Neustart für die Plettenberger Jusos

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Freuen sich über den Neustart der Jusos (v. l.): Dirk Finder (SPD-Vorsitzender), Dilara Karmen Yaman (Juso-Unterbezirksvorsitzende Lüdenscheid), Stefan Langenbach (Ex-Juso-Vorsitzender), Wolfgang Schrader (SPD-Fraktionsvorsitzender), Max Lange (2. Juso-Vorsitzender), Jürgen Beine (Ex-SPD-Vorsitzender), Laurina Ahlers (Juso-Geschäftsführerin) und Florian Ahlers (Juso-Vorsitzender).

Plettenberg - Das Ehepaar Ahlers bildet mit Max Lange den neuen Vorstand der Plettenberger Jusos. Das vornehmliche Anliegen: Jugendliche ansprechen.

Von Ai-Lan Na-Schlütter

Nach vier Jahren im Dornröschenschlaf möchten die Jusos, die Jugendorganisation der SPD, einen Neuanfang wagen und neuen Schwung in die hiesige Politik bringen. Mit der Wahl eines Vorstandes auf der Mitgliederversammlung wurde jetzt der erste kleine Grundstein gelegt: Florian Ahlers als 1. Vorsitzender, Max Lange als Stellvertreter und Laurina Ahlers als Geschäftsführerin freuen sich auf die Arbeit in der Juso-AG der SPD Plettenberg.

Die Jusos wollen etwas bewegen in Plettenberg. Wichtig für die „neuen Jusos“ ist die Arbeit an der Basis. Sie möchten „neue Wege“ gehen, die Saat legen, um Jugendliche zur politischen Mitarbeit zu interessieren. Sie möchten weg von der allgemeinen Abwartehaltung der Gesellschaft.

Im Gegensatz zu den Aktionen von Kevin Kühnert, Bundesvorsitzender der Jusos, gegen die geplante „GroKo“, möchten die Plettenberger allerdings ihr Hauptaugenmerk auf den Bedarf der Plettenberger Jugendlichen legen, so Neu-Vorsitzender Ahlers. Sie wollen zeigen, dass politische Arbeit Spaß macht. Das wollen sie allerdings auch nicht im Stile einer „One-Man-Show“ aufziehen, sondern suchen dabei den Schulterschluss zu den anderen Juso-AGs im Kreis. „Basisarbeit ist grundlegend, da muss es stimmen. Wir wollen die Jugendlichen vor den Schulabschlüssen abholen, zeigen, dass der Verbleib in der Vier-Täler-Stadt durch Arbeitsangebote und Lebensumstände lohnt oder nach der Ausbildung die Rückkehr. Darum wollen wir zunächst ermitteln, was den Jugendlichen wichtig ist für ein Leben hier, woran es fehlt. Unser Ziel ist es, hier Politik zu machen, vor unserer Haustür.“ Ein Mittel zur Mobilisation seien neben der Tageszeitung gerade die sozialen Netzwerke.

SPD-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Schrader begrüßte den Wunsch nach aktiver Entwicklung der jungen Mitbürger. Im Gegensatz zur Jugend hätten die Senioren hier eine starke Lobby: „Doch wir müssen aufpassen, dass unsere Stadt nicht zum Altersheim wird. Wir sind weit davon entfernt, jugendfreundlich zu sein.“ Er sei sich im Klaren, dass es das Vorrecht der Jugend sei, Forderungen zu stellen, mit denen sich Jugendliche identifizieren können. Gleichzeitig warnte er davor, zu hohe Erwartungen zu schüren. Erfahrungsgemäß mahlten die Mühlen der kommunalen Politik langsam.

Auch sei zu beachten, dass Investitionen von außerhalb einwohnerzahlenabhängig wären. Die kommunale Haushaltskasse sei im Minus, was ebenfalls ein großer Hemmstein sei, alles in Einklang mit der Ungeduld der Jugend zu bringen. Zeit sei ein ausschlaggebender Faktor. Schrader versicherte der AG jedoch auch die finanzielle Unterstützung des Ortsvereins zu.

Vorstellen kann sich die Juso-AG Plettenberg zunächst ein sogenanntes „Leuchtturmprojekt“, um sich wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu stellen. Das könnten Konzerte für Jugendliche sein, wie z.B. die bereits stattgefundenen Konzerte „Sounds gegen Rechts“ oder Poetry-Slams. Weitere Ideen sollen zunächst gesammelt werden. Im Awo-Haus haben die Jusos einen Raum, der von ihnen noch ein wenig aufgepeppt werden soll. Interessierte können zunächst über die Facebook-Seite der Jusos Plettenberg Kontakt aufnehmen. Ein Twitteraccount wird eingerichtet.

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