Neues Pflaster für die Innenstadt: Bürgerwünsche gehen weit auseinander

Innenstadt als Schachbrett?

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Bauamtsleiter Sebastian Jülich erklärt den Anwohnern einen Plan zur Innenstadtsanierung.

PLETTENBERG - So gut besucht war der Maiplatz am ersten Samstagmorgen eines neuen Jahres wohl selten: Über 70 Interessierte beteiligten sich an der Besprechung der Muster-Pflasterflächen auf dem Maiplatz.

Noch bevor Bürgermeister Ulrich Schulte die Bürger begrüßte, stand die Beispielfläche auf dem Prüfstand. Die Platten und Steine wurden manch einem Rutschtest unterzogen. Senioren, die mit Rolllatoren gekommen waren, drehten ihre Runden über das Pflaster und testeten insbesondere die Regenrinnen-Formen. 

Dass die Erneuerung unabdingbar ist, daran ließ der Bürgermeister keine Zweifel aufkommen. Gut 30 Prozent des alten Metaphyr-Pflasters sei bereits beschädigt. Ein punktueller Austausch sei nicht sinnvoll, weil – je nach Verkehrsbelastung – die wiedereingebauten Steine rasch brechen würden. 

Auf Anraten des Architekturbüros bbz wurden daher vor dem ehemaligen Postgebäude drei Natursteine als Muster ausgelegt. Bauamtsleiter Sebastian Jülich erklärte die Unterschiede: Die Basaltsteine haben eine ähnliche Farbe wie das bisherige Pflaster und sind genau wie die deutlich helleren Granit-Steine als Pflasterung gedacht. 

Ebenfalls aus Granit, aber auch aus Mayener Basaltlava sind die Platten, die als Mobiltätsband durch die Stadt gedacht sind. Zudem ging Jülich auf die Betonsteine eine, die die Anbindung des Mylaeus-Gelände markieren sollen, und auf die möglichen Verlegemuster. 

Rasch wurde deutlich, dass die Geschmäcker der Bürger auseinandergehen. Der Wunsch eines Anwohners, die Innenstadt in einem Schachbrettmuster aus dunklen und hellen Platten zu erneuern, stand ebenso im Raum, wie die Anmerkung einer Bürgerin, doch lieber generell Betonsteine anstelle von Natursteinen zu verlegen. 

In kleinen Gruppen wurde über Vorzüge und Nachteile der hellen Steine diskutiert. Auf generelle Kritik stießen die drei Zentimeter hohen Kanten, die als Alternative zur klassischen Regenrinne gezeigt wurden. 

Jan Koopmann vom städtischen Planungsamt notierte die zahlreich vorgetragenen Anregungen. Eine Auswertung erfolgt zeitnah: In der für den 25. Januar geplanten Ausschuss-Sitzung soll die Pflaster-Entscheidung auf den Weg gebracht werden.

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