Nikolaus auf großer Tour durch Plettenberg

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Natürlich kamen vor allem Kinder zum Unicef-Stand in die Bücherei, um sich ihr Geschenk vom Nikolaus abzuholen.

Plettenberg – Ein straffes Programm hatte der Nikolaus in diesem Jahr in Plettenberg. So beehrte er nicht nur zahlreiche Vereinsfeiern mit seiner Anwesenheit – er hatte unter anderem auch Zeit gefunden, der Stadtbücherei und der Polizeiwache einen Besuch abzustatten.

In Letzterer überraschte der Weißbärtige die Polizisten mit seinem Erscheinen: Einfach einmal „Danke“ sagen wolle er, sagte der nette Herr mit dem weißen Rauschebart. Zuvor sei er bereits in Kindergärten und bei der Feuerwehr gewesen. Wachleiter Wolfgang Klein freute sich über den freundlichen Gast, der nach einem Plausch mit den strahlenden Beamten weiterziehen musste.

Besuch im Kückelheim

Schließlich warteten bereits die Silvestersänger in Kückelheim und ihre Gäste sehnsüchtig auf den Nikolaus. Kaum angekommen, drängten die meisten Kinder zum Heiligen Mann, während sich andere lieber bei Mama auf dem Arm versteckten. Doch der Nikolaus ist, wie es die Geschichte lehrt, ein wirklich guter Mann. Er sprach mit einigen Kindern und verteilte wohlgefüllte Nikolaustüten.

Äußerst nett präsentierte sich der Nikolaus in Kückelheim. Dennoch wollte so mancher nicht genau hinsehen.

Als Finley an die Reihe kam, hatte dieser einige Fragen parat: „Wo wohnst du?“, „Hast du viele Wichtelmänner, die dir helfen?“, und „Kann ich einmal mit dir mitfahren?“ Alle Fragen beantwortete der Nikolaus und hörte gerne die Gedichte der Kinder, bis es Zeit für ihn wurde, denn andere Kinder warteten schon ungeduldig auf ihn.

Leider hatte Petrus mit dem Nikolausfest in Kückelheim kein Erbarmen und schickte eine Regenwolke nach der anderen über Plettenberg. Doch wie die Väter und Großväter bei jedem Wetter von Haus zu Haus ziehen und das neue Jahr ankündigen, so zeigten sich auch die Kinder wetterfest.

Persönlich bedankte sich der Nikolaus bei den Plettenberger Polizisten für ihre Arbeit.

60 Kinder, meist mit ihren Eltern, hatten sich am Freitag auf den Weg zum Biergartenplatz des Haus Wiesenthal gemacht, um Leckereien zu naschen, frisch gegrillte Bratwürste zu verspeisen und wärmende heiße Schokolade oder Kinderpunsch in Empfang zu nehmen.

Bei den Erwachsenen wurden die Getränke auch gerne bei dem ungemütlich nasskalten Wetter mit „Schuss“ genommen. Viele Helfer und vor allem Helferinnen sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Eine Märchentante las die Geschichte vom Nikolaus vor, wie er zu seinem Gehilfen Knecht Ruprecht kam. Eine Menge bunter Bilder zeigte sie aus dem Buch und verstand es, mit der Geschichte die zahlreichen Kinder in ihren Bann zu ziehen.

Geschenke für die Hausgemeinschaft

Währenddessen hatte sich der Nikolaus bereits auf den Weg zum Kirchplatz gemacht. Gespannt warteten im Café K 16 die Bewohner der Hausgemeinschaft Viktoriastraße 2. Während im Sommer gemeinsam gegrillt und Waffeln gebacken werden, ist im Winter die Weihnachtsfeier ein fester Programmpunkt.

Bei Kaffee und Kuchen wurden in gemütlicher Atmosphäre Weihnachtslieder gesungen und geplaudert. Und dann kam der Weißbärtige – natürlich nicht mit leeren Händen: Er hatte für jeden ein kleines Präsent dabei. Im Gegenzug wurden ihm Gedichte vorgetragen.

Auch die Bewohner des Hauses Viktoriastraße 2 bekamen Besuch vom Nikolaus, der natürlich nicht mit leeren Händen gekommen war.

Ein wenig Ruhe konnte sich der Nikolaus dann gönnen, doch am Samstag setzte er seine Tour durch Plettenberg fort. Einen Halt machte in der Stadtbücherei am Alten Markt. Hier traf er auf Gleichgesinnte, die ebenfalls Gutes tun: die Plettenberger Unicef-Gruppe. Denn auch das 1946 gegründete Hilfswerk widmet sich der Hilfe von Kindern und Familien – vor allem in Entwicklungsländern. Bei vielen Gelegenheiten sind die freiwilligen Helfer der Plettenberger Unicef-Gruppe im Einsatz, um durch Spenden oder den Verkauf von Karten und Briefmarken Gelder für den guten Zweck zu sammeln.

Nikolaus auch in Syrien bekannt

Monika Raymann, Heike Meier, Gundel Blanke und Christa Hoyer von der hiesigen Unicef hatten mit der Unterstützung der Damen der Bücherei für den Nikolaus einen feinen Platz bereitet. Der freundliche Mann hatte auch reichlich Besuch von größeren und kleineren Kindern und ließ sich auch gerne ein Gedicht aufsagen. Als Dank erhielten die Kinder eine Überraschungstüte. Manch ein Geldstück oder auch schon mal ein Geldschein verschwand in der Spendendose neben dem guten Mann.

Auch in Syrien ist der heilige Mann bekannt. Das berichteten drei Mädchen, die nach ihrem Erzählen noch keine drei Jahre in Deutschland sind, in hervorragendem Deutsch. Zwei von ihnen gehen in die hiesige Realschule und eine auf das Plettenberger Albert-Schweitzer-Gymnasium.

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