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Neuer Aldi-Markt: Heizen mit Kühltheken

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Von: Georg Dickopf

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Mit einer PV-Anlage soll der neue Aldi-Markt an der Herscheider Straße ausgerüstet werden.
Mit einer PV-Anlage soll der neue Aldi-Markt an der Herscheider Straße ausgerüstet werden. © Aldi-Nord

Der Rat gab in seiner jüngsten Sitzung grünes Licht für die Auslegung des Aldi-Bebauungsplanes. Doch wie wird der geplante Neubau an der Herscheider Straße aussehen? Wir haben die Antworten.

Plettenberg - Denkt man an die Aldi-Märkte im Eiringhauser „Bermuda-Dreieck“ und an der Uhlandstraße zurück, kommen einem Zweckbauten in den Sinn, in denen auf Paletten gestapelte Eigenmarken verkauft wurden. Wenn nun im nächsten Frühjahr möglicherweise mit dem Neubau an der Herscheider Straße begonnen wird, dann können sich die Kunden auf ein modernes Erscheinungsbild mit Glas- und Metallelementen und vor allem auf eine nachhaltige und ressourcenschonende Bauweise freuen.

Aldi Nord antwortet auf Anfrage

Wie Aldi-Nord-Sprecher Dennis Boczek auf Anfrage unserer Zeitung betonte, plane Aldi bei dem Neubau eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach und zusätzlich eine Betonkernaktivierung. Dahinter verberge sich eine Art Fußbodenheizung, die durch die Abwärme der Kühlgeräte betrieben werde.

Energiesparende und effiziente LED-Leuchten sollen in Kombination mit dem selbst erzeugten Strom dafür sorgen, dass keine zusätzliche Energie benötigt wird für den Discounter mit einer Verkaufsfläche von 1050 Quadratmetern (bisher 800). Der Backbereich werde vergrößert und in dem Neubau werde das neue Store-Konzept verwirklicht. Dieses siehe unter anderem eine Verlegung des großzügiger gestalteten Obst- und Frischebereiches in Eingangsnähe vor, erzählt Boczek.

Produktanzahl bleibt gleich

Die Produktvielfalt bleibe mit rund 1700 Produkten ähnlich, allerdings werde man auf breitere Gänge, eine bessere Einkaufsatmosphäre und energieeffiziente Geräte setzen.

So soll der Aldi-Neubau an der Herscheider Straße frühestes Ende 2023 aussehen.
So soll der Aldi-Neubau an der Herscheider Straße frühestes Ende 2023 aussehen. © Aldi-Nord

Zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Aldi-Marktes wollte sich Boczek nicht konkret äußern, da diese von vielen Unwägbarkeiten und den schwer zu beschaffenden Baumaterialien abhängig sei. Für den Abriss des bestehenden Marktes und den Neubau benötige man generell zwischen sechs und acht Monate. „Im besten Fall können wir Ende 2023 eröffnen, es kann aber auch einige Monate später werden“, so der Aldi-Sprecher.

Angesichts der Bedeutung und Kaufkraft des Marktes in Innenstadtnähe plane die Aldi-Zentrale in der Bauphase die Errichtung eines großen beheizten Verkaufszeltes. Einzelheiten stünden aber momentan nicht fest. „Der genaue Standort steht noch nicht fest, aber da sind wir auf der Suche“, so Boczek abschließend.

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