16 neue Stellflächen an der Brachtstraße

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An der Brachtstraße werden derzeit 16 neue Stellflächen angelegt. Diese sollen als Alternative für die durch die Errichtung der Parkpalette wegfallenden Parkplätze dienen.

Plettenberg - Der Startschuss ist gefallen: Am Montag. 20. November, sollen die Arbeiten für die Parkpalette an der Brachtstraße beginnen. Um den zwischenzeitlichen Wegfall der Stellflächen zumindest größtenteils kompensieren zu können, entstehen in unmittelbarer Nähe derzeit 16 neue Parkplätze.

Direkt hinter dem Provinzialbüro an der Grünestraße hatte die Stadt Plettenberg ein Gartengrundstück erworben, auf dem zunächst Parkplätze provisorisch mit Schotter angelegt werden sollen. „Im Jahr 2018 werden wir die Oberfläche der 16 neuen Stellflächen dann auch befestigen“, erklärte Bauamtsleiter Bernd Merhofe auf Nachfrage. Im Moment sei für diesen Bereich keine Parkzeitregelung vorgesehen. Die neuen Stellflächen sollen laut Merhofe „kurzfristig“ genutzt werden können.

Und das ist auch notwendig, soll doch am Montag mit den Fundament-Arbeiten zur neuen Parkpalette begonnen werden. Dann dürfte der Parkplatz an der Brachtstraße für einige Monate nicht nutzbar sein. „Die nötigen Flächen wurden bereits gerodet“, erklärte Merhofe. Sträucher, Bäume und Laternen sind bereits entfernt worden.

Zwischen vier und sechs Monaten sollen die Arbeiten andauern. „Dazu müssen wir aber auch Glück mit dem Wetter haben“, sagte Merhofe. Noch sei nicht klar, ob auch im Januar und Februar gearbeitet werden könne. Vor allem der beschichtete Beton, der beispielsweise unempfindlicher gegen Schäden durch Streusalz sein soll, benötige die richtige Temperatur – es dürfe vor allem nicht zu kalt sein.

98 Stellflächen sollen auf zwei Etagen entstehen. Die Parkpalette soll auch mit Ladesäulen für E-Autos und -Bikes versehen werden. Ursprünglich war mit Kosten von rund 700 000 Euro geplant worden, nun schlägt das Projekt mit circa 1,3 Millionen Euro zu Buche.

Wie Bürgermeister Ulrich Schulte im Rahmen des SIHK-Wirtschaftsgesprächs erklärte, sei die Parkpalette „nie ausdrücklich als Teil der Innenstadtsanierung benannt worden.“ Es sei aber die Grundlage für die weiteren Arbeiten im Zuge des Innenstadt-Entwicklungskonzepts.

Als nächstes soll dann, was die Stellflächen in Plettenberg angeht, der Wieden saniert werden. Die Maßnahmen sind bereits geschoben worden, im Jahr 2019 soll mit der Sanierung begonnen werden. „Durch die immense Kostensteigerung bei der Parkpalette hat sich deren Bau verzögert. Gleichzeitig zieht sich die Sanierung des Parkdecks am ehemaligen Realgebäude in die Länge, sodass auch dort Stellflächen wegfallen“, sagte Bürgermeister Schulte im Rahmen des Wirtschaftsgesprächs.

Daher habe man auf eine Sanierung des Wieden im kommenden Jahr verzichtet – auch wenn der zentrale Platz der Stadt einer „Buckelpiste“ gleiche, wie Bürgermeister Schulte sagte. „Wenn die Stadt dann auch noch den Wieden für Bauarbeiten sperrt, provozieren wir sehenden Auges ein Chaos“, sagte das Stadtoberhaupt.

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