Countdown bis zur Plewo läuft

Noch viel zu tun: Warum bei der Sanierung der Plettenberger Innenstadt nicht nur Schönes zum Vorschein kommt

Noch gleicht der Alte Markt einer Großbaustelle, doch am 27. August soll dort die Plewo light eröffnet werden.
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Noch gleicht der Alte Markt einer Großbaustelle, doch am 27. August soll dort die Plewo light eröffnet werden.

In der Plettenberger Innenstadt wird fleißig gearbeitet. Und das ist auch notwendig, denn rund um den Stephansdachstuhl, der derzeit noch einer Großbaustelle gleicht, soll am 27. August die Light-Version der Plettenberger Woche über die Bühne gehen, vier Wochen später folgt die Veranstaltung Beat the Band.

Plettenberg - Am 4. August haben wir zum Stand der Innenstadtsanierung einen schriftlichen Fragenkatalog an Bauamtsleiter Sebastian Jülich gesandt, der nach Rücksprache mit seinen Kollegen am Nachmittag des 13. August die Antworten zusandte.

Zu den Verzögerungen am Alten Markt heißt es in Jülichs Antwortschreiben, dass der Bau der Platzentwässerung umgesetzt werden musste. Dadurch sei aber die Durchführung der Veranstaltung „Beat the Band“ nicht gefährdet und ohnehin stehe man in Sachen Veranstaltungen im Austausch mit der Plettenberger Kultour GmbH.

Unschön fällt Passanten derzeit ein Behelfsmülleimer an der Graf-Dietrich-Straße auf. Auf die Frage, wann dort die Abfallbehälter montiert werden, hieß es, dass es dafür keinen Zeitplan gebe und dass die Behälter nach Abstimmung mit dem städtischen Baubetriebshof eingebaut werden sollen.

Wasserspiele auf der Zielgeraden

Auf der Zielgeraden sind dagegen die Wasserspiele in der Fußgängerzone. Die Mitarbeiter der Firma Boymann führen laut Auskunft von Sebastian Jülich derzeit die letzten technischen Arbeiten daran aus. „Wasser marsch“ heißt es aber erst nach Abschluss der Pflasterarbeiten rund um die Fontänenflächen, da dort eine gebundene und wasserdichte Pflasterung eingebaut werden müsse. Priorität hätten allerdings zunächst die Platz- und Straßenflächen in der Innenstadt.

Unschön: Eigentlich ist der Bereich der Graf-Dietrich-Straße seit Monaten nahezu fertiggestellt, doch Unkraut, Baustellenschilder und ein Styropor-Behälter als Mülleimer-Ersatz lassen das vermeintliche Tor zur Innenstadt eher trostlos erscheinen.

Auffällig sind an vielen Stellen in der Innenstadt rostige Flecken auf den Pflastersteinen. Hierzu befragt heißt es, dass unterschiedliche Farbtöne und Verfärbungen des Pflastersteins möglich seien, weil es sich um Natursteine handele. Teilweise seien die Verfärbungen den herumliegenden Metallteilchen geschuldet oder es handele sich um Ausblühungen des verlegten Natursteins. Letzteres sei nicht unüblich, könne aber gereinigt werden. Nicht selten würden die Ausblühungen schon beim Einfegen des Pflastersplitt verschwinden. Das Bauamt stehe dazu im Kontakt mit der ausführenden Firma Boymann sowie dem Berliner Planungsbüro bbz. Ungeachtet dessen bestehe für die Flächen und das verwendete Material eine Gewährleistung, was es ermögliche, nachbessern zu lassen.

Teilweise ungenaue Pflasterausführung

Die neuverlegten Pflastersteine oder besser gesagt der Pflasterverbund fällt aber noch durch etwas anderes auf: und zwar die mitunter recht großen Fugenabstände, in denen sich Zigaretten sammeln und in denen Unkraut wächst. Auch solche größeren Fugenbreiten seien bei gesägten Pflastersteinen normal, hieß es dazu aus dem Rathaus. Diese seien aber nicht nur dem Pflasterverband geschuldet, sondern auch einer teilweise ungenauen Bauausführung. Die bislang freigegebenen Pflasterabschnitte habe man abgenommen und die Mängel protokolliert. Und hier kommt noch einmal die schon angesprochene Gewährleistung ins Spiel, die genutzt werden soll, um Nacharbeiten in Auftrag zu geben, um das Fugenbild anzupassen. Zudem sollen die Fugen bis zum Fugenschluss für einen Zeitraum von einem Jahr nach der Schlussabnahme nachgesandet werden. In Kombination mit der Wahl des Fugenmaterials werde sich so das Fugenbild aus technischer und optischer Sicht stark verbessern.

Schön: Hier ist der Name Silver Surfer Programm, als Matthias Hentschel eines der gelungenen Wipptiere rund um den wiedererstrahlten Vier-Täler-Brunnen testet.

Dass Natursteinpflaster grundsätzlich einen höheren Reinigungsaufwand als ein Betonsteinpflaster habe, darauf sei bei der Auswahl mehrfach hingewiesen worden.

Gullydeckel setzen Farbe an

Neu in der Innenstadt sind seit kurzem Gully-Deckel mit Stadtwappen. Diese sollen weitere Verbreitung finden und in Zukunft standardmäßig bei Neubauten verwendet werden. Auf die Frage, ob es normal ist, dass andere Wassereinläufe in der Innenstadt schon jetzt rostbraun sind, heißt es, dass dies an dem dafür verwendeten Material (Gusseisen) liege, das aus Gründen der Haltbarkeit und Belastbarkeit wie üblich auch hier verwendet worden ist. Dieses setze im Laufe der Zeit eine entsprechende Farbe an.

Mit Blick auf die nächsten Monate soll es mit der Innenstadtsanierung bekanntlich rund um die Christuskirche weitergehen. Zeitlich werde es hier Überlappungen geben mit den jetzigen Bauarbeiten geben, man verfolge aber das Ziel, nicht zwei Baustellen im Innenstadtbereich gleichzeitig zu betreiben. Im Bereich Christuskirche gilt es zu bedenken, dass nach Bodenfunden nun zunächst archäologische Untersuchungen anstehen.

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