Riesige Stahlträger sind im Anflug

Oberleitung wird versetzt: Brückenneubau im MK eine Herkulesaufgabe

Blick auf den fast fertigen Mittelpfeiler. Die Schutzwand wurde  während der Sperrung der Bahngleise entfernt.
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Blick auf den fast fertigen Mittelpfeiler. Die Schutzwand wurde während der Sperrung der Bahngleise entfernt.

Jahrzehntelang tat sich nichts in Sachen Brückenbau in Ohle, doch seit dem Startschuss Ende März wird neben dem Aldi-Markt fleißig gearbeitet.

Plettenberg - Derzeit nutzen die Mitarbeiter der Baufirma Knoche die Sperrpause der Bahn und demontierten am Montag eine Wand am Mittelpfeiler der geplanten neuen Straßenbrücke, die die Mitarbeiter vor den dicht vorbeifahrenden Zügen schützen sollte.

Das erste Brückenwiderlager ist bereits fertig betoniert. Satte 113 Kubikmeter Beton flossen dabei in die Schalung. Der Mittelpfeiler benötigte 54 Kubikmeter Beton und weitere 115 Kubikmeter werden noch in diesem Monat in die vorbereitete Schalung des Widerlagers unterhalb des Neubaugebiets Am Hasentanz/Schattweg eingelassen. Die Gesamtmenge von gut 280 Kubikmetern Beton entspricht 40 vollgeladen Betonmischern.

Oberleitung wird umgebaut

Laut Bauamtsleiter Sebastian Jülich wird die aktuelle Sperrpause auch für den Umbau der Oberleitung genutzt. Diese muss von der Bahn tiefer als zuvor unter der Brücke verlegt werden. In dem Zuge tauscht die DB Netz derzeit zwischen dem Bahnübergang Brüninghausen und dem Bahnhof Eiringhausen die Oberleitungsmasten aus und setzt dabei einen Unimog-Kranwagen ein.

Mit diesem Spezial-Unimog werden die Oberleitungen auf der Ruhr-Sieg-Strecke erneuert.

Auch für die notwendigen Brückenbauarbeiten im oberen Bereich von Pfeiler und Widerlager war eine Abschaltung der Oberleitung erforderlich. Der Bau des Pfeilers hat sich nach den Angaben von Jülich ein wenig verzögert, da eine Verrohrung der Bahn in den Unterlagen nicht enthalten war. Somit war eine Umplanung der Gründung für den Pfeiler erforderlich.

An der geplanten Fußgängerbrücke am Bahnübergang Nordstraße wurden die Spundwände für die Einfassung der Rampe gerammt. Dort beginnt in diesen Tagen der Bau der beiden Widerlager und im Anschluss folgt die Verfüllung des Spundwandkastens.

Die dort vorgesehene Fußgängerbrücke wird vorab von einem Stahlbauer gefertigt und soll nach Fertigstellung in einem Stück eingehoben werden.

Am Dienstag werden am frühen Morgen per Schwertransport über 30 Meter lange Stahlträger angeliefert, die demnächst in nächtlichen Sperrpausen per Kran auf die dann fertiggestellten Brückenpfeiler gelegt werden und den Brückenschlag über die Bahnlinie ermöglichen.

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