Neues Trauzimmer im Rathaus? 

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Bürgermeister Ulrich Schulte stellte am Samstag Überlegungen vor, das Trauzimmer zu vergrößern. Im Dezember macht er übrigens eine Fortbildung, um ebenfalls Paare trauen zu können.

Plettenberg -  Immer mehr Bürger entschließen sich dazu, nicht mehr kirchlich, sondern lediglich standesamtlich zu heiraten. Da durch diesen Wandel der Zeit teilweise viele Hochzeitsgäste mit zur standesamtlichen Hochzeit kommen, überlegt die Verwaltung, das Trauzimmer im Rathaus zu vergrößern. Bei einem Ortstermin des Bau- und Liegenschaftsausschusses am Samstag stellte Bürgermeister Ulrich Schulte die Überlegungen vor.

40 bis 50 aber auch schon mal 70 Gäste hätten Hochzeitspaare heutzutage bei der standesamtlichen Hochzeit, während früher nur die Eltern und Trauzeugen zu diesem Anlass mitgekommen seien. Eine solche Personenzahl kann das derzeitige Trauzimmer mit 15 Plätzen nicht aufnehmen. Die übrigen Personen müssen draußen bleiben. Aus diesem Grund schlug die Verwaltung vor, die Wand zum angrenzenden Büro zu durchbrechen und das Trauzimmer somit zu vergrößern. Alternativ könne auch die Wand zum Flur durchbrochen werden und der hintere Bereich des Flures mit einer Glaswand – einem besonderen Glas, das bei geschlossener Tür nicht mehr durchsichtig sei – geschlossen werden. Durch diese Maßnahmen würden allerdings auch nur 24 Personen Platz finden.

Hinzu komme, dass bei einer Trauung an einem Samstag das Rathaus abgeschlossen sein müsse, damit niemand einfach durch das Rathaus spazieren könne. Die nächste Hochzeitsgesellschaft muss somit auch schon mal draußen im Regen stehen. Daher gab es den weiteren Vorschlag von Mitarbeiter Thomas Schmidt und Bürgermeister Schulte, mit den Fraktionen abzustimmen, ob die Fraktionszimmer in den dritten Stock verlegt werden könnten, wo sich bisher noch das Kulturbüro befindet. Dies betreffe hauptsächlich die PWG und die FDP, die im Rathaus tagen, da die größeren Fraktionen nur selten die Räumlichkeiten nutzen würden. Im dritten Stock gebe es ebenfalls einen separaten Eingang.

Die Idee sehe so aus, dass die Wände zwischen den Fraktionszimmern durchbrochen würden und ein Trauzimmer für rund 50 Personen geschaffen werde. „Das Sitzungszimmer 002 wäre davon nicht betroffen“, versichert Ulrich Schulte. Wenn das Trauzimmer im Erdgeschoss sei, hätte dies den Vorteil, dass die nächste Hochzeitsgesellschaft im Foyer warten könne und das übrige Rathaus trotzdem samstags geschlossen sei. Als Nächstes solle nun in den einzelnen Fraktionen darüber gesprochen werden.

Derzeit befinden sich vor dem Ratssaal die Fraktionszimmer.

Als Station der Bereisung konnte dem Ausschuss im Rathaus auch gezeigt werden, was sich in letzter Zeit getan hat und was in dem Gebäude, das Ende der 80er Jahre gebaut wurde, noch ansteht. So ist zum Beispiel der Einwohnermeldebereich umgestaltet und vergrößert worden. Zudem wurde ein Wartemarkensystem eingeführt und ein Automat gemietet, sodass die Bürger ihre Passbilder selbst machen können. „Das wird bisher gut angenommen“, berichtete Matthias Steinhoff. Zukünftig sei geplant, den Automaten an eine andere Stelle des Meldebereichs zu stellen und dann an das System so anzuschließen, dass die Bilder direkt vom Automaten auf das System übertragen werden können. Zudem solle eine größere Tür zum Einwohnermeldeamt für Barrierefreiheit sorgen.

Im Eingangsbereich weist mittlerweile ein digitales Besucherleitsystem den Besuchern den Weg zum jeweiligen Büro und auf einem Bildschirm werden zukünftig unter anderem Termine wie Sitzungen und Veranstaltungen im Rathaus angekündigt. Zukünftig soll noch der alte Aufsteller mit den Öffnungszeiten durch etwas moderneres ersetzt werden. Schiebetüren sorgen seit letztem Jahr bereits für die Barrierefreiheit. Ein Problem, das zukünftig ebenfalls gelöst werden müsse, sei der Essengeruch aus der Cafeteria, die sich im Eingangsbereich befindet, und die Klimatisierung. „Drei Mal in der Woche wird gekocht und das wird sehr gut von der Belegschaft angenommen“, erklärte Bauamtsleiter Sebastian Jülich. Ein Vorschlag sei, die Lüftung der Küche nach draußen zu leiten. Ein Lüftungsingenieur sei da gewesen, es müsse jedoch die Lüftung im gesamten Rathaus kontrolliert werden.

Zudem würden 10 000 Euro für die Sanierung der Decken anfallen, da in diversen Büros aufgrund baulicher Mängel der Putz von der Decke komme und diese durch abgehängte Decken ersetzt werden müssen.

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