Neujahrsempfang der Stadt Plettenberg

Bürgermeister: „Jede spinnerte Idee kann ein Erfolg werden“

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Beim dritten Anlauf des Neujahrsempfangs in der Böddinghauser Aula blieb so gut wie kein Platz frei – das freute die Organisatoren der Veranstaltung.  

„Wir müssen neue Dinge zulassen“, appellierte Bürgermeister Ulrich Schulte am Samstag in der Böddinghauser Aula im Rahmen des Neujahrsempfangs. Damit spielte er auf das P-Center und die Waterkant an – beides Projekte, die im Vorfeld kritisiert wurden. Die Neujahrsansprache hielt das Stadtoberhaupt in diesem Jahr kurz und knackig, um Zeit für die Ehrungen zu schaffen.

Groß war die Freude bei den Organisatoren über die Resonanz in der Aula. „Wir haben es geschafft: die Aula ist voll“, freute sich der Bürgermeister, nachdem in den letzten beiden Jahren immer zahlreiche Reihen frei blieben. „Es ist definitiv mehr los als in den letzten Jahren“, bestätigten viele Gäste im Gespräch. Kurz vor Beginn herrschte eine Parkplatznot, wie man sie nur aus der Innenstadt kennt – sodass sich der eine oder andere auch ein Parkhaus in Böddinghausen gewünscht hätte.

Besonders hervor hob Schulte den 11. Mai 2017. Mit der Eröffnung des P-Centers und der Waterkant sei die Stadt attraktiver geworden. Schulte lenkte aber gleich ein – die meiste Mühe habe bei seinem Vorgänger Klaus Müller gelegen, der sich am Samstag unter den Gästen befand. „Er hat die ganze Arbeit geleistet, ich habe eigentlich nur lächelnd das Band durchgeschnitten.“ Diese beiden Projekte seien im Vorfeld immer wieder kritisiert worden – ganz nach dem Motto: „das brauchen wir doch gar nicht“. 

Das Gegenteil habe sich bestätigt. „Das hat gezeigt: Jede spinnerte Idee könnte ein Erfolg wie die Promenade werden“, sagte Schulte. „Das heißt aber natürlich nicht, dass alle Ideen gut sind.“ Glücklich ist Schulte auch mit der Entwicklung des „Real“. „Wir können mehr als zufrieden sein, dass Röther diesen Aufwand betreibt – damit sind wir dem Schreckensszenario einer jahrelangen Bauruine entkommen.“ Unsicherheit habe vorerst beim Krankenhaus geherrscht. Dieses wurde an Radprax verkauft – sowohl die Anteile der Mendritzki-Stiftung als auch die der Stadt. Bei letzterem habe Schulte lange überlegen müssen. „Wir haben uns zum Verkauf entschieden. Ein Krankenhaus ist ein wichtiger Faktor für die Gesundheitsversorgung in einer Stadt“, erklärte Schulte, der auch den Förderverein als „Stütze“ des Krankenhauses lobte. „Ich bin froh, dass der Förderverein das Krankenhaus auch weiterhin unterstützen wird“. 

Die Ankündigung, 43 Bäume in der Innenstadt im Rahmen der Innenstadtsanierung zu fällen, stieß auf harsche Kritik. Diese führte dazu, dass die Planungen vorerst gestoppt wurden. „Letztlich liegt die Entscheidung bei den Ratsmitgliedern. Man darf nicht vergessen, dass sie Konsequenzen tragen, wenn sich ihre Entscheidung in fünf Jahren als Fehler herausstellen sollte“, sagte Schulte vor den Gästen. Er blickte damit vor allem in die Richtung der Petitionen im Internet, deren Urheber ihre Entscheidung nicht vor anderen verantworten müssten. Das Jahr 2017 war für Plettenberg erfolgreich. 

Geht es nach dem Stadtoberhaupt, soll das laufende Jahr ebenfalls viele Neuigkeiten mitbringen. „Der Modepark Röther soll im März eröffnen“, erklärte Schulte. Die Parkplatznot soll mit dem Bau des Parkhauses an der Brachtstraße, den zusätzlichen Parkplätzen bei der Provinzial (Brachtstraße) und mit der Öffnung des oberen Decks des Parkhauses an der Offenbornstraße gebannt werden. Nicht vergessen dürfe man die Stellplätze des Modeparks – „obwohl sich die Frage stellt, ob das Parkplätze oder Bootsanlegestellen sind, soviel Wasser wie in dem Beton war“, scherzte Schulte. Nicht fehlen soll in 2018 auch eine Neuauflage der Waterkant.

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