Neuer Busbahnhof und die Frage nach den Parkplätzen

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Zahlreiche Eiringhauser waren am Montag zur CDU-Ortsbesichtigung gekommen, bei der Bauamtsmitarbeiter Sebastian Jülich (l.) erklärte, wie der Busbahnhof und das Umfeld neu gestaltet werden sollen.

Plettenberg - Wie finden die Anwohner in Eiringhausen die Pläne für einen umgestalteten Busbahnhof? Mit dieser Frage beschäftigte sich am Montag die CDU, die vor allem zu der Parkplatzsituation vor Ort wichtige Anregungen mitnehmen konnte.

Die jetzige Situation rund um den Eiringhauser Busbahnhof sieht wie folgt aus: Es war am Montagabend die Rede von etwa 35 Parkplätzen; wer nachzählt, kommt aber locker auf 40. Die Stellflächen direkt neben dem Busbahnhof (19 normale plus zwei Behinderten- und ein Motorradparkplatz) sind zeitlich auf zwei Stunden begrenzt. Die restlichen Plätze auf dem ehemaligen Fritten-Schütz-Gelände (je nach Parkweise mindestens 20) gehören zu den wenigen, die zeitlich unbegrenzt sind.

Diese beiden Parkplätze würden durch die Umgestaltung neu strukturiert. Der Großteil würde unmittelbar vor dem jetzigen Sparkassen-Parkplatz angesiedelt werden. Vereinzelt sollen auch Stellflächen auf dem Schütz-Gelände übrig bleiben. 28 Stück sollen es am Ende insgesamt sein, aber Sebastian Jülich zeigte sich am Montag optimistisch, dass es auch 34 werden könnten, wenn die Pläne noch verfeinert werden.

Das wäre der jetzige Stand der Planungen. Die entscheidende Frage für Anwohner und Pendler aber ist: Wie viele begrenzte und unbegrenzte Parkplätze wird es geben?

Zunächst schien die CDU bei dieser Frage auf der Linie der Stadt zu sein: Mehrheitlich sollten die neuen Plätze zeitlich begrenzt sein, weil es in Eiringhausen mit dem Park & Ride-Parkplatz auf der anderen Bahnseite und den Flächen zwischen Bahnhofspavillon und Stellwerk (die laut CDU besser ausgeschildert werden müssten) schon einige Möglichkeiten für Pendler gebe. Trotzdem meldete sich ein Anwohner, 80 Jahre alt, zu Wort: „Die Parkplatzsituation an der Brauckstraße ist mehr als bescheiden.“ Er lobte den jetzigen Schütz-Parkplatz und bangte um dessen Wegfall. Die CDU lenkte ein, will nun die Parkplätze als Gesamtes betrachten und kündigte an, dieses Thema in den politischen Gremien auf die Agenda zu setzen. „Warum sollte die jetzige Anzahl der begrenzten und unbegrenzten Parkplätze verändert werden? Es funktioniert doch“, berichteten die Anwohner abschließend.

Was die Pläne für den Busbahnhof selber angeht, sind die Anwohner offenbar Feuer und Flamme. Die Businsel kann von drei Gelenkbussen und einem normalen Bus gleichzeitig angefahren werden und biete den großen Vorteil, dass die Umsteigemöglichkeiten leichter sind. Fahrgäste müssen nicht mehr wie jetzt die Straße überqueren, um zur nächsten Haltestelle zu gelangen, sondern können sich immer auf der Insel aufhalten, wenn sie weiterfahren möchten.

Auch der Weg zum Bahnhof wird besser gebündelt, dafür sorgt ein Zebrastreifen. Die Zeiten, in denen „die Leute vom Bahnhof kommen und in alle Himmelsrichtungen ausschwärmen, sind dann hoffentlich vorbei“, merkte die CDU an.

Für den normalen Verkehr wird sich voraussichtlich wenig ändern. Zwar sind auf dem Plan Autos in jeweils beide Richtungen eingezeichnet, CDU, Stadt und Anwohner waren sich aber einig, dass eine Einbahnstraßenregelung wie jetzt mehr Sinn mache. Wichtig sei, dass die Mittelstraße von beiden Seiten aus befahrbar bleibe.

Der Schützenvereins-Vorsitzende Kai-Uwe Eppmann regte an, die Poststraße (also das Nadelöhr zwischen Hauptstraßen-Kreuzung und Bahnhof) zu verengen. Eine lange gerade Straße verleite einige Zeitgenossen trotz Tempo-20-Schildern dazu, das Auto zu stark zu beschleunigen. Sebastian Jülich vom Bauamt nahm die Anregung mit. „Wir haben da ja schon die Rechts-vor-links-Abzweigung zur Mittelstraße, aber wir lassen uns darüber hinaus noch etwas einfallen.“

Apropos Schützenverein: Um das Schützenfest und zum Beispiel den Autoscooter (der sonst auf dem Schütz-Gelände stand) macht sich Kai-Uwe Eppmann keine Sorgen, im Gegenteil. „Der neue Busbahnhof eröffnet uns völlig neue Möglichkeiten“, sagte der Vorsitzende.

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