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Nun doch nicht: Anbau am Ärztehaus ist geplatzt - dafür expandiert Apotheke

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Von: Georg Dickopf

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Das alte Wohnhaus neben dem Ärztehaus am Grafweg wird in den nächsten Tagen abgerissen. Die Pläne für einen Ärztehaus-Anbau auf dem benachbarten Grundstück haben sich allerdings zerschlagen.
Das alte Wohnhaus neben dem Ärztehaus am Grafweg wird in den nächsten Tagen abgerissen. Die Pläne für einen Ärztehaus-Anbau auf dem benachbarten Grundstück haben sich allerdings zerschlagen. © Dickopf

 Im nächsten Jahr feiert das Plettenberger Ärztehaus sein 25-jähriges Bestehen. Doch einen Jubiläums-Spatenstich für einen Ärztehaus-Anbau wird es auf dem benachbarten Grundstück nicht geben.

Plettenberg - Dort lässt der Plettenberger Unternehmer York Rempel gerade ein Wohnhaus abreißen. Einige Plettenberger dürften sich noch an den früheren Bewohner des Hauses erinnern, der im Stadtgebiet Holz sammelte, nur wenige Räume des Hauses bewohnte und die übrigen als Holzlager genutzt haben soll. Nach dessen Tod stand das Haus, in dem es auch mal eine Dönerbude gab, viele Jahre weitgehend leer.

Im letzten Jahr erwarb York Rempel das Haus mitsamt eines insgesamt 900 Quadratmeter großen Grundstückes. Da ein Abriss ohne Sondergenehmigung mit Rücksicht auf Fledermäuse, Haselmäuse und diverse Vogelarten nur in den Wintermonaten problemlos möglich ist, startete der Abriss erst in diesem Monat. Seit einigen Tagen laufen die Vorbereitungen – das Haus ist bereits entkernt. „Der Abbruchbagger kann aber erst loslegen, wenn die Gasleitung abgeklemmt ist. Darauf warten wir seit einiger Zeit“, sagte Rempel.

Dazu erklärte Stadtwerke-Mitarbeiter Jürgen Denker: „Es ist an der Stelle etwas kompliziert, weil die Gasleitung nicht unter der neuen Straße abgetrennt werden konnte, sondern wir auf die andere Gehwegseite zur Hauptleitung gehen müssen.“ Dadurch habe sich alles etwas verzögert. „Aber am Dienstag wird das Gas abgestellt und der Abbruch kann beginnen“, so Denker. Beim Wasser sei das bereits geschehen.

Gekauft hat York Rempel das wenig ansehnliche Haus im letzten Jahr, da es seinerzeit sehr konkrete Überlegungen für einen großen Anbau an das Ärztehaus gab. Darin sollte ein deutlich größeres Hausarztzentrum Platz finden. Doch dieser Plan ist – zumindest am Grafweg – vom Tisch.

Die Inhaberin der Märkischen Apotheke plant eine zusätzliche  Filiale im Volksbank-Komplex Am Lindengraben.
Die Inhaberin der Märkischen Apotheke plant eine zusätzliche Filiale im Volksbank-Komplex Am Lindengraben. © Dickopf

Nach Informationen unserer Zeitung wird das neue Hausarztzentrum nun im neuen Komplex der Volksbank Am Lindengraben entstehen. Dort soll schon bald der Spatenstich für den groß angelegten Umbau erfolgen.

„Ich hätte mich sehr gefreut, wenn der Anbau an das Ärztehaus am Grafweg gekommen wäre, aber letztlich fiel die Entscheidung dagegen“, bedauert Rempel. Auch deshalb werde er den Plan von einer Parkpalette auf dem Parkplatz gegenüber wohl nicht realisieren. Und was nun mit dem 900 Quadratmeter großen Nachbargrundstück passieren soll, müsse er sich in Ruhe überlegen. Denkbar sei eine Wohnbebauung.

Auch wenn das Hausarztzentrum demnächst Am Lindengraben zu finden sein wird, ist Rempel, dem das Ärztehaus gemeinsam mit seiner Schwester gehört, zuversichtlich, was die Zukunft des Hauses angeht. Die Verantwortlichen von Prange Gesundheit, die das neue Hausarztzentrum planen, hätten eine Verlängerung der bis jetzt angemieteten Räume zugesagt. „Im Ärztehaus am Grafweg soll in Zukunft ein Facharztzentrum angesiedelt sein“, sagt Rempel. Bis Ende 2025 dürfte sich allerdings an der bisherigen Nutzung wenig ändern.

Neben Frauenärztin Dr. Monika Majic, den Ärzten im Hautzentrum und Dr. Uwe Trauzettel befindet sich noch ein Steuerbüro im Haus.

Märkische Apotheke plant neue Filiale

Dauerhaft bleiben will auch Claudia Sielermann, seit 19 Jahren Inhaberin der Märkischen Apotheke. Sie bestätigte aber auf Anfrage unserer Zeitung, dass es konkrete Überlegungen für eine mindestens 200 Quadratmeter große Apotheken-Filiale im neuen Volksbank-Komplex mit dem Hausarztzentrum gebe.

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