In nur drei Stunden

Neue Rekordzahl bei Impfungen am Impfbus des Märkischen Kreises

Katarzyna Krupa-Kraczkowska ließ sich am Freitagvormittag im Impfbus des Märkischen Kreises das Vakzin von Biontech verabreichen. Die Spritze setzte der Impfarzt Dr. Friedemann Enders.
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Katarzyna Krupa-Kraczkowska ließ sich am Freitagvormittag im Impfbus des Märkischen Kreises das Vakzin von Biontech verabreichen. Die Spritze setzte der Impfarzt Dr. Friedemann Enders.

Damit hatte das Team des Impfbusses des Märkischen Kreis nicht gerechnet: Trotz des zeitweise kräftigen Regens, der am Freitagmorgen über Plettenberg niederging, war das Interesse der Bürger riesig, sich eine Spritze gegen das Coronavirus abzuholen.

Plettenberg – „145 Leute haben die Impfung erhalten. Das ist ein neuer Rekord“, freute sich Bernd Benscheidt, der vor allem für die Organisation zuständig ist. 90 Plettenberger entschieden sich für den Wirkstoff von Biontech, die anderen 55 wählten den Einmal-Impfstoff von Johnson und Johnson. „Alles ist super gelaufen“, resümierte Benscheidt. Allgemein scheine das Impfbus-Konzept Erfolg zu haben: Inzwischen seien auf diesem Weg mehr als 1000 Impfungen erfolgt.

Zufrieden zeigten sich auch die Plettenberger selbst: Katarzyna Krupa-Kraczkowska verlieh ihrer Erleichterung Ausdruck, endlich geimpft zu sein. Viele ihrer Familienmitglieder hätten die Impfung schon vor ihr erhalten. „Meine Mutter, die Enkel, die Tante – alle sind schon geimpft.“ Nun war endlich auch sie an der Reihe. Die 43-Jährige meint, „dass sich alle Leute impfen lassen sollten“. Gerade jetzt, wo die Infektionsfälle mit der Delta-Variante steigen, hält sie das für besonders sinnvoll. Krupa-Kraczkowska entschied sich für den Impfstoff von Biontech.

Das Impfteam: Bernd Benscheidt (Organisator), Christiane Killing (Medizinische Fachangestellte), Friedemann Enders (Impfarzt), Marcel Hagenah (Medizinischer Fachangestellter, Aaron Deitert (Mitarbeiter des Impfzentrums) und Julia Waskow (Azubine beim Kreis).

Anders machte es Frank Hartmann, der das Vakzin von Johnson & Johnson bevorzugte. Diese Impfung muss – anders als die von Biontech – nur einmal verabreicht werden, um ihre größtmögliche Schutzwirkung zu entfalten. Hartmann betonte, dass er sich für Johnson & Johnson nicht aus Bequemlichkeit entschieden habe: „Ich habe mich vorher informiert und viel Gutes darüber gelesen.“

Der 53-Jährige verriet, dass er wegen eines Krankenhausaufenthalts bislang keine andere Möglichkeit hatte, sich impfen zu lassen. Unabhängig davon empfindet er den Impfbus aber auch als ein besonders komfortables Angebot. Die Fahrt nach Lüdenscheid zum Beispiel lasse sich so vermeiden. Ähnliches berichtete eine andere Plettenbergerin, die namentlich nicht genannt werden möchte: „Ich wohne hier gegenüber – da ist das mit dem Impfbus wirklich richtig bequem.“

Dass die Impfbereitschaft gerade bei Angeboten vor Ort hoch sei, unterstrich Bernd Benscheidt: „Wir kommen zu den Menschen und das funktioniert.“

Auch Passanten freuten sich über die lange Warteschlange, die sich vor dem Impfbus gebildet hatte. Walter Ludwig zum Beispiel lobte das Impfteam, zu dem auch seine Tochter Christiane Killing zählt, und sagte: „Es ist wirklich schön zu sehen, dass das so gut angenommen wird.“

Impfen im Impfzentrum

Wer den Impfbus in Plettenberg am Freitag verpasst hat, habe werktags weiterhin die Möglichkeit, sich von 8 bis 13 Uhr und von 14 bis 19 Uhr im Impfzentrum in Lüdenscheid (Schützenhalle am Loh) oder in Iserlohn (Gewerbegebiet Dröschede) impfen zu lassen, betont Bernd Benscheidt. Die Biontech-Impfung ist ab 16 Jahren möglich, Johnson & Johnson ab 18 Jahren. Terminbuchungen sind nicht erforderlich.

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