleichswellen für die Pkw- und Lkw-Industrie in Plettenberg und Roßwein übernommen. Nun muss die Gruppe Abschreibungen in Höhe von 21,5 Millionen Euro im Zuge eines sogenannten Impairment-Tests vornehmen.

 „Das Jahresergebnis 2017 der Frauenthal-Gruppe wird durch diese Wertminderungsaufwendungen deutlich unter jenem des Vorjahres liegen und voraussichtlich negativ sein“, teilte die Frauenthal Holding AG mit. Basis für die Unternehmensbewertung ist die zu erwartende Geschäftsentwicklung beziehungsweise Ertragslage.  Sie wird dem Buchwert des Geschäftsbereiches gegenüber gestellt. Die Differenz zwischen beiden Werten ergibt die Höhe der in der Ad hoc-Meldung publizierten Abschreibungssumme von 21,5 Mio. Euro. 

Diese Abwertung des Firmenwerts und des Anlagevermögens wirkt sich nach Mitteilung der Frauenthal-Gruppe zunächst nur bilanziell aus und „hat keine Auswirkung auf die Liquidität oder die operative Geschäftstätigkeit. Die Auftragslage des Unternehmens ist aufgrund der konjunkturell günstigen Situation gut, was voraussichtlich noch einige Zeit so bleiben wird.“ 

Die Abschreibung kam für das Management der Frauenthal Powertrain überraschend, weil vor Übernahme des Unternehmens eine deutlich bessere Ertragslage erwartet wurde. Wie der Heimatzeitung auf Anfrage von Geschäftsführer Amit Bedi mitgeteilt wurde, prüft und ergreift die Firmen- und Werksleitung nun alle zur Verfügung stehenden Mittel, um die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens abzusichern.

 Dazu gehört unter anderem, die Ertragslage mittel- bis langfristig zu steigern, wozu ein internes Veränderungsprojekt angestoßen worden ist. In diesem Rahmen wurden bereits zahlreiche Verbesserungsmaßnahmen initiiert, welche nun greifen beziehungsweise durch weitere ergänzt werden müssen. Dabei ist das Management ausschließlich vom Gedanken getragen,“ die Voraussetzungen für eine nachhaltig gute Zukunft des Unternehmens zu schaffen“, betonte Geschäftsführer Amit Bedi gestern gegenüber unserer Zeitung. 

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