Zwei Neueröffnungen und weitere Veränderungen

Geschäftswelt im Wandel: Diese neuen Gastronomen sind im Anmarsch

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In der ehemaligen Bäckerei Kayser kehrt neues Leben ein.

Im Zentrum von Plettenberg-Eiringhausen tut sich derzeit einiges. Nicht nur der umgestaltete Busbahnhof erstrahlt im neuen Glanz, sondern auch in der Geschäftswelt hat sich in den letzten Wochen und Monaten vieles verändert und verändert sich weiter.

Plettenberg - Wir geben einen Überblick über das derzeitige Bild vor Ort.

Café Mittendrin wird zum Äggeriner Eck

Noch hängt die alte Beschilderung des Café Mittendrin im Ladenlokal neben Expert Weyand, aber das soll sich schon bald ändern. Hier laufen derzeit die Vorbereitungen zur Eröffnung eines neuen Bistros. Äggeriner Eck soll es heißen, betrieben wird es von Ioannis Vacouftsis. Der ehemalige Grünetaler und jetzt nur noch Eiringhauser Schütze zielt auf Kundschaft ab, die „einfach mal ein Bierchen“ trinken möchte, ebenso wie auf hungrige Gäste, die sich mit kleinen Häppchen wie Baguette oder Frikadellen stärken möchten. Die Malerarbeiten drinnen sind schon beendet, die Renovierung steht damit kurz vor dem Abschluss. Sofern die Corona-Pandemie es erlaubt, möchte Vacouftsis sein Äggeriner Eck in den nächsten Wochen eröffnen, einen genauen Termin gibt es aber noch nicht.

Bäckerei Kayser wird zur Snackbar

Auch in der ehemaligen Bäckerei Kayser an der Einmündung von der Brauckstraße auf die B236 tut sich etwas: Die Werbebeschriftung für die „etwas andere Snackbar“ des „kleinen Italieners“ Andrea Saladdino klebt bereits an den Schaufenstern, drinnen wartet Saladdino auf die Lieferung der letzten Möbelstücke. In den Räumen soll künftig ein gastronomisches Angebot entstehen, das es so in Plettenberg noch nicht gibt. Zur Morgenzeit sollen in der Snackbar ähnlich wie in einer Bäckerei Brötchen, Kaffee und süße Teilchen verkauft werden. Mittags soll es dann Snacks wie Panini, Pasta oder vegane Gerichte geben und für den Nachmittagshunger will Saladdino zum Beispiel Käsekuchen am Stiel (Cakepops) und viele andere Leckereien anbieten. Die Eröffnung ist mit heutigem Stand für den 26. Juli geplant.

Liebscher & Bracht: Geschäftsaufgabe

Das Zentrum für Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht im Alpha-Bau ist seit gut zwei Wochen geschlossen und wird auch nicht mehr eröffnen, wie Betreiber Frank Wallerath auf Anfrage erklärte. Die Folgen der Corona-Pandemie seien für ihn finanziell nicht durchzuhalten gewesen, berichtete er. Den Mietvertrag habe er deshalb schon zum 31. März gekündigt, aber durch die Erlaubnis des Vermieters musste er das Lokal noch nicht zu diesem Datum räumen – in der Hoffnung, dass sich der Betrieb vielleicht doch fortführen lässt. Daraus wird nichts. Auch wenn die Coronazahlen inzwischen so niedrig sind, dass der Betrieb wieder erlaubt wäre, möchte sich Wallerath weder auf Corona testen, noch impfen lassen und sieht deshalb große Probleme, den Geschäftsbetrieb in nächster Zeit fortzuführen. Wohin es nun für den Alternativmediziner geht? „Ich weiß es noch nicht“, sagte Frank Wallerath.

Dampf-Wolke statt Fußboden Mause

Schon zu Beginn des Jahres ist Ralf Mause mit seinem Fußbodengestaltungs-Betrieb aus dem Erdgeschoss des Alpha-Baus ausgezogen, zügig danach hat sich ein Nachmieter gefunden. Marcel Karnbach und Kevin Klein starten in diesem Ladenlokal seit März mit ihrem E-Zigaretten-Fachgeschäft Dampf-Wolke durch. Karnbach war 2019 mit einem reinen Internetshop gestartet, bis die Nachfrage nach dem stationären Handel so groß gewesen sei, dass er und sein hinzugekommener Geschäftspartner Kevin Klein einen Laden an der Reichsstraße eröffneten. Weil die Resonanz sowohl im Geschäft als auch online so groß gewesen sei, habe man sich vergrößern wollen – von etwa 45 Quadratmetern an der Reichsstraße auf nun 220 Quadratmeter.

Den umgekehrten Weg ging dagegen Ralf Mause. Der Handwerker hat sich bewusst verkleinert, betreibt sein Lager und Geschäft nun auf 85 Quadratmetern neben dem TK-Tiefkühlmarkt an der Bahnhofstraße. Der Grund dafür war, dass Ralf Mause an Krebs erkrankt war und hinzu kamen andere gesundheitlichen Probleme bei seinen Mitarbeitern. Dadurch schrumpfte das Team sukzessive zusammen, bis nur noch das Ehepaar Mause übrig blieb. Ralf Mause hat die Krebserkrankung inzwischen überwunden und sagt, er habe mehr als genug Arbeit. „Wir arbeiten jetzt noch Aufträge aus dem letzten Jahr ab“, berichtet Ralf Mause, der seit Januar nicht nur ein neues Ladenlokal, sondern auch einen neuen, zweiten Handwerker im Team hat.

Pflegedienst statt Volksbank-Filiale

Nachdem die Volksbank die Filiale an der Brauckstraße geräumt hat, fand sich auch hier rasch ein Nachmieter. Die Familie Hammecke, eigentlich Fachhändler für Edelstahlprodukte mit Sitz im Alpha-Bau, hat sich aufgrund eines Pflegefalls innerhalb der Familie nun auch in eine andere Richtung – nämlich die der Gesundheit – orientiert. Mitausschlaggebend für die Gründung eines eigenen Pflegedienstes war im Februar der Kontakt zu Elmar Schmidt, der auf eine langjährige Erfahrung in diesem Bereich zurückblicken kann. Schmidt schloss sich den Unternehmensgründern im März schließlich an. Am 1. Juni konnte der ambulante Pflegedienst mit dem Namen Herzwerk schließlich eröffnet werden.

Plankemann und Sechtenbeck stehen leer

Wenig tut sich dagegen in der ehemaligen Gaststätte Plankemann und der Metzgerei Sechtenbeck. Nachdem sich Plankemann-Wirt Gerd Eweler letztes Jahr nach über 50 Jahren aus der Gaststätte verabschiedet hat, wurde das Gebäude von einem Privateigentümer gekauft, der dem Vernehmen nach Wohnungen aus dem Lokal machen möchte. Näheres ist der Heimatzeitung diesbezüglich noch nicht bekannt.

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