Eröffnung liegt erst fünf Monate zurück

Das Spiel ist aus: Restaurant im MK muss schließen

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Das Spiel ist aus für das Restaurant Grand Garden in Plettenberg-Böddinghausen

Plettenberg – Keine fünf Monate ist es her, dass Memik Palaz im ehemaligen Böddinghauser Hof das Restaurant „Grand Garden“ eröffnete. Doch seit vergangenem Freitag geht nichts mehr in den Räumen, in denen zuletzt „Kim’s Garden“ erfolgreich betrieben wurde.

Betreiber Memik Palaz bestätigte auf Anfrage unserer Zeitung, dass er aufgegeben habe. Er habe sich das alles „anders vorgestellt“. Auf seiner Speisekarte standen klassisch türkische Gerichte wie Hackfleischspieße (Izgara Köfte), Lammfleisch (Kuzu Sac Kavurma) oder die belegten Teigschiffe Pide ebenso wie Rinder-Steaks, Burger und Schnitzel bis hin zu Nudelgerichten wie Rigatoni 4 Formaggi oder Lasagne, die aber oft nicht verfügbar waren. 

Das Restaurant sei leider einfach nicht so gelaufen, wie er sich das erhofft habe. Erschwerend kam hinzu, dass der aus Dortmund stammende Palaz ein Einzelkämpfer war. „Alleine geht das nicht – ich habe alles zugemacht“, sagte Palaz, der von seinem Vermieter Mustafa Yaman in der letzten Woche die Kündigung erhielt. Palaz will als gelernter Metzger nun in seinen alten Beruf zurückkehren. „Ich habe schon eine Stelle als Metzger in Essen in Aussicht.“

Ärger über nicht verfügbare Speisen

Mustafa Yaman, der die traditionsreiche Immobilie im Rahmen einer Zwangsversteigerung erwarb, hatte sich das „Projekt Grand Garden“ als Vermieter ebenfalls anders vorgestellt. Auch habe er sich eine andere Gestaltung der Umlage und des Außenbereichs gewünscht. „Probleme gab es auch mit der Müllentsorgung“, so Yaman. Doch all das sei weniger schlimm gewesen wie die Speisen, die zwar auf der umfangreichen Speisekarte standen, aber letztlich oftmals nicht verfügbar waren, was die Gäste verärgert habe. Die Doppelbelastung als Koch und gleichzeitig als Serviceleiter habe nicht funktionieren können.

Auch griechische Gastronomie denkbar

„Wenn man so etwa stemmen will, braucht man am besten eine Familie im Rücken“, sagte Yaman, der nicht selbst ausschließen will, das Restaurant zu übernehmen. „Ich habe aber auch noch mehrere andere Anfragen“, erklärte der zurzeit in Mannheim ansässige Vermieter. Denkbar sei neben einem hochwertigen türkischen Restaurant auch eine griechische Gastronomie. „Ich hoffe, dass wir das Restaurant am 1. Dezember unter neuer Führung eröffnen können“, sagte Yaman abschließend.

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