Defekt an Tankanlage sorgt für dreistündigen Einsatz 

Feuerwehr-Alarm: Heizöl aus einem Tank ausgelaufen

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Die Installation von Ölsperren im Bach blieb erfolglos. Der Strom war zu reißend, sodass die Sperren losgerissen wurde. 

[Update 19.45 Uhr] Plettenberg - Mitarbeiter eines Industriebetriebes an der Herscheider Straße bemerkten am Donnerstagnachmittag gegen 14.30 Uhr einen Ölfilm auf dem nahegelegenen Elsegewässer. Die alarmierten Kräfte der Feuer- und Rettungswache erkannten bei ihrem Eintreffen einen deutlichen Ölfilm und stellten zudem Geruch von Heizöl im Bereich des Elsebaches fest.

Die Einsatzkräfte versuchten als Sofortmaßnahme eine Ölsperre einzuziehen. Zudem wurde zur Unterstützung und für gegebenenfalls weitere Ölsperren der Rüstzug der Löschgruppe Ohle nachalarmiert. Aufgrund der hohen Fließgeschwindigkeit durch die Niederschläge in den letzten Wochen, zeigte der Versuch entsprechende Sperren einzuziehen jedoch keine effektive Wirkung, so ein Sprecher der Feuerwehr. 

Umgehend begannen Feuerwehr, Polizei, Ordnungsamt, untere Wasserbehörde sowie Mitarbeiter des Baubetriebshofes damit, nach der Ursache der nicht nachlassenden Ölverunreinigung zu suchen. Einsatzkräfte der Feuerwehr, ausgerüstet mit wasserdichten Anzügen, wateten hierzu von mehreren Seiten durch den Bach, um die Austrittsstelle, welche sich später im Bereich der Elsebrücke in der Zeppelinstraße befand, einzugrenzen. 


Wiederum begann im wahrsten Sinne die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Im Bereich der Häuser in Nähe zum Bach, lag deutlich Heizölgeruch in der Luft. Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr untersuchten insbesondere Keller der nahegelegenen Wohnhäuser und Betriebe mit Heizöltanks nach einer möglichen Havarie. 

Erst nach gut zwei Stunden intensivster Untersuchung des Kanalsystems unter Zuhilfenahme einer Kamera der Kanalkolonne des Baubetriebshofes, führte die Spur zu einem kleineren Industriebetrieb in der Zeppelinstraße. Hier war es aus noch nicht geklärter Ursache zu einem Defekt an der Heizöltankanlage gekommen. 

Der Betreiber hatte zwar bereits eigene Maßnahmen mit Bindemittel eingeleitet, dennoch gelangten unbestimmte Mengen von Heizöl in das Kanalsystem, welches durch ein eingesetztes Rohrdichtdruckluftkissen der Feuerwehr vorerst abgedichtet werden konnte. Noch im Verlauf des Abends soll ein hinzugerufenes Spezialunternehmen für Ölschäden mit umfangreichen Reinigungsmaßnahmen beginnen. 

Die Feuerwehr beendete nach rund drei Stunden ihren Einsatz. Polizei und untere Wasserbehörde haben die Ermittlungen zur genauen Havarieursache aufgenommen. Zur Höhe des entstandenen Sachschadens kann die Feuerwehr keine Auskunft erteilen.

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