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Nicht bei allen hakt‘s: Kartenzahlung bei manchen Händlern möglich

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Von: Jona Wiechowski

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Von der Störung betroffen sind die Kartenlesegeräte Verifone H5000, die in vielen Läden zum Einsatz kommen.
Von der Störung betroffen sind die Kartenlesegeräte Verifone H5000, die in vielen Läden zum Einsatz kommen. © Daniel Karmann/DPA

Seit Tagen hakt die Kartenzahlung in zahlreichen Läden - auch in Plettenberg. Glücklicherweise gibt es Alternativen.

Plettenberg – Die Kartenzahlung funktioniert teilweise nicht – Probleme gibt es seit Tagen. Betroffen sind kleine Händler und große Ketten. Hintergrund: Eine Störung im weit verbreiteten Kartenlesegerät Verifone H5000. Ein Update soll die Störung richten – unklar ist, wann das flächendeckend passiert. Und so waren auch am Montag noch Plettenberger von der Störung betroffen – da macht es sich bezahlt, dass sich Kunden und Händler kennen.

2-Rad Meyer

„Ja, die Kartenzahlung geht immer noch nicht“, lautete der Stand am Montagvormittag bei 2-Rad Meyer. Seit letztem Mittwoch habe es die ersten Probleme gegeben. In dem Fahrradladen würden viele mit Karte zahlen – „wie überall auch“, so Inhaberin Nicole Rahn. Die Kunden reagierten meist entspannt, gingen dann zur Bank und holten Bargeld. Oder, auch eine Option: Bezahlung per Rechnung. „Wir kennen viele Kunden persönlich, dann wird das Geld überwiesen“, sagt Rahn.

Expert Weyand

„Die Probleme gibt es immer noch“, sagt Christiane Holzmann, Geschäftsführerin von Expert Weyand. Die Lage beschreibt sie als sehr unschön – auch vor dem Hintergrund, dass hier viele Kunden mit Karte zahlen würden. Dennoch: Die Kunden reagierten alle verständnisvoll darauf. Die Kartenlesegeräte müssten getauscht werden – oder mit einem Update versehen werden, so Holzmann. Die Frage sei: Was ist zuerst da? Für Kunden läuft das aktuell auf zwei Möglichkeiten hinaus. Zahlung per Rechnung oder Bargeld von der Bank holen – Volksbank und Sparkasse sind praktischerweise nur wenige Meter von dem Eiringhauser Elektrofachmarkt entfernt.

Wäschemoden Hahn

Nicht alle sind betroffen von den Ausfällen – so zum Beispiel Wäschemoden Hahn. „Wir sind komplett verschont geblieben“, sagt Inhaberin Alexandra Hahn und freut sich, überhaupt keine Probleme mit der Kartenzahlung gehabt zu haben. Der Grund: Sie hat ein anderes Gerät. Thema waren die Ausfälle dennoch: „Kunden haben gesagt, dass sie auch Bargeld dabei hätten, falls die Kartenzahlung nicht klappt.“

Aldi-Märkte

Einer der Großen, der von den Störungen betroffen war (und teilweise immer noch ist), ist der Discounter Aldi Nord, der in Plettenberg zwei Filialen betreibt. Die Pressestelle hatte am Montag gute Nachrichten: So solle die Kartenzahlung „kurzfristig in allen Märkten wieder möglich sein“, erklärte Sprecher Dr. Axel vom Schemm auf Nachfrage unserer Redaktion. Die Kette geht dabei sehr pragmatisch vor: Sie tauscht die betroffenen Geräte einfach aus. „Während für die vielen betroffenen Einzelhändler in Deutschland nach wie vor kein funktionierendes Update vom Hersteller der Kartenterminals in Sicht ist, hat Aldi Nord über das Wochenende eine eigene, einfache Lösung für seine Kunden organisiert. So werden kurzfristig alle ausgefallenen Geräte des Typs H5000 durch ein neues Modell ersetzt.“

Der sukzessive Austausch der Kartenterminals sei ohnehin für das laufende Jahr geplant gewesen und könne nun durch den Einsatz zahlreicher Mitarbeiter von Aldi Nord und durch Unterstützung von IT- und Logistikpartnern in kurzer Zeit vorgezogen und deutlich beschleunigt werden.

Ein Teil der Märkte sei bereits am Wochenende umgerüstet worden, die restlichen folgten in den nächsten Tagen. „Dort, wo wir zwischenzeitlich noch keine neuen Geräte installieren konnten, informieren wir unsere Kundinnen und Kunden vorerst noch weiterhin jeweils am Eingang und an der Kasse über die Einschränkungen“, so der Pressesprecher.

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