Austausch der beschädigten Türstockrahmen in der Grube ‘Neu Glück’ hat begonnen

Bei neun Grad Celsius lässt es sich arbeiten

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Ein Teil der Türstöcke war bereits eingestürzt, insgesamt fünf der Holzrahmen waren von Pilzen befallen (Bild).

Plettenberg - Den vielleicht angenehmsten Arbeitsplatz hatten gestern die Mitarbeiter der Firma Feldhaus: Während draußen die Sommerhitze vielen Plettenbergern zu schaffen machte, konnten sie bei konstanten neun Grad Celsius die Sanierungsarbeiten in der Grube ‘Neu Glück’ durchführen.

 „Wir sind sehr froh, dass wir heute ausschließlich unter Tage arbeiten können“, erklärten die Arbeiter vor Ort. Bereits am Dienstag hatten sie das Eichenholz vorbereitet, das als Ersatz für die maroden und von Pilzen befallenen Türstöcke gedacht ist. 

Die Schäden am Türstockausbau hatten zur Schließung des Besucherbergwerks für die Öffentlichkeit gezwungen, zumal ein Teil dieser bereits eingestürzt war. Am gestrigen Mittwoch wurden die bis zu 120 Kilogramm schweren Hölzer aus deutscher Eiche in der Grube verbaut. 

Keine leichte Arbeit, nicht nur wegen des Gewichts des Holzes. Die einzelnen Stämme mussten noch im Innern des Besucherbergwerks auf Maß gebracht werden – nicht nur mit einer elektrischen Säge, sondern unter anderem auch mit einer Axt. Wie Marilies Schulte-Henkel von der Stadt Plettenberg auf Anfrage der Heimatzeitung erklärte, sollen die Arbeiten in der Bleierzgrube noch in dieser Woche abgeschlossen werden. 

Wann das Besucherbergwerk dann wieder Gäste begrüßen kann, sei allerdings noch ungewiss. „Erstmal müssen Vertreter der Bezirksregierung Arnsberg und ein Gutachter die Sanierung kontrollieren“, sagte Schulte-Henkel. Die Untersuchung durch die Fachleute sei für Anfang August geplant. 

Bereits seit Anfang des Jahres ist die Bleierzgrube für die Öffentlichkeit gesperrt (wir berichteten), ohne dass diese darüber informiert worden war. Der Gutachter, der im vergangenen Jahr bei der jährlichen Routinekontrolle die Schäden entdeckt hatte, hatte seinerzeit die Kosten für die Sanierung mit rund 6 000 Euro beziffert.

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